Der "sensationelle" Jörg Siebenhandl

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"Andere parken den Bus, wir haben Jörg Siebenhandl", lässt der SK Sturm via "Twitter" ausrichten.

Nach dem torlosen Remis im Nachtragsspiel beim Wolfsberger AC haben die Grazer gut lachen. Wäre es nach dem Spielverlauf gegangen, wäre für die Steirer in Kärnten nämlich nichts zu holen gewesen. Oder wie es Trainer Christian Ilzer bei "Sky" ausdrückt: "Wenn man nach 30 Minuten einen Ausschluss hat… Da schalte ich daheim normalerweise den Fernseher aus, wenn so etwas passiert."

Doch der SK Sturm hat einen Mann im Tor, der in dieser Saison nicht erst einmal über sich hinausgewachsen ist. Nach dem ersten Bundesliga-Spiel des neuen Jahres darf behauptet werden: Siebenhandl hat seine glänzende Form über die kurze Winterpause hinweg konserviert.

Die WAC-Offensive verzweifelte mehrmals an den Paraden des 30-Jährigen. "Es ist ganz gut gelaufen für mich", grinst der Wiener, der seinem Team den Punkt festgehalten hat.

"In den Kopf des Spielers reinkommen"

Der Höhepunkt: Der Elfmeter von Michael Liendl in der 29. Minute, den Siebenhandl pariert hat. Unmittelbar davor hatte Amadou Dante wegen des Torraubs an Dario Vizinger Rot gesehen. "Da muss man ein bisschen in den Kopf des Spielers reinkommen, das ist mir diesmal geglückt. Und ich habe mich dann noch für die richtige Richtung entschieden", freut sich der Keeper.

Es sei aber auch festgehalten, dass Liendl in seiner Karriere schon weitaus bessere Elfmeter geschossen hat. "Der war einfach schlecht geschossen. Es tut mir sehr, sehr leid", ärgert sich der WAC-Kapitän. Aber auch er muss zugeben: "Sturm hat heute einen überragenden Tormann drinnen gehabt." Es war das erste Mal in dieser Bundesliga-Saison, dass den "Wölfen" kein Treffer gelungen ist.

Und damit prolongiert Siebenhandl, der am Montag seinen 31. Geburtstag feiert, seine Torsperre, die inzwischen schon 454 Minuten anhält. Es war das fünfte Meisterschaftsspiel en suite ohne Gegentor, das achte in dieser Saison insgesamt. Lediglich fünf Gegentreffer haben die Steirer bisher kassiert.

"Großes Kompliment, Shampoo!"

"Sensationell", beurteilt Stefan Hierländer die Leistung der Grazer Nummer eins. Der Sturm-Kapitän weiter: "Ich lobe Jörg nicht so oft, aber er ist ein wichtiger Teil in unserem Spiel und hat heute wieder gezeigt, dass er zurecht erst fünf Gegentore kassiert hat. Großes Kompliment, Shampoo!" Die Arnautovic'sche Respektbekundung - eine Verballhornung des gängigen "Chapeau" - dürfte in der Sturm-Kabine ein Running Gag sein...

Sehr nüchtern analysiert indes Trainer Ilzer die Leistung seines Goalies: "Er ist da, damit er zwei, drei Bälle hält. Das hat er heute auch wieder gemacht."

Weniger glücklich war sein Gegenüber Ferdinand Feldhofer: "Vor dem Spiel wäre ein 0:0 für uns wahrscheinlich okay gewesen, nach diesem Spiel trauert man aber einem Sieg nach." Die gute Nachricht für den WAC: Das nächste Duell mit Siebenhandl steht erst in rund einem Monat, am 21. Februar, am Programm.

Textquelle: © LAOLA1.at

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