Admira-Coach Klaus Schmidt: "Möchte gerne bleiben"

 

Nein, Verschnaufpausen gibt es im Profi-Fußball nicht wirklich.

Da hat Klaus Schmidt trotz 0:2-Pleite in Hartberg soeben den Klassenerhalt mit der Admira eingefahren, da stand schon seine unsichere Zukunft im Mittelpunkt des Interesses - befeuert vom Gerücht, dass Andreas Herzog zur neuen Saison in der Südstadt anheuern soll.

"Wie geht es mit mir weiter? Ich setze mir jetzt einmal in den Bus und freue mich auf die Heimfahrt. Da schauen wir, dass wir es sacken lassen können und vielleicht auch einmal ein bisschen singen. Morgen bin ich beim Game 4 zwischen Kapfenberg und Gmunden dabei. Das ist mein Wochenende. Dann schauen wir, was am Montag passiert", wechselt der 53-Jährige bei "Sky" zunächst sogar die Sportart, um einer klaren Ansage zu entgehen.

Letztlich ist der Steirer jedoch als Mann der klaren Worte bekannt, weshalb er kein Geheimnis daraus macht, weiterhin als Coach in der Südstadt bleiben zu wollen:

"Wenn mir der Verein nicht am Herzen liegen würde und ich nicht gerne hier wäre, hätte ich diese Geschichte gar nicht angenommen. Denn im Prinzip war nicht viel zu gewinnen, sondern sehr viel zu verlieren. Deswegen möchte ich einfach bleiben, ganz klar. Aber dazu gehört auch die Meinung der Leute, die das Sagen haben. Aber das ist heute nicht wichtig! Heute ist wichtig, dass wir die Liga gehalten haben."

Pickfeine drei Wochen

Am 26. April überraschten die Südstädter Entscheidungsträger damit, dass sie sich von Damir Buric trennten und Schmidt zurückholten.

Der hatte noch einen laufenden Vertrag, nachdem er im Februar 2020 des Amtes enthoben worden war.

"Wenn man die letzten drei Wochen Revue passieren lässt, hatte ich das Glück, noch einmal zu einem Verein und zu einer Mannschaft zurückzukommen, die ein enormes Herz hat und wo im Vorstand Leute sind, die ihre Dinge, die sie voriges Jahr gemacht haben, eingesehen, einen Schritt zurück gemacht und mich für diese Mission zurück ins Boot geholt haben", so Schmidt, der Flyeralarm-Boss Thorsten Fischer in diesem Zusammenhang namentlich nennt.

Auch wenn man in Hartberg verloren habe und eine Niederlage nie schön sei, müsse man das große Ganz sehen: "Wir haben versucht, die Liga zu halten. Das war meine Mission, und die ist mit dem heutigen Tag erfüllt. Mein großer Dank gilt der Mannschaft, die ich in den letzten drei Wochen eingespannt habe, die sich dagegengestemmt hat, die zusammengerückt ist. Das waren einfach pickfeine drei Wochen."

Leitner: "Wir können gut mit ihm, er kann gut mit uns"

Mit Andreas Leitner macht der Kapitän der Mannschaft kein Geheimnis daraus, unbedingt mit Schmidt weiterarbeiten zu wollen.

"Es wurde oft genug erwähnt, was ich zur damaligen Entlassung zu sagen hatte. Ich würde natürlich sehr gerne mit ihm weiterarbeiten. Das hätte er sich auch verdient. Es verschwindet etwas, dass auch seine erste Amtszeit nicht so schlecht war. Das ist ein bisschen in Vergessenheit geraten. Jetzt war es wieder sehr gut. Wir können gut mit ihm, er kann gut mit uns. Ich wüsste nicht, was dagegen spricht", so der Torhüter.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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