Pichler: "Perfekter Trainer für junge Spieler"

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Mit der knappen Last-Minute-Niederlage gegen den WAC verpasste die Wiener Austria einen Befreiungsschlag nach mühsamen Wochen in der Liga. Für Austria-Offensivspieler Benedikt Pichler ist die 2:3-Niederlage symptomatisch für die bisherige Saison.

"Gestern war symbolisch dafür, in welcher Phase wir uns befinden. Wir arbeiten jede Woche hart, haben viele junge Spieler, man sieht bei jedem, dass er weiterkommen will, kann keinem den Willen absprechen. Es ist schwierig nach jedem Spiel heimzufahren und sich die Frage zu stellen, woran es gelegen hat", spricht Pichler die schwierige sportliche Situation in Favoriten - in der Sky-Sendung "Dein Verein" - an.

Und führt weiter aus: "In vielen Phasen sind wir nicht chancenlos, haben auch unsere Spielanteile, derzeit reicht es nicht, um Spiele zu gewinnen. In die Phase müssen wir uns wieder reinkämpfen, dass solche Spiele wie gestern auf unsere Seite kippen und nicht auf die vom Gegner."

Riesenprivileg für Austria zu spielen

Mit seiner eigenen Entwicklung ist Pichler grundsätzlich zufrieden. Nach seinem Wechsel aus der 2. Liga hofft er zukünftig auf Erfolge mit den Violetten: "Ich habe einen Riesenschritt von der zweiten Liga zum Rekordmeister gemacht und sicherlich merkt man einen Unterschied von der Erwartungshaltung. Was normal ist und gut ist. Es ist ein Privileg, dass man so eine Fangemeinde hinter sich hat. Es gibt nichts Schöneres im Fußball als mit so einem Verein erfolgreich zu sein. Das ist die Vision, die ich in meinem Kopf habe und für die ich kämpfen will."

Aus der schwierigen Situation herauskämpfen müsse man sich selber. Von mangelnder Einstellung oder schlechter Stimmung innerhalb der Mannschaft will der 23-Jährige nichts wissen: "Ich finde unseren Teamspirit in Ordnung, es liegt an jedem von uns, dass er bei sich selbst anpackt und dafür kämpft, dass wir wieder in die Spur finden."

Auch die scharfe Kritik von seinem routinierten Teamkollegen Markus Suttner stört Pichler nicht: "Ich finde sowas eigentlich cool, dass einer das sagt, was er sich denkt, ohne Angst davor zu haben, dass der eine oder andere die Augen verdreht."

Als junger Spieler müssen man sich in der Hierarchie unter den gestandenen Spielern einreihen, weiß Pichler: "Ich habe das nicht persönlich aufgenommen, ich mache mir genug Gedanken, was ich besser machen kann. Ich finde es nicht schlecht, dass ein erfahrener Spieler laut wird und die Richtung vorgibt. Ich sehe nichts Negatives daran."

Stöger ist ein perfekter Trainer

Nur lobende Worte findet der Außenstürmer für seinen Trainer Peter Stöger. Neben seinem Job als Geschäftsführer Sport betreut der Ex-Köln- und -BVB-Trainer die Austria in dieser Saison auch an der Seitenlinie.

Eine goldrichtige Entscheidung, wie Pichler findet: "Es ist ein Riesenunterschied, weil man weiß, was er schon erreicht hat, was er für ein Persönlichkeit ist. Es ist ein Geschenk für jeden jungen Spieler, dass er uns jetzt trainiert und eine Riesenchance für jeden von uns."

Mit so einem erfolgreichen Trainer zusammenzuarbeiten, ist für den zweifachen Saisontorschützen, der sich über Grödig und Austria Klagenfurt zur Wiener Austria kämpfte, nicht alltäglich: "Für das es sich lohnt noch einen Tick draufzulegen. Er ist ein perfekter Trainer für jeden jungen Spieler in dieser Phase. Umso mehr ist es schade, dass wir ihm derzeit nicht mit Punkten dankbar sein können. Es ist auf jeden Fall ein Riesenprivileg."

Textquelle: © LAOLA1.at

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