Admira "zu unreif, zu naiv und zu dumm"

 

Wie eng es aktuell in der Admiral Bundesliga zugeht - zumindest wenn man von Red Bull Salzburg und dem SK Sturm absieht - zeigte vor der zwölften Runde das Beispiel der Admira.

Die Südstädter hätten mit einem Sieg über die WSG Tirol plus passenden Ergebnissen aus den Parallelspielen auf Rang drei springen können. Letztendlich setzte es für die Niederösterreicher allerdings eine Last-Minute-Pleite gegen die Wattener (Spielbericht>>>) - und plötzlich steckt die Admira mit nur drei Punkten Vorsprung auf Schlusslicht SCR Altach wieder mitten im Abstiegskampf.

"Wir waren zu naiv, zu unreif und letztendlich dann zu dumm, einen Punkt mitzunehmen. Es war 90 Minuten eine ausgeglichene Partie, wir haben es verschlafen, in der ersten Halbzeit in Führung zu gehen, und in der zweiten Hälfte waren wir dann zu unreif, einen Punkt mitzunehmen", ärgert sich Roman Kerschbaum nach der späten Pleite gegen die WSG bei "Sky".

Herzog rechnete mit Nullnummer

Ähnlich sauer ist sein Coach Andreas Herzog. Der ÖFB-Rekordinternationale hat ein "ereignisarmes Spiel mit wenig gelungenen Aktionen von unserer Seite" gesehen. Da allerdings auch der WSG Tirol nur unwesentlich mehr gelang, stand es bis zur 89. Minute 0:0.

"Ich habe schon damit gerechnet, dass wir das Spiel mit einem 0:0 beenden. Kurz vor dem Schluss kommt dann der Elfmeterpfiff und dann verlierst du so ein Spiel", so Herzog über das Elferfoul von Yannick Brugger an Giacomo Vrioni, welches der Albaner selbst in den Goldtreffer umwandelte.

(Text wird unter VIDEO fortgesetzt)

Vrioni traf nach Vier-Augen-Gespräch

Vrioni stand zunächst gar nicht in der Startformation der WSG, nach zuletzt schwachen Leistungen musste der Albaner sich unter der Woche eine Rüge von Coach Thomas Silberberger anhören und wurde gegen die Admira erst eine halbe Stunde vor Schluss als Joker eingetauscht.

"Es war überragend, wie der Vrioni den Elfmeter herausgeholt hat und den eiskalt verwertet hat. Das Vier-Augen-Gespräch hat mehr als gefruchtet", ist alles wieder gut zwischen Silberberger und der Juventus-Leihgabe.

Das Tiroler Urgestein prognostizierte bereits vor dem Spiel: "Wer das erste Tor schießt, gewinnt. Die erste Halbzeit war komplett zerfahren. In der zweiten Halbzeit waren wir dem Tor näher. Die 90. Minute ist natürlich der ideale Zeitpunkt für einen Elfmeter."

Behounek: "Wenn ich dafür Geld bezahlt hätte, wäre ich sauer gewesen"

Zerfahren ist dabei noch höflich ausgedrückt, sowohl die Admira als auch die WSG boten an diesem Samstag über 90 Minuten spielerische Schonkost, oder wie Raffael Behounek es ausdrückt:

"Wenn ich dafür Geld bezahlt hätte, wäre ich sauer gewesen. Das hätte ich mir nicht gerne angeschaut. Das war kein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Wir haben einen Lucky Punch gesetzt und das ist wichtig in unserer Situation."

Durch diesen Lucky Punch haben die in dieser Saison nicht immer vom Glück verfolgten die Tiroler nicht nur die Rote Laterne an den SCR Altach abgegeben, sondern haben einen kleinen Satz auf Rang zehn der Tabelle gemacht. Auf die unterlegene Admira fehlt den Wattenern nur mehr ein Punkt.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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