Fink lobt FAK-Goalie Pentz: "Wie Neuer"

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Die Wiener Austria schreibt gegen RB Salzburg nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie wieder einmal an und erkämpft beim Meister ein 0:0.

Großen Anteil am Punktgewinn der Veilchen hatte Patrick Pentz. Der 20-jährige Keeper absolvierte anstelle des an der Fußsohle verletzten Osman Hadzikic sein erst zweites Bundesliga-Spiel und erntete nach den 90 Minuten in der Red-Bull-Arena viel Lob.

"Pentz hat eine überragende Leistung geboten. Er hatte keine Angst, hat mit guten Pässen von hinten herausgespielt. Er hatte eine sehr gute Ausstrahlung. Ich bin sehr zufrieden, wie er mit der Situation umgegangen ist, schließlich war es keine einfache Partie, denn wir haben hier fast immer verloren", adelte Trainer Thosten Fink seinen jungen Schlussmann bei "Sky".

Pentz ein richtig guter Fußballer

Mit insgesamt neun Paraden hielt der gebürtige Salzburger seinen Kasten so wie bei seinem bisher einzigen Liga-Einsatz am letzten Spieltag der Saison 2015/16 beim 3:0 gegen Sturm Graz (15. Mai 2016) sauber.

So konnte sich der Blondschopf etwa gegen Gulbrandsen (45.), Wolf (52.) und bei einem Berisha-Freistoß (81.) stark in Szene setzen.

Richtig bemerkenswert waren jedoch seine 71 Ballkontakte – die meisten aller Austrianer. Dabei unterstrich der Torhüter, dass er auch fußballerisch einiges drauf hat.

Das weiß auch Fink: "Pentz ist jemand, der auch draußen spielen könnte – so wie Neuer. Ich will ihn jetzt nicht mit Neuer vergleichen, aber vom Fußballerischen ist er hervorragend. Neuer wird ja nachgesagt, dass er am Feld mitspielen könnte, Pentz könnte das auch."

"Wenn man die Null hält, ist es immer gut"

Pentz selbst strahlte nach seinem zweiten Shutout im zweiten Bundeliga-Match über beide Ohren: "Für mich war es sehr schön, wieder einmal in der Bundesliga spielen zu dürfen. Zum Glück habe ich unter der Woche im Cup gespielt, da habe ich Spielpraxis sammeln können. Es hat mir gut gefallen."

Nicht nur nach außen hin wirkte der Torhüter cool, auch "innerlich bin ich ruhig geblieben, ich bin aber grundsätzlich ein sehr ruhiger Typ."


Mit seiner Leistung zeigte sich der ehemalige ÖFB-Nachwuchs-Teamgoalie zufrieden. "Wenn man die Null hält, ist es immer gut als Tormann. Hoffentlich gelingt uns das auch in den nächsten Partien."

Keine Kampfansage

Eine Kampfansage an Hadzikic gibt es nicht. "Eine Verletzung wünscht man niemanden und ich hoffe auf eine schnelle Genesung bei ihm."

Kleine Eigenwerbung betrieb Pentz dann aber doch noch: "Ich habe gezeigt, dass ich auch die Null halten kann."

Raphael Holzhauer freute sich jedenfalls über den starken Auftritt seines Kollegen: "Wir wissen, dass wir gute Torhüter haben. Ossi ist gut, Robert (Almer, Anm. d. Red.) ist Nationalteamtorhüter und mit Pentz gibt es jemanden, der Woche für Woche Gas gibt und sich seine Chance verdient hat."

Genauso erfreut war der FAK-Kapitän über das Ergebnis. "Wir sind mit dem Punkt sehr zufrieden – gerade wenn man unsere letzten Ergebnisse gegen Salzburg anschaut. Wir haben gewusst, dass RBS daheim viele Chancen erspielen wird, aber wir haben gut verteidigt. Es war eine sehr konzentrierte Leistung. Und dadurch geht unsere Serie weiter, wir sind seit sieben Liga-Spielen ungeschlagen."

Fink: "Dieses Remis tut gut"

Mit einem ähnlich guten Gefühl reiste Fink ab. "Dieses Remis tut gut – gerade in unserer Situation mit den vielen Verletzten. Wir wollten heute unbedingt punkten und haben dementsprechend gespielt. Wir waren in der Defensive sehr diszipliniert. Dass man Red Bull nicht ganz ausschalten kann, ist klar, aber insgesamt waren wir kompakt."

Und abschließend meinte der Deutsche: "Wir haben jetzt zwei Punkte mehr am Konto als zur gleichen Zeit im letzten Jahr. Das ist eine tolle Sache."

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