Baumeister schießt gegen Austria

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Nach einigen prominenten Vorgängern wie Toni Polster, Andi Ogris oder anderen violetten Legenden und Ex-Spielern schießt auch Ernst Baumeister gegen seinen Ex-Klub Austria Wien.

Zum Anlass nahm er die Leistung der Wiener in der ersten Halbzeit gegen Sturm Graz, die sinnbildlich für die unzufriedenstellende Situation bei den Favoritnern sei.

"Sie machen keinen guten Eindruck!", stellt der Ex-Admira-Coach bei "Sky" fest. "Was soll man machen? Man kann ihnen Zweikampf und Einsatz nicht absprechen, aber spielerisch ist eigentlich überhaupt nichts vorhanden. Die Austria ist nach vorne ist null vorhanden!"

Auch der derzeit vereinslose 62-Jährige spricht dem FAK ganz klar die Qualität ab: "Der Trainer ist der Ärmste derzeit, weil der Kader ist leider nicht der Austria entsprechend ist, wie sie es erwartet haben – der ist schon die letzten drei, vier Jahre nicht gut beinander."

Dafür hat Baumeister auch einen sehr bildlichen Vergleich parat: "Der Trainer kann am weinigsten machen, aus einem Ackergaul kann man kein Rennpferd machen. Er probiert sicher sein Bestes, jeder Spieler probiert wohl sein Bestes. Aber es ist zu wenig Qualität in der Mannschaft."

Baumeister unterstützt Rückendeckung für Ilzer

Dass man mit Alexander Grünwald hinten Beton anrührt, erinnert Baumeister an seine Fußballerzeiten, als der Libero noch Hochsaison hatte.

Das Mauern hätte gegen Sturm zwar in der ersten Halbzeit größtenteils funktioniert, allerdings sei das einfach zu wenig.

"Scheinbar ist das das einzige Mittel, hinten gut zu stehen und nichts zuzulassen", so der Ex-Kicker. "Nach vorne muss man auch ein bisschen machen. Man muss den Gegner in einem Heimspiel zumindest ein bisschen unter Druck setzen, aber das gelingt bisher überhaupt nicht."

Jene Qualität, die er im Team vermisst, hat seiner Meinung nach jedoch Christian Ilzer, deshalb findet er die Rückendeckung für den Chefbetreuer absolut gerechtfertigt. "Ich verstehe die Rückendeckung, Peter (Anm.: Stöger) sieht das auch. Er war selber Trainer und hat genug Fußball-Verstand, dass er das sieht und der Trainer ist das schwächste Glied in dieser Kette. Aber ich finde es sehr gut, dass ihm der Rücken gestärkt wird."

Die nächste Transferzeit lässt noch auf sich warten. Wie man sonst mit dieser Mannschaft reüssieren kann? Baumeister glaubt, dass das nur möglich sei, wenn man 13 bis 14 Spieler so aufeinander einspielen lässt, dass auch eine verunsicherte Mannschaft wieder gewisse Automatismen erlernt. "Sie müssen mehr Harmonie reinbringen", so Baumeister, der derzeit seine Auszeit genießt und momentan sogar lieber Spiele von der Tribüne aus sieht, als sich am Spielfeld als Trainer aufzureiben.

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Textquelle: © LAOLA1.at

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