LASK-Lauf: "Man darf nicht glauben, dass es einfach ist"
Die Erfolgsserie des LASK unter Trainer Dietmar Kühbauer geht weiter. Zum Auftakt des Bundesliga-Jahrs gewinnen die Linzer knapp gegen die WSG Tirol.
Der LASK setzt seine Erfolgsserie unter Trainer Dietmar Kühbauer fort. In einer umkämpften Partie gewannen die Linzer das erste Spiel der Fußballsaison 2026 zuhause gegen die WSG Tirol mit 1:0 (Spielbericht>>>).
Sportlich entwickelte sich das Duell in der Raiffeisen Arena zu einem typischen Arbeitssieg. Der LASK kontrollierte weite Teile des Spiels, verpasste aber mehrfach die Vorentscheidung.
Die WSG blieb dadurch lange im Spiel und hatte besonders in der Schlussphase richtig gute Möglichkeiten, scheiterte aber an der Linzer Defensive oder an der eigenen Effizienz. Am Ende setzte sich der Favorit dank eines frühen Treffers durch.
Harte Arbeit und Teamwork trägt Früchte
Torschütze Samuel Adeniran erklärt auf den Schlüssel zum Erfolg angesprochen: "Teamwork, harte Arbeit und niemals aufgeben." Auch den Staff lobt der US-Amerikaner: "Das Trainerteam hat gute Arbeit geleistet. Sie pushen uns immer wieder – und das zeigt seine Früchte."
Chef des Trainerteams ist Dietmar Kühbauer. Er sagt zum knappen Sieg über die WSG: "Wenn wir das zweite Tor gemacht hätten, bin ich überzeugt, wäre es noch höher (als 2:0, Anm.) ausgegangen."
Kühbauer zum LASK-Lauf: "Man darf nicht glauben, dass es einfach ist"
Angesprochen auf den Erfolgslauf des LASK, der seit der Bestellung von Kühbauer Mitte Oktober noch kein einziges Spiel verlor, versucht der Burgenländer erneut den Ball flach zu halten: "Man darf nicht glauben, dass es einfach ist, nur weil wir eine Serie haben. Jeder Zuschauer meint vielleicht, das geht jetzt alles locker – aber nein!"
Kühbaurs Elf zieht mit den drei Punkten vom Samstag mit dem Tabellenführer aus Salzburg gleich, der Trainer hat als Ziel aber in erster Linie das obere Playoff vor Augen:
"Wir haben uns mit dem heutigen Sieg ein Stück näher ans obere Playoff gebracht. Darum geht es uns in erster Linie. Mit diesem Erfolg sind wir unserem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen, obwohl noch ein paar Spiele zu absolvieren sind. Deshalb war der Sieg heute umso wichtiger."
Kalajdzic am Weg zurück
Ebenso erfreulich für den LASK ist die immer stärker werdende Form von Sasa Kalajdzic, der erneut einen sehenswerten Assist lieferte.
"Es ist gerade so eine Phase, in der ich imstande bin, mehr zu leisten. Mein Körper ist auf einem sehr guten Weg. Es geht ein bisschen auf und ab, ich versuche, das so gut wie möglich zu stabilisieren. Grundsätzlich fühle ich mich gut, aber da ist sicher noch viel Luft nach oben. Ich mache mir da aber keinen Druck", so der ehemalige ÖFB-Teamspieler.
WSG-Trainer Semlic:"Müssen etwas Zählbares mitnehmen"
Aus Sicht der WSG verlief die Partie unbefriedigend, denn man habe sich für eine gute Leistung nicht belohnen können, so Kapitän Valentino Müller: "Wir haben eine gute Partie gemacht und nicht viel zugelassen. Deshalb ist es extrem bitter, durch so ein einfaches Tor zu verlieren."
Tirol‑Coach Philipp Semlic ergänzt: "Es war ein sehr gutes Auswärtsspiel gegen einen sehr guten Gegner. Wenn wir als WSG Tirol hier so ein Auswärtsspiel abliefern, dann müssen wir mit etwas Zählbarem nach Hause fahren. Am Ende des Tages ist Fußball ein Ergebnissport – das müssen wir so akzeptieren."
Die WSG befindet sich mit 21 Punkten auf dem zehnten Tabellenrang, dennoch ist Semlic davon überzeugt, für die kommende Spiele und auch für das nächste Bundesligajahr gewappnet zu sein: "So eine Performance wird sich zwangsläufig in Punkte ummünzen. Wir werden unser Ziel erreichen und auch nächstes Jahr in der Bundesliga spielen."