Vercoacht! Russ gesteht Fehler ein

 

Nachdem man zum Bundesliga-Auftakt gegen Rapid mit dem 2:0 noch einen Start nach Maß hinlegte, zeigte das zweite Saisonspiel gegen Altach allerdings, dass dem TSV Hartberg noch eine Menge Arbeit bevorsteht.

In der ersten Halbzeit einen Zwei-Tore-Rückstand aufgerissen, reichte die Schlussoffensive der Oststeirer letztlich nicht mehr aus, um auch am zweiten Spieltag zu punkten. Am Ende muss sich Hartberg Altach vor eigenem Publikum mit 1:2 geschlagen geben (Spielbericht >>>).

Vor allem die erste Hälfte verlief aus Sicht der Hartberg nicht nach Wunsch. Cheftrainer Kurt Russ hat eine Erklärung: "Ich habe selber ein bisschen einen Fehler gemacht. Ich habe mit Spielern gespielt, die ein wenig angeschlagen waren, weil ich geglaubt habe, dass wird sich für eine Halbzeit ausgehen."

"Man hat es dann gesehen, am Platz war es dann nicht so. Ich wollte dann früher tauschen, aber mir dann doch nicht die Optionen für die zweite Halbzeit nehmen. Das war dann ein kleiner Fehler", so Russ, der dabei zusehen musste, wie seine Mannschaft mit einem 0:2-Rückstand in die Pause ging.

Efler? Russ "hätte auch keinen gegeben"

Dazu wäre es allerdings fast nicht gekommen. Ein ursprünglicher Elferpfiff zugunsten der Hartberger wurde später vom VAR jedoch wieder zurückgenommen. Die Aktion, in der Emanuel Schreiner den Ball mit dem Arm touchierte, war letztlich nicht eines Elfers würdig - das sieht auch Kurt Russ so.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)



"Ich hätte auch keinen gegeben. Man muss immer bei der Wahrheit bleiben. Der Schiedsrichter hat nicht verloren, sondern wir, weil wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt haben", so Russ, der einen Stumlauf seiner Mannschaft in Halbzeit zwei sah, mehr als der Anschlusstreffer von Dario Tadic gelang aber nicht mehr.

"In der zweiten Halbzeit sind wir auf ein Tor zugerannt, das wie vernagelt war. Wir hätten schon früher, dass 2:2 schießen können, haben wir aber nicht gemacht", findet der Hartberg-Cheftrainer.

Altach rettet sich über die Ziellinie

Auf Seiten des SCR Altach zeigt man sich freilich zufrieden mit dem ersten Sieg der neuen Saison. Insbesondere die erste Spielhälfte lässt bei Altach-Coach Damir Canadi Freude aufkommen. "Erste Halbzeit haben wir das richtig gut gemacht."

"In der zweiten war es klar, dass Hartberg mehr riskieren wird. Es war für uns klar, dass wir uns nicht tiefstellen wollen und dem Gegner nicht viel Platz geben wollen. Wir wollten mit einem 3:0 das Spiel finalisieren – das ist uns nicht ganz geglückt."

Vor allem Marco Meilinger hatte die Vorentscheidung alleine vor dem gegnerischen Tor auf dem Fuß. "Da musst du den Sack zumachen. Meilinger ist, glaub ich, kein 18-jähriger Bischof, sondern er hat Erfahrung. Ich hätte mich für ihn gefreut, dass er ein Tor schießt", so Canadi.

Am Ende rettete Altach die drei Punkte aber über die Zeit. "Meine Mannschaft hat das heute überragend verteidigt. Tino Casali war überragend im Tor. Gratulation an die Mannschaft."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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