Kein Verständnis für Polizeihubschrauber und Panzer
Peschek ist sich sicher: "Wir leisten einen immensen Aufwand in die Richtung. Die Frage wäre: Was ist dann bei einem Opernball, wer zahlt hier die Polizeikosten? Oder bei anderen Veranstaltungen?"
Gewisse Tatsachen überraschen auch den Rapid-Geschäftsführer. Etwa die Postierung der Einsatzkräfte bei normalen Heimspielen, welche rein von der Exekutive festgelegt werden.
"Auch ich bin verwundert, wenn wir gegen Hartberg spielen und ein Polizeihubschrauber kreist in Hütteldorf und es steht ein Panzer beim Bahnhof. Für 300 Nachwuchskinder aus Hartberg, die da im Gästesektor waren, ist das dann doch ein bisschen übertrieben", empfindet Peschek.
Gleichzeitig verweist er auf Länder wie Spanien, Holland, Tschechien oder Italien, wo die Klubs überhaupt nicht für Polizeikosten aufkommen.
"Rapid kann nicht für jeden einzelnen verantwortlich gemacht werden"
Randalierer wie etwa bei Fänmärschen und Corteos seien nicht erwünscht, jedoch bei einer solchen Fan-Menge außerhalb des eigenen Stadionareals nur schwer zu koordinieren. Dass es überhaupt zu organisierten Fanmärschen kommt, sei auf Wunsch der Polizei erfolgt, um alles besser organisiert und übersichtlich zu gestalten und Grüppchenbildungen zu vermeiden.
Allerdings hält Peschek auch fest, dass Rapid nicht die Schuld für das Fehlverhalten aller grün-weißen Sympathisanten verantwortlich gemacht werden kann. "Natürlich sind wir stolz und wir haben unglaublich viele Fans. Aber ich kann ja nicht für jeden einzelnen verantwortlich gemacht werden, der ein Rapid-Kapperl auf hat und vielleicht einmal ein Fehlverhalten an den Tag legt." Peschek im Detail: "Weder bin ich der Erziehungsberechtigte von einzelnen Fans, noch habe ich irgendwas geworfen."