FAK-Brasilianer nach Flugzeugabsturz betroffen

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Nach dem tragischen Flugzeugabsturz in Kolumbien, bei dem auch Spieler des brasilianischen Erstligisten Chapecoense ums Leben gekommen sind, ist die Bestürzung in der Sportwelt groß.

Besonders betroffen zeigen sich nach dem Unglück die drei Brasilianer Lucas Venuto, Felipe Pires und Ronivaldo, die bei der Austria unter Vertrag stehen.

"Vorab: Egal, wem so etwas passiert: Das ist traurig, schlimm", sagt Venuto. "Ich empfange brasilianisches Fernsehen zuhause, dort berichten sie seit vielen Stunden über nichts anderes. Die Bilder sind schrecklich – ehrlich gesagt konnte ich gar nicht lange hinschauen…"

"Sie waren in ihrem besten Moment"


Der Offensivspieler, der im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais geboren ist, stand am Dienstag mit seiner Familie in der Heimat in Kontakt. "Auch für sie ist es nicht einfach. Natürlich weiß sie auch, dass wir Fußballer sehr häufig reisen müssen. Solchen Gefahren sind wir alle – nicht nur Profi-Sportler – ausgesetzt."

Das Team von Chapecoense erlangte in Brasilien in den letzten Wochen mehr und mehr an Bekanntheit. „Chapecoense ist ein eher kleinerer Klub. Dass sie das Finale des Südamerika-Cups erreichten, ist als größter Erfolg ihrer Geschichte einzustufen. Sie waren in ihrem besten Moment, voller Euphorie."

"Verein praktisch ausgelöscht"

Auch der ehemalige deutsche Teamspieler und frühere Chapecoense-Profi Paulo Rink hat mit großer Bestürzung auf den Flugzeugabsturz in Kolumbien reagiert. "Das ist eine Riesenkatastrophe. Ich weiß nicht, wie es jetzt mit Chapecoense weitergehen soll. Der Verein ist ja jetzt praktisch ausgelöscht, wenn so viele Spieler nicht mehr da sind", sagt der 43-Jährige der "Rheinischen Post" (Mittwoch).

Rink hatte 1995 eine Saison lang für Chapecoense gespielt und bestritt von 1998 bis 2000 insgesamt 13 Spiele für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft.

Chapecoense sei "ein kleiner, aber sehr engagierter Club, der in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet und sich seinen Platz im brasilianischen Profi-Fußball erkämpft hat", betont Rink.

So reagiert die Fußballwelt auf die Tragödie:



Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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