Meistergruppe? WAC mit Kampfansage an Top-Sechs

 

Der WAC hat es schon wieder getan! Zum bereits dritten Mal in Folge schaffen es die Lavanttaler nach dem Grunddurchgang in die Top-Sechs und greifen künftig in der Meistergruppe an.

"Jetzt heißt es durchschnaufen", lautet die Devise von WAC-Interimstrainer Roman Stary nach dem fulminanten Auswärtssieg bei der Wiener Austria (Spielbericht >>>).

In seinem erst dritten Spiel an der Wolfsberger Seitenlinie erlebte der Feldhofer-Ersatzmann einmal mehr ein Torfestival. Dem 4:0-Erfolg in Ried folgte eine bittere 3:5-Heimpleite gegen die WSG Tirol, ehe die finale Etappe in Wien mit 5:3 gemeistert wurde. Summa summarum sah Stary in nur 270 Spielminuten stolze 20 Tore, also im Schnitt alle 13,5 Minuten einen Treffer.

"Da ist schon ein bisschen Action vorhanden", hat Stary im "Sky"-Interview gut lachen: "Die Mannschaft hat es sich aber verdient."

Stary: "Dachte, wir schaffen Meistergruppe vorher"

Als Selbstläufer entpuppte sich der Kampf um die obere Tabellenhälfte aber nicht. Nach der erfolgreichen Vorsaison zogen mit Lukas Schmitz und Shon Weissman - eines der wichtigsten Puzzlestücke - zwei absolute Stammspieler weiter. Mit der zweiten Teilnahme an der UEFA Europa League gab es im Lavanttal neuerlich eine Doppelbelastung.

"Der Start war holprig, wir waren lang unter dem Strich", lässt Stary den bisherigen Saisonverlauf Revue passieren. Während in der heimischen Liga die Ergebnisse ausblieben, wurde zumindest im Europacup mit der Teilnahme am Sechzehntelfinale Klub-Gesichte geschrieben. Vor dem Cup-Halbfinale gegen den LASK ging das Pulverfass zwischen dem nunmehrigen Ex-Coach Ferdinand Feldhofer und Leitwolf Michi Liendl aber hoch.

In die Bresche sprang interimistisch Sportkoordinator Stary, der seit einem Jahr beim WAC tätig ist. Mit dem 47-jährigen Wiener kehrte der Spielwitz beim WAC zurück. "Eigentlich dachte ich, wir schaffen die Meistergruppe vorher", meint Stary mit Blick auf die WSG-Pleite aus der Vorwoche: "Umso größer ist die Freude jetzt. Es ist eine gewisse Erleichterung, dass wir es geschafft haben nach den letzten Wochen."

Liendl: "Vielleicht zu locker genommen"

(Text wird unter dem Video fortgesetzt.)

"Es ist ein riesen Ballast von der Mannschaft abgefallen, weil es zuletzt sehr turbulant war", schnauft auch Torhüter Alexander Kofler nach dem Spiel durch: "Wir haben die beste Ausgangspositon von allen gehabt. Aber im Hinterkopf ist es natürlich immer, dass wir den Vorsprung noch verspielen können. Wir haben uns das Leben teilsweise selber schwer gemacht. Jetzt ist eine Erleichterung da, weil die Meistergruppe ein großes Ziel war."

Dabei fassen sich die WAC-Akteure auch selbst an die Nase, schließlich konnte die Austria trotz 1:4-Rückstands in der Schlussphase auf 3:4 herankommen. "Mit dem 4:1 waren wir zu fahrlässig und nicht aggressiv genug", analysiert Kapitän Michael Liendl trocken:

"Vielleicht haben wir es unterbewusst zu locker genommen. Mit den Auswechslungen hat die Austria viel Schwung reingebracht, dann wirst du eben bestraft. Am Ende sind wir aber überglücklich."

Meistergruppe? WAC mit Kampfansage

Nach zwei Meistergruppen-Teilnahmen ist die Erwartungshaltung im Lavanttal verständlicherweise gestiegen. Ein Platz unter den Top-Sechs galt quasi als Muss, wie auch Liendl gesteht:

"Wenn du mit so einer Qualität am Platz stehst wie wir, ist der Anspruch Meistergruppe klar. Diesem Anspruch müssen wir uns stellen. Dass es brutal schwer ist, haben wir dieses Jahr - vor allem mit der Doppelbelastung - gesehen. Daher ein riesiges Kompliment an die ganze Mannschaft für diesen Erfolg. Es spricht für den Verein und die Spieler."

In den kommenden "zehn Endspielen" (Stary) planen die "Wölfe" einen Angriff auf die vorderen Ränge. Der Idealfall? "International spielen", so Stary, der ergänzt: "Das können wir ganz gut, wie man in diesem Jahr gesehen haben. Wir werden alles daran setzen, wollen Punkte sammeln. Durch die Halbierung sind wir wieder voll dabei."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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