Unmittelbar vor der Pause meldete sich der Video-Schiedsrichter dann aber, FAK-Debütant Leonardo Ivkic hatte den Ball im Strafraum aus nächster Nähe an die Hand bekommen. Giacomo Vrioni verwandelte den Elfer in der Nachspielzeit. Aus violetter Sicht das, was man gemeinhin ein Tor zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt nennt.
Nach der Pause trafen die anstürmenden Veilchen dann zwei Mal die Stange, ehe Marco Djuricin unter kräftiger Mithilfe der WSG-Abwehr doch noch über den Ausgleich jubeln durfte. „Wir sind wieder einem Tor hinterhergelaufen, sind mit Selbstvertrauen nicht gesegnet. Aber wir haben uns zurückgekämpft“, erkennt Suttner.
Lob von Trainer Schmid
Coach Schmid war nach dem Auswärtsspiel gegen Breidablik mit seinem Team noch hart ins Gericht gegangen. Diesmal hatte er viel Lob zu verteilen: „Das war eine tolle Reaktion unserer Mannschaft nach dem Spiel am Donnerstag. Wir sind – so wie ich es gefordert habe – geschlossen aufgetreten, waren kompakt. Einsatzwille, Laufbereitschaft – alles war da.“
Man könnte allerdings auch behaupten, dass nach den zuletzt gezeigten Leistungen eine Steigerung nicht sonderlich schwierig zu bewerkstelligen war.
Torschütze Djuricin, der diesmal nur von der Bank gekommen ist, kommentiert das interessant: „Wir haben die letzten vier Spiele einfach schwach gespielt, waren gefühlt am Limit, keiner war gescheit fit. Es war gut und wichtig, dass wir heute getauscht haben. Jetzt sind wir aus dem Europacup raus, was uns leid tut, aber wir können uns jetzt auf die Liga konzentrieren.“
Die kommenden Gegner der Wiener verheißen jedenfalls weiterhin harte Zeiten: Salzburg, Klagenfurt, Sturm, Rapid und LASK.
Fischer meint: „Die Situation ist alles andere als einfach. Wir haben eine junge Mannschaft, müssen uns alles sehr, sehr hart erarbeiten.“