Endstand
3:1
1:0 , 2:1
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Euphorie beim GAK: "Jetzt kann jeder kommen"

Der Sieg im Kellerduell gegen Blau-Weiß Linz setzt bei den GAK-Akteuren neues Selbstbewusstsein frei. Wenn man den zweiten Erfolg in Serie nicht genieße, sei man selber schuld.

Euphorie beim GAK: "Jetzt kann jeder kommen" Foto: © GEPA

Gelöste Stimmung bei allen "Roten" in Graz: Nach dem Sieg vergangene Woche bei Rapid legt der GAK im Duell der beiden Nachzügler nach und feiert gegen Blau-Weiß Linz einen immens wichtigen 3:1-Erfolg (zum Spielbericht >>>).

Damit hat man nun fünf Punkte mehr am Konto als die Linzer und vor allem das Gefühl, dass das "Werkl" läuft.

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Dieses Gefühl war nicht nur den Fans der Rotjacken anzumerken, auch Coach Ferdinand Feldhofer, der nach anfänglich elf Runden ohne Sieg schon ein wenig mit dem Rücken zur Wand stand, stimmte im "Sky-Interview" euphorische Töne an: "Wenn wir das jetzt nicht genießen, sind wir selber schuld."

Dafür gebe man alles, arbeite man hart. "Und wir haben nicht immer so schöne Zeiten gehabt in der Vergangenheit, generell auch der GAK, wo der herkommt. Also das ist schon Balsam für alle Fans und Beteiligten. Großes Kompliment an die Mannschaft, man hat einen unglaublichen Teamspirit gesehen in den letzten Wochen, speziell auch heute."

Harakate? "Den müssen wir in Ruhe lassen"

Man habe viele gute Hebel gefunden, wo ein guter Output herausschaue und Spieler, die Gefahr ausstrahlen und treffen. Einer dieser Hebel ist wohl Ramiz Harakaté, der nach seinem Treffer bei Rapid auch gegen die Linzer wirbelte, ein Tor erzielte und einen Elfmeter herausholte.

Der junge Franzose gebe immer Gas, freute sich Murat Satin, der selbst mit einem schönen Weitschusstor in der vierten Minute die Weichen auf Sieg stellte: "Den müssen wir in Ruhe lassen. Er funktioniert gerade, das passt. Er ist ein super Junge und macht sein Ding."

Ein weiterer Hebel ist der Teamgeist in der Mannschaft. Feldhofer: "Man sieht eine Mannschaft, wo einem das Herz aufgeht. Wenn ich daran denke, dass Schiestl in der letzten Minute nochmal einen 60-Meter-Sprint macht und das Out herausholt, das gefällt mir sehr."

"Aus wenig viel gemacht"

Denn Blau-Weiß Linz hätte den Grazern das Leben nicht einfach gemacht, mit Ronivaldo und Weissman immer wieder Gefahr erzeugt, ist sich der Trainer bewusst: "Da waren wir zwischendurch auch mal glücklich."

Womit man beim dritten Hebel wäre, der den Sieg ermöglichte: Die Effizienz. "Wir sind vor dem Tor zu unseren Chancen gekommen und haben eigentlich aus wenig viel gemacht", so Satin. "Wir spielen ja jedes Spiel auf Sieg, kämpfen uns jede Woche durch, und heute war es uns extrem wichtig, weil der Vorletzte gegen den Letzten gespielt hat."

Vor allem konnte man bestätigen, dass Siege wie gegen Rapid keine Eintagsfliege sein müssen. "Den Sieg bei Rapid haben wir mit dem heutigen Sieg gekrönt."

Spezielles Spiel wartet

Dieses neu erlangte Selbstvertrauen wird man auch am kommenden Wochenende brauchen, wenn es im Derby gegen Sturm geht. "Das gibt uns Vertrauen in unseren Plan. Jetzt kann jeder kommen, weil wir spielen unser Spiel", meinte Satin.

Und Feldhofer: "Ich glaube, dass noch mehr Potenzial in der Mannschaft ist, aber wir müssen immer an die Grenze kommen, und das haben wir heute bewiesen."

Den nächsten Beweis könnte man schon nächste Woche liefern, und nach Rapid und Blau-Weiß Linz dem nächsten kriselnden Team ein Bein stellen.


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