Rapid-GF Peschek: "Müssen Gürtel enger schnallen"

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Auf den SK Rapid wartet bekanntlich eine Saison ohne Europacup.

Nicht nur sportlich sorgt dies für einen abgespeckten Spielplan, auch finanziell muss man Einbußen hinnehmen, die man in nicht allzu langer Vergangenheit sogar noch miteinkalkuliert hatte.

Damit schaut Rapid bereits zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren zu, wenn sich andere österreichische Klubs international messen dürfen, auch 2017/18 waren die Grün-Weißen nicht auf der Europacup-Bühne vertreten.

Nach der Präsentation eines weiteren Premiumpartners mit HPYBET stellte sich somit die Frage, ob dadurch neue Mittel für Transfers lukriert werden können oder mit den Einnahmen Löcher durch versäumte Europacup-Einnahmen gestopft werden.

Geschäftsführer Wirtschaft Christoph Peschek muss zugeben: "Die letzten drei Jahre haben Spuren hinterlassen. Das heißt, dass wir da und dort den Gürtel auch wieder etwas enger schnallen müssen."

Europacup-Einnahmen gehen Rapid zum 2. Mal in 3 Jahren ab

Eine Ansage, die zeigt, dass Europacup-lose Saisonen auch für einen Verein wie Rapid weitreichende Auswirkungen haben.

Dadurch überrascht es wenig, dass jedes Jahr aufs Neue ein internationaler Startplatz als Mindestziel ausgegeben wird.

Peschek erklärt diesbezüglich: "Wir haben im Zuge der letzten Hauptversammlung gesagt, dass wir uns von der strategischen Zielsetzung der schwarzen Null aus dem nationalen Bewerb verabschiedet haben. Insofern ist es so, und das ist jetzt auch kein Geheimnis, dass wir alles daran setzen, gemeinsam mit unseren Fans Fußballfeste zu feiern und sie ins Stadion zu bringen."

Die vergangenen drei Jahre führen jedoch wirtschaftlich dazu, die Finanzen noch genauer unter Kontrolle zu haben und keine großen Sprünge zu tätigen.

Stolzes Plus in der Transferphase

Mit Taxiarchis Fountas und Thorsten Schick konnte man zwei Neuzugänge ablösefrei verpflichten. Zudem wurden durch den Wechsel von Boli Bolingoli zu Celtic Glasgow kolportiert bis zu 3,5 Millionen Euro eingenommen.

Bei Maxmilian Ullmann soll eine Ausstiegsklausel dafür gesorgt haben, dass man den ÖFB-U21-Teamspieler um angeblich lediglich 600.000 Euro vom LASK abwerben konnte.

Für einen Stürmer wird Rapid noch einmal tief in die Tasche greifen müssen. Mit Koya Kitagawa soll es laut Medienberichten schon eine Einigung geben, doch Sportdirektor Zoran Barisic will davon nach wie vor nichts wissen.

"Verfügen immer noch über sehr gute Möglichkeiten"

Peschek beruhigt aber, dass es trotz des enger geschnallten Gürtels noch ausreichend Möglichkeiten gibt.

"Was aber jetzt nichts daran ändert, dass wir immer noch über sehr gute Möglichkeiten und Mittel verfügen und wir davon überzeugt sind, dass mit Zoki an der Spitze im sportlichen Bereich und wir als Team mit unseren Mitarbeitern schauen, dass wir die Mittel so effizient wie möglich einsetzen. Was wir aber definitiv nicht machen - da bitte ich um Verständnis - ist, dass wir Wasserstandsmeldungen oder irgendwelche Budget-Kennzahlen, was Transfers anbelangt, preisgeben. Da ist es besser, wenn wir dann über Dinge sprechen, wenn sie fix sind, wir werden uns an keinen Spekulationen beteiligen."

Sportlich soll es wieder bergauf gehen. Eine ähnlich nervenaufreibende Saison wie im Vorjahr will man so gut es geht vermeiden. Denn Peschek wird nicht müde zu betonen: "Die letzten Jahre haben sicherlich Spuren hinterlassen, was jetzt die Bundesliga-Tabellen-Platzierungen anbelangt."

"Alle Änderungen im Klub sind auf jeden Fall spürbar"

Doch auch der Geschäftsführer Wirtschaft geht zuversichtlich in die Saison, weil er Rapid in guten Händen sieht und die Entwicklung im besten Fall für eine neue Euphorie sorgen soll.

"Umso wichtiger ist es, dass wir absolut überzeugt sind, mit Didi Kühbauer an der Spitze und seinem Trainerteam ein Team zu haben, das enorme Fachkompetenz hat und vor allem ein Riesen-Rapidherz. Es war jetzt die erste volle Sommervorbereitung unter ihnen. Auch Zoki sagt immer wieder, wie fokussiert und voller Tatendrang alle dabei sind und deshalb ist die Zuversicht groß."

Die gesetzten Schritte und Veränderungen sollen ihre Wirkung nicht verfehlen.

"Gleichzeitig mit Zoki als Sportchef und allen Änderungen, die damit verbunden sind, ist es innerhalb des Klubs schon auf jeden Fall spürbar, dass es eine Zuversicht gibt und wir mit einem guten Gefühl in die Zukunft schauen. Aber gleichzeitig wissen wird auch, dass es in jeglicher Hinsicht eine herausfordernde Saison für uns wird. Diesen Herausforderungen werden wir uns stellen und sind auch überzeugt, dass wir letztlich eine gute Saison bestreiten werden", so Peschek.

Textquelle: © LAOLA1.at

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