Erst nach diesem doppelten Schock wurde der LASK wach - und kam prompt zum Anschlusstreffer. Sasa Kalajdzic wurde bei einem Abschluss von Christoph Lang an der Ferse getroffen, von wo der Ball zu seinem ersten Bundesliga-Tor seit seiner Rückkehr nach Österreich ins Tor sprang.
"Das freut mich natürlich, aber ich kann mir nichts darum kaufen. Ich hätte lieber gewonnen und kein Tor gemacht", so der 28-Jährige.
Tatsächlich hatte der LASK wenig später sogar die Chance, das Spiel doch noch in eine erfolgreiche Richtung zu drehen, als Moses Usor - nach klugem Kalajdzic-Pass - alleine vor dem Salzburger Tor auftauchte, die Kugel bei seiner Direktabnahme aber drüber haute.
"Das war für mich die Szene schlechthin. Wenn wir das 2:2 machen, hätte es die Möglichkeit gegeben, wieder ins Game zurückzukommen. Dann weiß man nicht, wo die Reise vielleicht hingeht", hadert Kühbauer dann doch ein wenig.
Kühbauer: "Irgendwann gibt es so eine Niederlage"
Sota Kitano erzielte im Gegenzug noch vor der Pause das 3:1, spätestens nach dem 4:1 durch Karim Konate "war dann klar, dass die Sache nicht mehr zu drehen ist", sagt der LASK-Trainer, der den Salzburgern zu einem "absolut verdienten" Sieg gratuliert: "Salzburg war heute diese Mannschaft, die man von früheren Zeiten kennt: Sehr aggressiv, sie haben uns kaum Zeit gelassen und den Ball gut laufen lassen."
Seine Spieler waren hingegen "vielleicht nicht so drinnen - ohne, dass ich ihnen etwas vorwerfen kann", so Kühbauer. "Ich habe immer gesagt, dass wir nicht überirdisch sind. Wir sind nur Menschen - es sei denn, irgendeiner hat einen anderen Schlag in sich. Wir sind aus Fleisch aus Blut."
Ihm sei immer bewusst gewesen, dass die Ungeschlagen-Serie nicht auf ewig halten würde: "Es wäre nicht so gewesen, dass wir das ganze Jahr nicht mehr verloren hätten. Irgendwann gibt es so eine Niederlage. Die ist heute passiert, das ändert nichts daran, dass wir nächste Woche wieder ein gutes Spiel machen wollen."
Kalajdzic hofft auf "Watschn zur rechten Zeit"
"Auch wenn es komisch klingt, aber mich freut es, dass wir eine auf den Deckel bekommen haben."
Auf "eine Watschn zur rechten Zeit", hofft in diesem Zusammenhang Kalajdzic.
Gegenüber "Sky" meint der Stürmer gar: "Auch wenn es komisch klingt, aber mich freut es, dass wir eine auf den Deckel bekommen haben. Nicht, weil wir in den letzten Spielen schlecht performt haben, sondern, weil man einfach sieht, dass du in keiner Sekunden nachlassen darfst - vor allem gegen so einen Gegner."