Endstand
3:3
0:2 , 3:1
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Hartberg beweist Moral: "Da ist Leben in der Mannschaft"

Der TSV Hartberg erkämpft gegen Doublesieger LASK ein 3:3. Dabei stechen vor allem die Joker Jed Drew und Andrija Radulovic hervor.

Hartberg beweist Moral: "Da ist Leben in der Mannschaft" Foto: © GEPA

Der TSV Hartberg erkämpfte gegen Doublesieger LASK ein 3:3 (zum Spielbericht>>>). Nachdem sich die Oststeirer in der Vorwoche nach einer Führung noch über ein spätes Comeback des Gegners geärgert hatten, strahlte die Mannschaft nach dem Remis gegen den LASK über beide Ohren.

Nach einem 0:2 zur Pause und dem späteren 1:3 sah es lange nach einer Niederlage aus. Doch die Hartberger kamen noch einmal zurück.

Jed Drew wurde zur Pause eingewechselt, lieferte den Assist zum 1:2 und erzielte später selbst den Ausgleich. Andrija Radulovic sorgte bei seinem Hartberg-Debüt ebenfalls für Aufsehen.

Drew bringt neue Energie

Nach seiner Verletzungspause war der Auftritt für Drew besonders wichtig. Er habe schon länger auf seine Chance gewartet und in den vergangenen Wochen hart im Training gearbeitet, so der Australier nach dem Spiel bei "Sky".

"Ich glaube, ich habe auf meine Chance gewartet", sagte Drew. Mit seiner Leistung habe er diese Chance nun genutzt. Ganz zufrieden sei er trotz des Comebacks aber nicht, schließlich habe Hartberg nicht gewonnen.

Nach der ersten Halbzeit sei das Remis allerdings ein großer Erfolg. Der LASK habe das Spiel zunächst kontrolliert, nach der Pause habe Hartberg aber deutlich mehr Energie auf den Platz gebracht.

Wilfinger: "Glaube, da ist noch einmal Leben in die Mannschaft gekommen"

Wilfinger: "Glaube, da ist noch einmal Leben in die Mannschaft gekommen"
Andrija Radulovic sorgte kurz nach Wiederanpfiff für den wichtigen 1:2-Anschlusstreffer
Foto: ©GEPA

Auch Fabian Wilfinger sah den Anschlusstreffer just nach Wiederanpfiff als entscheidenden Moment. Hartberg habe in der ersten Hälfte zu wenig Ballbesitz gehabt und die Bälle nicht richtig halten können.

In der Halbzeitpause habe man sich besprochen, wollte es im zweiten Durchgang besser und dem Gegner möglichst schwer machen. Der schnelle Anschlusstreffer habe dabei geholfen.

"Ich glaube, da ist noch einmal Leben in die Mannschaft gekommen", sagte Wilfinger.

Wilfinger, der diese Saison schon auf vielen verschiedenen Positionen und gegen LASK als Rechtsverteidiger zum Einsatz kam, unterstrich zudem seine Variabilität. Er könne taktisch auf mehreren Positionen spielen. Auf der Seite müsse er sich wegen der zusätzlichen Laufarbeit noch etwas umgewöhnen, insgesamt sei es aber "eh ganz okay" gewesen.

Schopp stolz auf die Mannschaft

Schopp stolz auf die Mannschaft
Hartberg-Coach Markus Schopp zeigte sich nach dem Spiel mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden
Foto: ©GEPA

Trainer Markus Schopp war nach dem Comeback stolz auf seine Mannschaft. Das Spiel sei emotional gewesen und die Tore seien jeweils zum richtigen Zeitpunkt gefallen.

"Ich glaube, heute hat da jeder gesehen, dass es ein total emotionales Spiel wurde", sagte Schopp. Vor allem die Reaktion nach dem 0:2 hob er hervor: "Ich bin total stolz heute auf die Mannschaft, weil gegen LASK nach 2:0 zurückzukommen, ist nicht selbstverständlich."

Auch die Joker brachten Schopp zum Schwärmen. Radulovic habe bei seinem neuen Verein mit dem ersten Ballkontakt getroffen und kurz darauf auch noch einen Assist geliefert. Drew habe ebenfalls entscheidende Impulse gebracht.

Radulovic mit Traumdebüt

Rapid-Leihgabe Radulovic feieret einen Einstand, wie ihn sich ein Spieler kaum besser wünschen kann. Schopp hob besonders die Qualität des Serben im Abschluss hervor.

"Er ist ein Spieler, der uns in der letzten Zone unglaubliche Qualität noch geben wird", sagte der Hartberg-Trainer. Radulovic könne mit links und rechts abschließen und habe bei seinen beiden Treffern gezeigt, welche Qualität er mitbringt.

Wenn er die Mannschaft und die Abläufe noch besser kennenlerne, werde Hartberg laut Schopp "noch viel mehr Freude" mit ihm haben.

Für die Oststeirer stand am Ende ein Punkt, der nach dem Spielverlauf der ersten Hälfte anders als letzte Woche wie ein Sieg wirkte und zeigte, wie unterschiedlich sich ein Remis anfühlen kann.

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