news

Bundesliga-Bilanz: Transfer-Kaiser und Rückgänge

Die Transfer-Bilanz der Bundesliga mit interessanten Auffälligkeiten:

Bundesliga-Bilanz: Transfer-Kaiser und Rückgänge

In der Transferzeit geht es bekannterweise drunter und drüber, da kann man schon mal den Überblick verlieren. Am Montag endete die Winter-Übertrittszeit in der Tipico Bundesliga und der 2. Liga.

Bis 17 Uhr hatten die Klubs die Möglichkeit, Neuzugänge bei der Bundesliga anzumelden – und sie nahmen diese Möglichkeit insbesondere am "Deadline-Day" sehr stark in Anspruch. Gleich 25 Neuanmeldungen von insgesamt 16 Klubs sind dieses Mal am letzten Tag der Transferzeit eingelangt, damit wurden rund 30 Prozent der insgesamt 88 Transfers am letzten Tag abgewickelt. Zum Vergleich: in der Vorsaison waren es elf, im Jahr zuvor 15 Neuzugänge am letzten Tag der Transferperiode.

Mit jeweils 44 Neuzugängen wurden in der Bundesliga und 2. Liga genau gleich viele Neuzugänge registriert, ein Plus von 2 Neuzugängen im Gesamt-Vergleich zum Winter-Transferfenster des Vorjahres.

Was in dieser Bundesliga-Transferzeit auffällig war, wer der Transfer-Kaiser ist und welche Auffälligkeiten es gab, ist hier zusammengefasst:

Bundesliga: Transferkaiser Salzburg

Insgesamt verzeichneten die Klubs der Tipico Bundesliga in diesem Winter 44 Neuzugänge (Winter 2019/20: 36), davon entfällt allerdings ein Viertel auf den FC Red Bull Salzburg, der mit elf Neuen der in dieser Hinsicht aktivste Klub der Liga war.

Von "Transferkaiser" Salzburg abgesehen, verzeichneten die Klubs der Tipico Bundesliga durchschnittlich drei Neuzugänge pro Klub (entspricht genau dem Vorjahresschnitt). Lediglich die WSG Swarovski Tirol und der SK Rapid Wien haben keinen Neuzugang vermeldet.

Neuzugänge Tipico Bundesliga:

FC Red Bull Salzburg 11

spusu SKN St. Pölten 5

FC Flyeralarm Admira 5

CASHPOINT SCR Altach 5

FK Austria Wien 4

TSV Prolactal Hartberg  4

RZ Pellets WAC 3

LASK 3

SV Guntamatic Ried 3

SK Puntigamer Sturm Graz 1

WSG Swarovski Tirol 0

SK Rapid Wien 0

2. Liga: Leichter Transferrückgang

In der 2. Liga konnte in Punkto Neuzugänge ein Rückgang von 12 Prozent (von 50 auf 44) im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden. Am aktivsten war der SV Horn mit sieben Neuen, gefolgt von Wacker Innsbruck mit sechs Neuzugängen - die größte Kontinuität herrscht bei SK Rapid II und dem FC Liefering, die jeweils ohne Neuzugänge ins Frühjahr starten. Fünf Spieler – gleich viele wie im Vorjahr - haben diesen Winter die Drehscheibe 2. Liga als Sprungbrett in die Tipico Bundesliga genutzt.

Neuzugänge 2. Liga:

SV Horn 7

FC Wacker Innsbruck 6

KSV 1919 4

SK Austria Klagenfurt 4

Young Violets Austria Wien 4

SK Vorwärts Steyr 3

SKU Ertl Glas Amstetten 3

FC Mohren Dornbirn 1913 3

Grazer AK 1902 2

FAC Wien 2

SV Licht Loidl Lafnitz 2

FC Blau Weiß Linz 2

SC Austria Lustenau 1

FC Juniors OÖ 1

SK Rapid II 0

FC Liefering 0

Nationen & Destinationen:

Rund die Hälfte der Neuzugänge sind Österreicher, gefolgt von Deutschland (11 Spieler), Ghana (5 Spieler), Kroatien und Mali (je 3 Spieler). Rund ein Drittel der Neuzugänge der Tipico Bundesliga ist innerhalb Österreichs gewechselt, gefolgt von Deutschland (10 Transfers), den USA und Mali (je 3 Transfers).

Für jene Spieler, die Österreich verlassen haben, war einmal mehr Deutschland das beliebteste Ziel: 6 Spieler wechselten ins Nachbarland. Weitere begehrte Transferziele waren die Türkei (vier Spieler), die Niederlande, Kroatien und Italien (jeweils zwei Spieler).

Talente & Routiniers:

Der jüngste Neuzugang war Rocco Zivkovic, der Innenverteidiger des FC Red Bull Salzburg ist am 21. Jänner 16 Jahre alt geworden.

Doppelt so alt wie der 2005 geborene Zivkovic ist der älteste Neuzugang dieser Transferperiode: Der argentinische Stürmer Danilo Carando wurde im vergangenen August 32 Jahre alt und wechselte Ende Jänner zum CASHPOINT SCR Altach.

Corona-Auswirkungen – Rückgang bei Gesamttransfers

Nachdem nun beide Transferfenster dieser Saison geschlossen sind, lässt sich nun auch eine erste Gesamt-Transferbilanz im Hinblick auf Auswirkungen durch die Corona-Krise ziehen.

Im Vergleich zu den Vorsaisonen 2018/19 (331 Neuzugänge) und 2019/20 (317 Neuzugänge) haben die Klubs in dieser Saison mit insgesamt 298 Zugängen doch deutlich zurückhaltender agiert – und im Vergleich zu den Vorsaisonen im Schnitt auf zumindest einen Transfer verzichtet.

Kommentare