Für die Vereine ist nicht nur das Verbandsrecht maßgeblich, sondern auch das Unternehmensrecht. "Hier ist vorgesehen, dass jedes Unternehmen bei einer krisenhaften Entwicklung prüfen muss, ob der Fortbestand gesichert oder gefährdet ist", so Landthaler. Das eruieren nun die Clubs. "Wir werden hier als Bundesliga sicher nicht strenger sein, als es das österreichische Gesellschaftsrecht vorsieht", kündigte Landthaler an.
Reger Austausch mit Sportministerium
Eine wichtige Rolle spielt dieser Tage auch das Sportministerium, mit dem man sich in regem Austausch befindet. "Hier geht es darum, die zweckmäßigste Möglichkeit zu finden, um unseren Clubs, die massiv von der Krise betroffen sind, Ausgleichszahlungen oder Liquidität zukommen lassen zu können", schilderte der Ex-Rapid-Finanzchef.
Momentan gehen noch alle davon aus, dass die Saison, in der "nach 69 Prozent der Spiele bereits 78 Prozent des Brutto-Werbewertes der Vorsaison erreicht werden konnte", zu Ende gebracht werden kann. Das Szenario der Abbruchs hängt aber als Damoklesschwert über den Clubs. Die wären im Fall der Fälle klarerweise unterschiedlich betroffen. "Man kann das nur von Club zu Club beurteilen, eine pauschale Aussage kann man da nicht machen", so Landthaler. Viel hänge dabei auch insgesamt vom Zeitpunkt des Abbruchs sowie den Verhandlungen mit den Partnern ab.