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Veränderte Ibertsberger als Ried-Trainer zu viel?

Nach der überraschenden Trainerentlassung in Ried werden Gründe gesucht.

Veränderte Ibertsberger als Ried-Trainer zu viel? Foto: © GEPA

Noch immer herrscht Rätselraten über die Gründe für das überraschende Aus von Trainer Robert Ibertsberger bei der SV Ried.

Nur neun Liga-Spiele durfte sich der 45-Jährige beweisen, dann wurde ein Schlussstrich gezogen, möglicherweise auch, weil der eigentliche Wunschtrainer nun auch Trainer sein darf. Christian Heinle übernahm im Herbst interimistisch für Andreas Heraf.

Wenn der Co-Trainer mehr Vertrauen genießt

Der Lokalmatador etablierte eine erfrischende Spielweise, es fehlte jedoch die Lizenz.

Seit März ist der 37-Jährige für den UEFA-Pro-Diplom-Kurs zugelassen und rückt bei Ried wieder in die erste Reihe. Zuletzt als Co-Trainer von Ibertsberger gingen die Vorstellungen wohl auseinander.

Deshalb wird als möglicher Grund für das Ibertsberger-Aus in den "OÖN" gemunkelt, dass der entlassene Coach in kurzer Zeit zu viel verändert haben soll.

Dabei soll er schnell von Heinles Erfolgsmodel mit Dreierkette abgekehrt sein und wieder eine Viererkette etabliert haben. Die Entwicklung stand im Vordergrund, wurde nun aber im beinharten Abstiegskampf in der Qualifikationsgruppe zum Bumerang und war plötzlich zu gefährlich.

"Wir sind in einem Abwärtsstrudel drinnen und haben die Einschätzung getroffen, dass in der Konstellation mit Christian die Chancen höher sind, da wieder herauszukommen", heißt es von Ried-Sportchef Thomas Reifeltshammer.

Was auf jeden Fall nach den Aussagen über die Trainer-Entscheidung gesagt werden kann, ist, dass Heinle mehr Vertrauen genießt als Ibertsberger. Deshalb wurde laut Ried eine Ausstiegsklausel genützt.

Vergessen waren dadurch der Einzug ins ÖFB-Cup-Finale oder der jüngste Erfolg im OÖ-Derby gegen den LASK. Mit Heinle soll es über den Sommer hinaus passen.

Mit Nikolaus Schilhan wurde ihm aus der Akademie Verstärkung für das Trainerteam geschickt.

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