Schiri-Boss kündigt nach Fehlern Konsequenzen an

Schiri-Boss kündigt nach Fehlern Konsequenzen an Foto: © GEPA
 

Es gab sicher schon bessere Bundesliga-Runden für Österreichs Schiedsrichter als die 29. am vergangenen Wochenende. Kapitale Fehlentscheidungen in fast allen Stadien prägten das Bild und befeuerten die Diskussionen um den für die kommende Saison geplanten Video Assistant Referee (VAR).

Am Dienstag bezieht Robert Sedlacek, Vorsitzender der Schiedsrichter-Kommission, in der "Krone" Stellung zu den Fehlpfiffen des Wochenendes und kündigt Konsequenzen an.

"Das Wochenende war nicht das Gelbe vom Ei. Wir müssen uns der Sache stellen. Manche Fehler sind unerklärlich. Etwa der zweite Strafstoß beim LASK", nimmt Sedlacek kein Blatt vor den Mund.

Anders als Regelreferent Gerhard Gerstmayer am 30. April. Der warnte in einem Rundschreiben nämlich nur vor "Schlampigkeitsfehlern" und bat darum, den "wirklich positiven Status in der Öffentlichkeit zu festigen und erhalten."

Ob diese Wahrnehmung tatsächlich so positiv ist, darf zumindest leise bezweifelt werden - nach den Entscheidungen zuletzt erst recht.

Sedlacek bezeichnet das Rundschreiben als "versuchten Weckruf", der augenscheinlich sein Ziel verfehlte. Die "Rettung" Video Assistant Referee sieht der 65-Jährige übrigens nicht.

"Wir beschäftigen uns derzeit zu viel damit, er wird helfen, aber er kann uns die Entscheidung nicht abnehmen", meint er und verweist auf die schwer zu beurteilende Elfmeter-Szene in Wien-Hütteldorf beim Spiel zwischen Rapid und dem WAC. "Da wäre auch der VAR ins Schleudern gekommen", so Sedlacek, der den Zweikampf zwischen Barac und Wernitznig als Schiedsrichter-Beobachter live im Stadion sah.

Unruhe will der erfahrene Funktionär in der Meisterschafts-Endphase jedenfalls nicht aufkommen lassen. "Ruhe bewahren. Wir wissen, dass es um viel geht."

Und die angedrohten Konsequenzen für die Unparteiischen? Sedlacek: "Die, die fehlerhaft agiert haben, werden nicht mehr eingesetzt."


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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