10 Kandidaten für den Trainerjob beim SK Rapid

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Der SK Rapid ist nach der Beurlaubung von Trainer Mike Büskens und Sportdirektor Andreas Müller zum Handeln gezwungen.

In der Länderspielpause soll zumindest ein neuer Chefbetreuer in Hütteldorf präsentiert werden. Einige Kandidaten liegen aufgrund ihrer Rapid-Vergangenheit auf der Hand, andere wiederum durch Erfolge in der heimischen Bundesliga ohne grün-weißen Hintergrund.

Aber auch ausländische Kandidaten drängen sich auf, wie das Gerücht um Ex-HSV- und -Dortmund-Coach Thomas Doll beweist.

VIDEO: Klub-Boss Krammer spricht über die Trennung von der sportlichen Leitung:

(Artikel wird nach Video fortgesetzt)


LAOLA1 wagt deshalb eine Prognose! Diese 10 Trainer könnten für die Nachfolge von Mike Büskens in Frage kommen:

DAMIR CANADI:

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Der 46-jährige Wiener wird jetzt schon als Geheimfavorit bei Rapid gehandelt. Der (Noch-)Altach-Coach gilt als Trainer modernster Prägung, als Taktikfuchs und steht derzeit mit den Vorarlbergern nicht umsonst punktegleich mit Leader Sturm auf Platz zwei. Davor hat er es schon mit dem FC Lustenau bewiesen. Zudem erreichte er mit Altach sensationell die Europa-League-Quali. Rapid fürchtete Canadi bisher - als Gegner. Denn mit seiner Defensivtaktik trieb er die Hütteldorfer schon mehrfach in den Wahnsinn. Für ihn spricht, dass er aus Wien stammt, seine Familie hier ist und es eine Rückkehr zu den Wurzeln wäre. Außerdem sucht Rapid einen Trainer, der auch taktisch den nächsten Schritt einleitet. Dagegen spricht die Austria-Vergangenheit und der derzeitige Erfolg im Ländle.

THOMAS DOLL:

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Ob es Rapid erneut mit einem Deutschen probiert, nachdem die Beziehung mit Büskens und Müller in die Brüche ging? Wie die "Bild" berichtet, hat der SCR in Budapest wegen Thomas Doll angefragt. Der 50-Jährige steht seit 2013 bei Ferencvaros Budapest unter Vertrag und soll auch beim HSV zum Thema werden, wo er schon von 2004 bis 2007 seine ersten Gehversuche als Profi-Trainer machte. Von 2007 bis 2008 war er auch bei Borussia Dortmund engagiert. Genclerbirligi und Al-Hilal Riad stehen ebenfalls auf seiner Vita. In Ungarn wurde er bereits Meister und zwei Mal Pokalsieger. Ein Wechsel von Grün-Weiß zu Grün-Weiß würde somit keine große Veränderung bedeuten.

DIETMAR KÜHBAUER:

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Wenn Rapid einen Trainer sucht, wird der Name des Burgenländers fast immer zuerst genannt. Der mittlerweile 45-Jährige genoss als Spieler Kult-Status in Hütteldorf und wird immer wieder von Fans gefordert. Seine Trainerkarriere beschränkt sich bisher auf die Admira und den WAC. Mit den Südstädtern stieg er in die Bundesliga auf und führte diese sogar in die EL-Quali, danach stockte der Motor. Ähnlich wie bei den Kärntnern, die er auf Platz fünf führte, der zur EL-Quali berechtigte. Wenig später war Schluss, seit November 2015 ist er ohne Job. Für Kühbauer spricht, dass er Rapid in- und auswendig kennt, gegen ihn, dass er bisher bei keinem Verein über längere Zeit reüssiert hat und mit seiner offenen, unverblümten Art inklusive verbalen Entgleisungen nicht nur auf Gegenliebe trifft.

OLIVER LEDERER:

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Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah - könnte man meinen. Nach langem Hin und Her hat der erst 38-Jährige endlich seinen Trainerschein und hat sich an der Seite von Walter Knaller und Ernst Baumeister zum Mastermind der Admira gemausert - Europacup-Auftritte inklusive. Lederer gehört der jungen Trainer-Garde an, pflegt ein gutes Verhältnis zu den Spielern und ist auch taktisch auf dem neuesten Stand. Zudem spielte er in der Rapid-Jugend und von 1996 bis 1997 und von 1999 bis 2002 für die Profis. Zudem ist er bekennender Fan und bei jedem Match, das sich zeitlich ausgeht, Gast im Allianz-Stadion. Mit dem Trainerjob würde für ihn ein Traum in Erfüllung gehen.

ANDREAS HERZOG:

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Ähnlich wie bei Kühbauer fällt auch der Name des ÖFB-Rekordspielers (103 Länderspiele) immer wieder in Zusammenhang mit Rapid, wo er sich von 1986 bis 1992 sowie von 2002 bis 2003 die Fußballschuhe schnürte. Herzog ist in seiner Karriere weit herumgekommen, ob zu Werder Bremen oder dem FC Bayern. Seine Trainerkarriere beschränkt sich vorerst auf Assistenz-Tätigkeiten. Aktuell ist er Co-Trainer von Jürgen Klinsmann im US-Nationalteam und trainiert die Olympia U23-Auswahl. Davor coachte er Österreichs U21 und war Assistent im A-Team. Der große Wurf gelang ihm aber noch nicht - was ihm auch bei Rapid nur Außenseiterchancen einräumt. Denn die Hütteldorfer suchen jemanden, der im Erwachsenenfußball bereits eine Mannschaft in einem Bewerb als Chef betreut hat.


ROMAN PIVARNIK:

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Von vielen unbemerkt hat sich ebenfalls ein ehemaliger Rapidler im Ausland als Trainer einen Namen gemacht: Roman Pivarnik. Der 49-Jährige Tscheche spielte von 1994 bis 1997 in Rapids Europacup-Glanzzeit inklusive Cup-der-Cupsieger-Finale im Westen Wiens und kennt den Verein auch aus Trainersicht. Unter Georg Zellhofer war er 2005/06, 2008 lehnte er eine Assistenz-Tätigkeit bei Karel Brückner im ÖFB-Team ab. Auch so hält er sich schon lange im Geschäft, coachte Tatran Presov, Vysocina, Sigma Olmütz und Bohemians Prag. Seit Sommer betreut er Viktoria Pilsen und trifft dabei in der Europa League auf Austria Wien. Eine neuerliche Rückkehr nach Hütteldorf wäre nicht unmöglich.

HEIMO PFEIFENBERGER:

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Der 49-jährige Salzburger war durch das 1:0 mit dem Wolfsberger AC bei Rapid der Sargnagel von Büskens und Müller. Deshalb kommen ihm auch Außenseiter-Chancen auf die Nachfolge zu. Immerhin hat der Ex-Stürmer, der von 1988 bis 1992 bei Rapid spielte, schon bei mehreren Vereinen sein Können als Trainer unter Beweis gestellt. Mit dem SV Grödig stieg er zwei Mal in die Bundesliga (2007/08, 2009/10) auf, den SC Wiener Neustadt hielt er von 2012 bis November 2014 erfolgreich über Wasser und seit November 2015 ist er für den WAC verantwortlich. Nach Platz sechs in der Vorsaison ist er auch aktuell im Mittelfeld anzusiedeln. Mit Christianz Ilzer und Hannes Jochum bildet er ein eingespieltes Trio.

ANDRE BREITENREITER:

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Warum nicht? Aufgrund seiner Schalke-Vergangenheit wurde der 43-jährige Deutsche schon im Sommer im Zusammenhang mit Rapid diskutiert als Müller noch Sportdirektor war. Ein Engagement war zum damaligen Zeitpunkt jedoch noch unrealistisch. Breitenreiter hat sich in Deutschland einen Namen gemacht, als er mit dem SC Paderborn erstmalig den Aufstieg in die deutsche Bundesliga schaffte. Schalke schnappte zu, doch nach einer mittelmäßigen Saison war bereits wieder Schluss. Ob Stuttgart, Bremen oder 1860 München - seit seinem Rauswurf auf Schalke wird er ständig bei Top-Klubs gehandelt, aber bisher nicht engagiert. Seit Juli wartet er auf einen neuen Job. Vielleicht ist das ja Rapids Chance.

Alle Rapid-Trainer seit Ernst Dokupil:

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Ernst Dokupil

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Juli 2000 bis August 2001

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Peter Persidis

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August 2001 bis September 2001 (interimistisch)

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Lothar Matthäus

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September 2001 bis Mai 2002

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Josef Hickersberger

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Juli 2002 bis Ende 2005

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Georg Zellhofer

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Jänner 2006 bis Ende August 2006

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Peter Pacult

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September 2006 bis April 2011

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Zoran Barisic

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April 2011 bis Ende Mai 2011 (interimistisch)

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Peter Schöttel

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Juni 2011 bis April 2013

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Zoran Barisic

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April 2013 bis Juni 2016

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Mike Büskens

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Juni 2016 bis Anfang November 2016

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Damir Canadi

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November 2016 bis April 2017

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Goran Djuricin

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April 2017 bis September 2018

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Dietmar Kühbauer

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Oktober 2018 bis ???

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ANDREAS HERAF:

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Und noch ein Ex-Rapidler, der mit den Grün-Weißen 1996 ins Europacup-Finale gegen Paris St. Germain vorstieß. Dem Klub-Fußball hat der ehemalige Mittelfeldspieler jedoch längst abgeschworen, seit 2008 coacht er durchgehend österreichische Nachwuchs-Nationalteams. Ob U15, U16, U17, U18, U19 oder U20 - Heraf war schon für alle zuständig. Und führte wie etwa die U19 im Vorjahr und die U17 in diesem Jahr zur EM-Endrunde, was einen großen Erfolg darstellt. Heraf wäre ein interessanter Zugang als Rapid-Trainer, allerdings fehlt ihm seit vielen Jahren die Erfahrung im alltäglichen Trainingsbetrieb mit einer Klub-Mannschaft.

ZORAN BARISIC:

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Unwahrscheinlich, aber warum nicht? In gewisser Weise hat Präsident Michael Krammer ja einen Fehler eingeräumt, "Zoki" im Sommer entlassen zu haben. Schon unter Peter Pacult wurde der damalige Assistent aussortiert, hielt sich aber im Verein, um dann als Cheftrainer zu explodieren. Trotz Sparmaßnahmen und Neuaufbau wurden die Wiener unter ihm drei Mal Vizemeister und schafften es zwei Mal in die Gruppenphase der Europa League, inklusive dem ersten internationalen Überwintern 2015/16. Barisic war ein Meister im Integrieren junger Spieler, die er selbst aus dem Nachwuchs kannte und brillierte durch sein gutes Verhältnis. Durchgreifen und ein Plan B waren nicht so seine Welt. Allerdings steht der 46-Jährige noch auf der Payroll von Rapid, somit hätte der Klub wenigstens etwas vom gezahlten Geld.

Wer soll Rapid-Trainer werden?



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