Ebenbauer: LASK-Entscheidung dauert noch

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Die endgültige Entscheidung über das Urteil des LASK nach dessen Corona-Vergehen könnte die österreichische Bundesliga noch vor gehörige Probleme stellen.

Wie die UEFA gestern bekanntgab, will sie bis zum 3. August von jedem Landesverband die Europacup-Vertreter für 2020/21 genannt bekommen.

Wann bezüglich der Bundesliga-Tabelle endgültig Klarheit herrscht, ist noch ungewiss. Der LASK hat bekanntlich Einspruch gegen den Punkteabzug von sechs Zählern eingelegt.

Entscheidung dauert noch

Dies könnte dann zum Problem werden, wenn der Linzer Einspruch, der gestern fristgerecht beim Protestkomitee abgegeben wurde, abgeschmettert und das Ständige Neutrale Schiedsgericht mit der Behandlung des Falles betraut wird.

Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer rechnet in diesem Fall mit einer endgültigen Entscheidung erst Ende August. Er rechnet bei "Sky" vor:

"Nach dem Protestkomitee ist der verbandsinterne Instanzenzug abgeschlossen, dann besteht aufgrund des Schiedsvertrages der Bundesliga mit jedem einzelnen Verein - in dem Fall mit dem LASK - die Möglichkeit, Schiedsklage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht einzubringen. Da gibt es eine Klagfrist von vier Wochen, danach muss sich das Schiedsgericht zusammensetzen und auch die Verhandlung durchführen."

Für Ebenbauer ergibt sich daraus "natürlich keine günstige Situation", der 44-Jährige betont allerdings: "Das liegt aber am Fristenlauf, weil das rechtsstaatliche Prinzip an sich ja wichtig und notwendig ist."

Ebenbauer hofft auf ehere Klärung

Ebenbauer bringt aber auch die Hoffnung auf, dass die Angelegenheit schon nach der Entscheidung des Protestkomitees erledigt ist, oder dass der LASK sich am Ende sportlich so platziert, dass er durch die Punkterückerstattung keinen Sprung in der Tabelle machen kann. "Man muss mit der Situation klar kommen, das Beste daraus machen und immer hoffen, dass es vielleicht nach der nächsten Instanz zu Ende ist, oder dass es keinen Einfluss auf den sportlichen Wettbewerb hat", so Ebenbauer.

Die Möglichkeit, Anzeige gegen die Herren Siegmund Gruber (LASK-Präsident), Jürgen Werner (LASK-Vizepräsident) und Valerien Ismael (LASK-Trainer) einzubringen, hat Ebenbauer indes noch nicht genutzt, er hält sich diese Option aber offen:

"Wir haben den Akt gesichtet und uns damit auseinandergesetzt, in weiterer Folge warten wir jetzt das Protestverfahren ab, weil der Senat 1 vor Abschluss des Protestverfahrens gar keine Entscheidung treffen würde. Das wollen wir uns anschauen, bevor wir entscheiden, ob wir Anzeige erstatten und gegen wen wir Anzeige erstatten."

Kontakt zwischen Schicker und El Maestro "Fakt"

Bereits Anzeige eingebracht hat die Bundesliga allerdings gegen Sturm-Coach Nestor El Maestro, nachdem dieser sich trotz Funktionssperre in der Pause des Spiels der Grazer gegen Hartberg mit Sportdirektor Andreas Schicker im Teambus getroffen haben soll, um sportliche Anweisungen weiterzugeben.

"Wir haben uns den Spielbeobachter-Bericht angesehen und auch bei Sturm nachgefragt. Fakt ist, dass es Kontakt gegeben hat. In welcher Länge und ob über das Spiel oder Spielszenarien gesprochen wurde, konnten wir nicht feststellen. Aber aus unserer Sicht ist es so, dass wir das auf jeden Fall überprüfen wollen", gibt sich Ebenbauer nicht mit der Grazer Erklärung, El Maestro habe im Teambus einen dringenden Toilettengang erledigt, während Schicker nach einem Ladekabel suchte, zufrieden.

Textquelle: © LAOLA1.at

Rapid Wien hadert erneut mit dem Verletzungsteufel

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare