Wilfinger: "Glaube, da ist noch einmal Leben in die Mannschaft gekommen"
Auch Fabian Wilfinger sah den Anschlusstreffer just nach Wiederanpfiff als entscheidenden Moment. Hartberg habe in der ersten Hälfte zu wenig Ballbesitz gehabt und die Bälle nicht richtig halten können.
In der Halbzeitpause habe man sich besprochen, wollte es im zweiten Durchgang besser und dem Gegner möglichst schwer machen. Der schnelle Anschlusstreffer habe dabei geholfen.
"Ich glaube, da ist noch einmal Leben in die Mannschaft gekommen", sagte Wilfinger.
Wilfinger, der diese Saison schon auf vielen verschiedenen Positionen und gegen LASK als Rechtsverteidiger zum Einsatz kam, unterstrich zudem seine Variabilität. Er könne taktisch auf mehreren Positionen spielen. Auf der Seite müsse er sich wegen der zusätzlichen Laufarbeit noch etwas umgewöhnen, insgesamt sei es aber "eh ganz okay" gewesen.
Schopp stolz auf die Mannschaft
Trainer Markus Schopp war nach dem Comeback stolz auf seine Mannschaft. Das Spiel sei emotional gewesen und die Tore seien jeweils zum richtigen Zeitpunkt gefallen.
"Ich glaube, heute hat da jeder gesehen, dass es ein total emotionales Spiel wurde", sagte Schopp. Vor allem die Reaktion nach dem 0:2 hob er hervor: "Ich bin total stolz heute auf die Mannschaft, weil gegen LASK nach 2:0 zurückzukommen, ist nicht selbstverständlich."
Auch die Joker brachten Schopp zum Schwärmen. Radulovic habe bei seinem neuen Verein mit dem ersten Ballkontakt getroffen und kurz darauf auch noch einen Assist geliefert. Drew habe ebenfalls entscheidende Impulse gebracht.
Radulovic mit Traumdebüt
Rapid-Leihgabe Radulovic feieret einen Einstand, wie ihn sich ein Spieler kaum besser wünschen kann. Schopp hob besonders die Qualität des Serben im Abschluss hervor.
"Er ist ein Spieler, der uns in der letzten Zone unglaubliche Qualität noch geben wird", sagte der Hartberg-Trainer. Radulovic könne mit links und rechts abschließen und habe bei seinen beiden Treffern gezeigt, welche Qualität er mitbringt.
Wenn er die Mannschaft und die Abläufe noch besser kennenlerne, werde Hartberg laut Schopp "noch viel mehr Freude" mit ihm haben.
Für die Oststeirer stand am Ende ein Punkt, der nach dem Spielverlauf der ersten Hälfte anders als letzte Woche wie ein Sieg wirkte und zeigte, wie unterschiedlich sich ein Remis anfühlen kann.