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GAK-Krise verschärft sich trotz "Riesenleistung"

Auch gegen Aufsteiger Austria Lustenau gelingt den Grazern kein Befreiungsschlag. Erneut gibt der GAK eine Führung aus der Hand.

GAK-Krise verschärft sich trotz "Riesenleistung" Foto: © GEPA

Beim GAK spitzt sich die sportliche Krise weiter zu!

Die Grazer müssen sich am 12. Spieltag der ADMIRAL Bundesliga bei Austria Lustenau mit 1:2 geschlagen geben (zum Spielbericht >>>).

Dabei führen die "Rotjacken" zunächst, können den Vorsprung aber erneut nicht über die Zeit bringen. Dion Kacuri besiegelt in der ersten Minute der Nachspielzeit die nächste Enttäuschung für die Mannschaft von Gerald Scheiblehner.

Wettbewerbsübergreifend ist es bereits die dritte Niederlage in Serie. Auf einen Pflichtspielsieg wartet der GAK mittlerweile seit sieben Partien. In der Tabelle rutschen die Grazer durch die Pleite sogar auf Rang neun ab und werden von Aufsteiger Lustenau überholt.

Nur ein Sieg unter Scheiblehner

Auch die bisherige Bilanz des Trainers fällt mittlerweile ernüchternd aus. Seit seiner Übernahme am fünften Spieltag konnte Scheiblehner nur eines seiner acht Ligaspiele gewinnen. Viermal gab es ein Remis, dreimal musste sich der GAK geschlagen geben.

Der Punkteschnitt liegt damit bei 0,875 Zählern pro Partie. Vorgänger Ferdinand Feldhofer kam noch auf 1,20 Punkte pro Spiel.

Besonders bitter: Bereits zum vierten Mal unter Scheiblehner verspielen die Grazer eine zwischenzeitliche Führung.

"Wir schenken eigentlich das Spiel her"

Nach der neuerlichen Niederlage hadert Scheiblehner vor allem mit den individuellen Fehlern seiner Mannschaft. "Wir haben kurz vor dem 1:1 auf der Seite zwei Zweikämpfe leichtfertig verloren. Da haben wir den Lustenauern einfach etwas gegeben, was wir ihnen nicht geben dürfen", analysiert der 49-Jährige bei "Sky".

Auch nach dem Ausgleich und dem anschließenden Platzverweis gegen Yannick Oberleitner sieht der Trainer seine Mannschaft lange im Spiel. Umso größer ist der Ärger über die Schlussphase: "Dann haben wir statt einem Konter auf das potenzielle 2:1 für uns einen Ballverlust und bekommen das 1:2."

Sein Fazit fällt entsprechend ernüchtert aus: "Ich denke, wir hätten da verdient mit einem Punkt wegfahren müssen. [...] Dann schenken wir eigentlich das Spiel her."

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Cvetkos Fehler leitet den Gegentreffer zum 1:2 ein
Foto: ©GEPA

"Wir belohnen uns nicht für eine Riesenleistung"

Auch Christopher Cvetko kann die neuerliche Enttäuschung kaum verbergen. Der Mittelfeldspieler sieht seine Mannschaft vor allem kämpferisch auf einem guten Weg, weiß aber auch um die entscheidenden Fehler: "Wir belohnen uns nicht für eine Riesenleistung im Kämpferischen."

Besonders selbstkritisch zeigt sich der 29-Jährige beim entscheidenden Gegentreffer. Nach einem Ballgewinn hätte er die Situation einfacher lösen müssen: "Statt dass ich den Ball einfach tief spiele, wird der Ball abgefangen, und das Gegentor muss ich leider auf mich nehmen."

Für Cvetko ist klar, dass die Mannschaft nun selbst gefordert ist: "Es liegt nur an uns, uns da wieder herauszuziehen." In der Länderspielpause wolle man intensiv arbeiten, um im Herbst noch die Wende zu schaffen.

Schwieriges Programm wartet

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Grazern allerdings nicht. Nach der Länderspielpause warten mit Rapid (Heim), Altach (Heim), Hartberg (Auswärts) und dem SK Sturm (Heim) vier anspruchsvolle Aufgaben.

Scheiblehner hält indes wenig von einem Aktionismus während der Pause. Trotz des erneuten Rückschlags sieht er eine Steigerung: "Wir haben heute einen großen Schritt nach vorne gemacht."

Ob sich diese Fortschritte auch in Ergebnissen niederschlagen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Denn der GAK braucht dringend Punkte, um nicht noch tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen.

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