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Derbysieger LASK erfreut die "schöne Dramaturgie"

Zum wiederholten Mal kann der LASK in den Schlussminuten ein Spiel drehen. Dafür gibt es vom Trainer ein Sonderlob.

Derbysieger LASK erfreut die "schöne Dramaturgie" Foto: © GEPA

Der LASK fährt mit dem 4:2-Sieg über die SV Ried wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft ein (zum Spielbericht >>>).

Bis kurz vor Schluss blieb das Spiel offen, ehe Usor und Danek in den letzten Minuten die Siegtreffer erzielten.

Im Sky-Interview nach dem Spiel lobt LASK-Coach Kühbauer die Siegermentalität seiner Spieler: "Ich muss der Mannschaft ein Riesenlob aussprechen, weil es ist jetzt nicht das erste Mal, dass sie in Rückstand liegen und dann hinten raus trotzdem noch das Spiel gewinnen. Das spricht für eine richtig gute Einstellung und Mentalität."

"Das können sie besser"

Rund um zufrieden ist der Burgenländer mit seinen Linzern allerdings nicht. Nach der 15. Minute legte der LASK die eigene Spielanlage bereits auf Verwalten aus und tat immer weniger für das Spiel. Das rächte sich beinahe im Ergebnis.

"Wir haben es dann ein bisschen zu auf die leichte Schulter genommen. Das darf nicht sein. Ich weiß, was sie können. Das, was sie nach der 15. Minute gespielt haben, das können sie besser", tadelt er seine Mannschaft.

Der zweifache Assistgeber Sasa Kalajdzic stimmt seinem Trainer überein: "Ein Derby ist immer etwas Spezielles, aber wir hätten uns das Leben nicht unnötig schwer machen müssen."

Auf seine persönliche Leistung angesprochen, zeigt sich der ÖFB-Stürmer zufrieden. In der LASK-Offensive fühlt sich Kalajdzic mit allen seinen Mitspielern wohl und passt sein Spiel dementsprechend an die Kollegen an: "Wie gesagt, es ist so, wie der Trainer aufsteht. Ich versuche, meine Mitspieler in Szene zu setzen, oder sie mich. Wir erkennen unsere Stärken und müssen uns ergänzen"

Emotionale Schlussminuten

Die Schwierigkeit des OÖ-Derbys sorgte in den letzten Spielminuten auch für eine emotionale Erleichterung: "Die Dramaturgie ist ja noch schöner. Wenn du dann kurz vor Ende des Spiels dann noch das 3:2 machst, da bricht ja alles zusammen - emotional. Und das 4-2 von Christoph war dann noch die Draufgabe."

Am Freitagabend festigte Rapid mit dem fulminanten 6:0 über den WAC ihre Spitzenposition in der Liga weiter (zum Spielbericht >>>). Der Rückstand des LASK auf Rapid wurde mit dem Sieg im Oberösterreich-Derby mit acht Punkten nicht vergrößert.

Für Trainer Didi Kühbauer ist dieser Abstand aktuell kein Thema: "Es ist jetzt nicht unser erstes Ziel, auf Rapid zu schauen, sondern wir schauen auf unsere Spiele. Denn die müssen wir beeinflussen, alles andere können wir nicht beeinflussen."

Nur zehn Leute im Training

Die kommenden Wochen werden in einer anderen Art und Weise herausfordernd. Durch die Top-Leistungen der LASK-Spieler wurden viele Akteure zu den Nationalteams einberufen. Durch diesen Umstand hat Kühbauer einen Personalschwund zu beklagen: "Diese Woche werde ich mit zehn Leuten trainieren, da kannst du keine Inhalte trainieren."

"Natürlich werden wir dann auch regenerieren, das ist ganz klar, aber ich habe jetzt wirklich sehr wenige Spieler. Einerseits ist es eine Bestätigung von den Leistungen meiner Jungs, die in verschiedenen Nationalteams sind, andererseits hast du es als Trainer schon gern, wenn du alle zusammen hättest"

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