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Österreichische Bundesliga aus den USA geführt?

Top-Kandidat für Aufsichtsrats-Vorsitz würde Bundesliga aus USA führen.

Österreichische Bundesliga aus den USA geführt? Foto: © GEPA

Die österreichische Bundesliga ist auf der Suche nach einem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden.

Durch den Abstieg von Wacker Innsbruck ist der Präsident der Tiroler, Gerhard Stocker, laut Statuten nicht mehr in dieser Position zu halten, obwohl dieser durch großen Einsatz und Diplomatie wie etwa im TV-Gelder-Streit Ansehen gewonnen hatte. Er bleibt jedoch dem siebenköpfigen Gremium als einer von zwei 2. Liga-Vertretern erhalten.

Am 16. August soll sein Nachfolger bestimmt werden. Als Favorit gilt Admira-Präsident Philip Thonhauser, der laut "NÖN" auch Interesse an diesem Job hätte. Allerdings steht der erfolgreiche Geschäftsmann, der Chief Commercial Officer von "AFCO ZEP" ist, laut "Kurier" vor dem Umzg in die USA, was er jedoch nicht als Hindernis sieht.

"Ja, ich ziehe mit Monatsende aus beruflichen Gründen in die USA, in die Region New York. Ich war aber mein ganzes Leben schon viel im Ausland", so Thonhauser. "Ich will 30 Prozent meiner Zeit künftig in Österreich verbringen und aus meiner Sicht ist das mit den Aufgaben des Aufsichtsratsvorsitzenden zu vereinen. Deswegen würde ich mich - wenn es eine Mehrheit will - der Wahl stellen."

Thonhauser sieht darin kein Problem und verweist darauf, dass fast alle Gremiumsmitglieder beruflich sehr verplant sind. Außerdem sei es nicht mehr zeitgemäß, dass es einen starken Liga-Präsidenten geben müsse, sondern Themen ohnehin im Gremium abgestimmt werden und die Protokollführung übernommen werden muss.

Eine vierjährige Amtszeit ist angedacht, sollte es doch Probleme geben, wäre Thonhauser aber nicht im Stolz verletzt, wenn er zwischenzeitlich abgewählt werden würde.

Bei einer möglichen Krise zeitgleich mit seiner persönlichen Unabkömmlichkeit in den USA verspricht der Admira-Präsident eine "funktionierende Krisenintervention. Es ist festgelegt, dass dann der erste Stellvertreter übernimmt." LASK-Präsident Siegmund Gruber wäre ein Kandidat dafür.

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