"Da ist jetzt deutlich mehr Positivität, die wir in die nächste Woche mitnehmen können.
Auch Johannes Hoff Thorup befand: "Wir haben das Spiel kontrolliert. Vielleicht nicht die großen Chancen gehabt, aber ihren Druck gut in der Hand gehabt und damit ein Spiel gesehen, das wir so wollten."
Aber dann kam eben der erneute Lapsus. "So einen hab ich von Romeo noch nie gesehen, auch nicht im Training", wunderte sich Horn über den Pass, dem gar nicht anzusehen war, wem er wirklich galt - so perfekt kam er für Kelvin Boateng.
"Diese zehn Minuten haben an uns genagt, das hat man gemerkt."
Hollywood produziert keinen Kassenschlager
Lange Zeit der zweiten Hälfte wirkte es dann nicht so, als könnte Rapid noch Zählbares mitnehmen. Das änderte sich auch nicht, als Hoff Thorup mit Kara, Janis Antiste und Yusuf Demir auf "Hollywood" umstellte. Das hätte der Austria allerdings wieder mehr Räume gegeben, statt für mehr Gefahr zu sorgen.
"Wir waren nicht mehr gut in den Zweikämpfen, hatten viele leichte Ballverluste und haben uns anstecken lassen", monierte Horn.
Weil die Austria den Deckel aber nicht draufmachte, war der Lucky Punch zum 1:1 doch möglich.
Verdient? Unverdient?
Auch das Derby wird genug Stoff zur Aufarbeitung bei Rapid bieten, nicht ganz so kritisch wie nach dem 0:2 gegen Sturm.
"Es gab in der ersten Hälfte viel Positives, mit Ausnahme der wenigen Chancen. Da sollten wir angesichts der Pässe und des Ballbesitzes mehr haben", befand Hoff Thorup.
Dass die Eigenfehler abgestellt gehören, sowieso: "Es braucht nur eine Situation, um dieses Momentum und das Selbstvertrauen zu verlieren. Und das kann dann das ganze Spiel verändern."
Über "verdient" und "unverdient" wolle der Däne im Fußball prinzipiell nicht sprechen, aber die Gesamtabrechnung des Spiels hätte einen "Nuller" sehr schmerzhaft gemacht. "Und das macht einen großen Unterschied, denn da ist jetzt deutlich mehr Positivität, die wir in die nächste Woche mitnehmen können."