Check von Austrias "Sturm-Akteuren"

 

Groß war die Aufregung in Graz, als sich die Wiener Austria im Zuge ihres Kaderumbruchs im Sommer mit einigen Spielern von Sturm bzw. mit Sturm-Vergangenheit verstärkte.

Schwaches und ideenloses Scouting nannten es die einen, „gezielte Schwächung eines Kontrahenten“ sagten die anderen zu den violetten Verpflichtungen von Christian Schoissengeyr, Uros Matic, Bright Edomwonyi und James "Jimmy" Jeggo.

Speziell der Transfer von Letzterem sorgte für den größten Unmut im Lager der „Blackies". Schließlich versuchte Sturm-Manager Günter Kreissl wochenlang den 26-Jährigen zu einer Vertragsverlängerung zu bringen, doch dieser unterschrieb schlussendlich lieber bei der Austria.

Vor dem Showdown am Sonntag im Rahmen der 11. Runde (ab 17:00 Uhr LIVE im LAOLA1-Ticker) nimmt LAOLA1 die vier neuen Veilchen unter die Lupe.

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Christian Schoissengeyr (24/Abwehr)

Seit der fünften Runde hat der seit Donnerstag 24-Jährige keine Spielminute mehr verpasst – sowohl in der Liga, als auch im Cup. Im internen Ranking scheint der Innenverteidiger also mittlerweile den fehleranfälligen Igor überholt zu haben. Ganz ohne Aussetzer blieb jedoch auch Schoissengeyr, der vor allem im Spielaufbau nicht immer sattelfest wirkt, nicht. Persönlich gesehen dürfte sich das Engagement bei der Austria schon jetzt ausgezahlt haben. Bei Sturm brachte es der baumlange Verteidiger in der vergangenen Saison auf 749 Bundesliga-Minuten, in Wien sind es bisher schon 540 Minuten. Dafür erzielte er für die "Blackies" drei Tore. Scorerpunkte konnte der in der Dominikanischen Republik geborene Defensivmann für sein neues Team jedoch noch keine sammeln – auch weil ein eigentlich reguläres Kopfballtor in der letzten Runde gegen Altach nicht gegeben wurde. "Wenn ich den gegen Sturm nachholen kann, wäre es umso schöner", gesteht Schoissengeyr in der "Krone".

James "Jimmy" Jeggo (26/Mittelfeld)

Viel wurde über den ablösefreien Wechsel des 26-Jährigen in den vergangenen Wochen und Monaten geschrieben und teilweise geschimpft (Hier zum Nachlesen). Als hätte das Schicksal Mitleid mit so manchen "Hatern", verletzte sich der Australier Mitte Juli schwer und fiel mit einem Riss des Syndesmosebandes im rechten Sprunggelenk rund zweieinhalb Monate aus. Nach einem 45-minütigen Comeback gegen den LASK (0:3) feierte der Blondschopf ausgerechnet beim 2:0-Heimsieg gegen Sturm in der 2. Cup-Runde sein Debüt in der violetten Startelf. Auch in den darauffolgenden Partien spielte er durch. "Ich habe ja die ganz Vorbereitung gemacht und von der Spielpraxis fühle ich mich von Partie zu Partie besser", erklärte Jeggo unlängst auf der FAK-Homepage und fügte hinzu: "Die Mannschaft hat mir die Rückkehr sehr leicht gemacht. Wir haben sehr viel Qualität im Kader, da ist es für mich einfach, dass ich mich auf mich fokussieren kann." In den bisherigen Auftritten hat er jene Tugenden gezeigt, die ihn schon bei Sturm auszeichneten: Wille und Zweikampf-Stärke.

Uros Matic (28/Mittelfeld)

Am 17. Dezember 2016 trug der 28-Jährige zum letzten Mal das Sturm-Trikot, es war sein 22. Pflichtspiel im Dress der Grazer. Danach ging es nach Kopenhagen, wo es jedoch nicht nach Wunsch für den Bruder von Manchester-United-Akteur Nemanja Matic verlief. Deshalb machte sich Sturm Hoffnung auf eine Rückholaktion und war in Form von Günter Kreissl dann sehr überrascht, als der Mittelfeldmann bei der Austria landete (Hier geht’s zur Story). Beim FAK ist Matic gesetzt, kam bisher in jeder Partie zum Einsatz. An die starken Leistungen seiner Sturm-Ära (3 Tore/3 Assists) konnte der Edeltechniker bisher aber in Favoriten (1/2) noch nicht ganz anschließen. Dies liegt womöglich an seiner Position, die im Unterschied zu Sturm nicht in der Zentrale, sondern meistens im linken Mittelfeld angesiedelt ist. Darauf von LAOLA1 angesprochen, antwortet der Serbe diplomatisch: "Ich spiele dort, wo der Trainer mich einsetzt. Falls ich im Tor gebraucht werde, kein Problem, ich habe auch dort Erfahrung. Denn als ich in meiner Kindheit mit meinem Bruder Fußball gespielt hat, hat er mich oft ins Tor kommandiert. Er war der Ältere, also hatte ich keine Wahl (lacht). Im Ernst: Ich fühle mich in der Mitte am wohlsten, kann aber im Mittelfeld jede Position ausüben."

Bright Edomwonyi (24/Stürmer)

Als Letzter der Sturm-Fraktion heuerte der Angreifer bei den Violetten an und unterschrieb am 28. Juni einen Vier-Jahres-Vertrag bis 2022. Verhandelt wurde aber nicht mit den Steirern, sondern mit Rizespor, die den Nigerianer im Jänner 2017 von Sturm verpflichteten, ihn aber im letzten Frühjahr wieder an die Grazer verliehen hatten. Bei der Austria brachte es der bullige sowie pfeilschnelle Angreifer bisher auf acht Liga-Einsätze, dabei gelangen ihm zwei Tore und zwei Assists. Damit ist er neben Kapitän Alexander Grünwald (4) der einzige Austrianer, der in der Liga mehr als ein Mal ins Schwarze getroffen hat. Zuletzt fiel Edomwonyi allerdings wegen Rückenproblemen aus, verpasste dadurch auch das Cup-Duell gegen Sturm. Auch das zweite Kräftemessen mit seinem Ex-Klub wird Edomwonyi verpassen. Aktuell absolviert der Stürmer noch ein Individual-Training, Coach Letsch rechnet aber mit "einer sehr baldigen Rückkehr ins Mannschafts-Training".

Textquelle: © LAOLA1.at

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