Die Awards der Bundesliga-Herbstsaison

Die Awards der Bundesliga-Herbstsaison Foto: © GEPA
 

18 Runden, 90 Spiele, 8.100 Spielminuten sind Geschichte, die Herbstsaison der österreichischen Bundesliga ist zu Ende.

Und wieder einmal hat der heimische Fußball auf und abseits des Feldes so manche spannende Geschichte geschrieben.

LAOLA1 verleiht in 25 verschiedenen Kategorien die Awards der Hinrunde:

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Die Überraschung: Peter Zulj

In der Abstiegssaison der SV Ried war von Peter Zulj – abseits von Instagram – ja herzlich wenig zu sehen. Erstaunlich, dass der Mittelfeldspieler ein halbes Jahr später unumstrittener Leistungsträger, ja sogar Schlüsselspieler beim SK Sturm ist.

Der geplatzte Knoten: Munas Dabbur

Man war sich ja lange Zeit nicht ganz sicher, ob Munas Dabbur auch in Österreich regelmäßig Tore schießen kann. 28 Pflichtspiele und 17 Tore später ist die Frage in diesem Herbst eindrucksvoll beantwortet worden.

Das Tor: Munas Dabbur

Wer viele Tore schießt, hat zwangsläufig eine größere Chance, auch ein wunderschönes bejubeln zu dürfen. Wir präsentieren: Munas Dabbur gegen Rapid:


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Das Nerverl: Peter Michorl

Innerhalb von nur fünf Tagen hat der 22-Jährige zwei Elfmeter verschossen – gegen Sturm und den WAC. Dass es der „Petz“ aber durchaus kann, hat er gegen die Austria bewiesen. Künftig schießt beim LASK wohl trotzdem ein anderer.

Der Elferkiller: Alex Kofler

Da hat einer in der Schule Peter Handkes Werk „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ nicht gelesen! Der WAC-Goalie konnte nur bei einem von drei Strafstößen im Herbst bezwungen werden.

Der Tollpatsch: Christian Schoissengeyr

Sechs Bundesliga-Partien hat der Innenverteidiger in diesem Herbst nur gemacht. Den Gegnern wäre wohl lieber gewesen, er hätte öfter gespielt. Schoissengeyr hat im Herbst nämlich drei Elfmeter verursacht.

Der Meilenstein: Romano Schmids Tor

Ihm selbst war der Umstand ja eher „wurscht“, den Historikern aber nicht. Das inzwischen in Salzburg spielende Talent, erzielte Ende Juli gegen die Austria im Sturm-Trikot das erste Bundesliga-Tor eines Spielers, der nach dem 1.1.2000 zur Welt gekommen ist.

Das Lazarett: Austria Wien

Einen Termin in der Privatklinik von Dr. Alexander Peter Kmen zu bekommen, war in diesem Herbst nicht so einfach. Da humpelten nämlich die Spieler der Wiener Austria regelmäßig ein und aus. Eine Liste aller Verletzungen würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen.

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Der Trainer-Defekt: Oliver Lederer

Jochen Fallmann kam Mitte September seiner Beurlaubung zuvor und erklärte seinen Rücktritt als Trainer des SKN St. Pölten. Lederer übernahm und es ging so weiter wie bisher. Zehn Spiele benötigte der neue Coach, um endlich den ersten Sieg einzufahren.

Der Trainer-Effekt: Ernst Baumeister

Aus heiterem Himmel kam der Abgang von Damir Buric nach Fürth. Wolken zogen in der Südstadt aber keine auf, denn Sportdirektor Baumeister verlor nur zwei seiner ersten zehn Liga-Spiele.

Das Baby: Joshua Steiger

Im Alter von 16 Jahren, 4 Monaten und 13 Tagen hat der junge Mann für den WAC sein Bundesliga-Debüt gefeiert. Um das in Relation zu setzen: Kurz nach seinem 1. Geburtstag verpflichtete der SK Rapid einen gewissen Steffen Hofmann.

Der Oldie: Steffen Hofmann

Gelegentlich darf der "Steff" in seiner 16. Bundesliga-Saison noch ran. 37 Jahre, 2 Monate und 20 Tage war er bei seinem bisher letzten Auftritt im Trikot des SK Rapid alt. Es werden noch weitere Spiele folgen und Hofmann wird dann noch älter sein. Versprochen.

Die Bad Boys: Rapid Wien

Die Mannschaftskassa bei den Rapid-Profis muss bummvoll sein. Nicht weniger als sieben, ja, sieben Mal wurden SCR-Kicker mit glatt Rot vom Feld geschickt. Soviele Rote kassierten im Herbst LASK, Admira, Altach, Salzburg, Sturm, WAC, Mattersburg, Austria und St. Pölten, also alle anderen Teams, gemeinsam.

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Der Joker: Hannes Aigner

Der Mann ist so gut, der sollte vielleicht öfter mal auf der Bank sitzen. Verwirrend, ja. Fünf Mal wurde der Altach-Routinier im Herbst eingewechselt und danach erzielte er sensationelle 3 Tore und lieferte auch noch einen Assist!

Der "Bitchfight": Austria vs. Rapid

Seit Monaten fliegen die Hackeln tief zwischen den beiden Erzrivalen. Die Funktionäre lassen kein gutes Haar aneinander, jedes Aufeinandertreffen wird von gegenseitigen Beschuldigungen begleitet und die Rekordmeister-Frage spaltet die Hauptstadt. Deeskalation ist derzeit ein Fremdwort.

Das Termin-Problem: Bundesliga-Verlängerung

Bis zum 17. November benötigte die Bundesliga, um das WM-Quali-Aus des ÖFB-Teams zu verkraften und die damit einhergehende terminliche Verlängerung der Meisterschaft zu kommunizieren. Zu spät für so manchen Kicker – mindestens drei Spieler hatten schon Hochzeiten, die nun während der Meisterschaft stattfinden, geplant.

Die Werfer: Rapid-Fans

Derby unterbrochen, Match bei der Admira unterbrochen. So mancher Rapid-Fan hatte zu Saisonbeginn das Bedürfnis, seinen Wurfarm während der Fußballspiele zu testen. Die Referees fanden es nicht so toll und schickten die Teams beide Male in die Kabinen.

Die Frühstarter: LASK und Altach

Je sechs Tore haben der LASK und Altach in den jeweils ersten 15 Spielminuten erzielt. Das ist der Top-Wert in der Liga. Und beide Teams haben sich zu Beginn offenbar immer ziemlich verausgabt – zwischen der 16. und 30. Minute trafen sie nämlich nur ein einziges Mal.

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Der Streit: Admira vs. Monschein/Austria

Die Admira hat die Option gezogen, Monschein sie als nicht gültig anerkannt, die Austria war auch der Meinung, nahm ihn ablösefrei unter Vertrag. Beide Vereine wähnten sich im Recht und einigten sich kurz bevor der Senat 2 die Angelegenheit regelte doch noch auf eine Ablösesumme. Viel Lärm, keine Klarheit.

Das Talent: Dario Maresic

Gegen Ende der Vorsaison durfte der Youngster schon reinschnuppern, in diesem Herbst hat er eine deutliche Duftmarke hinterlassen. Der mittlerweile 18-Jährige hat sich als unumstrittener Stammspieler in der Innenverteidigung des SK Sturm etabliert und sich europaweit in die Notizblöcke der Scouts gespielt.

Die Ladehemmung: Rapids Stürmer

Joelinton hat gegen die Admira (4. Runde) und gegen St. Pölten (11. Runde), Giorgi Kvilitaia gegen Salzburg (16. Runde) getroffen. Aus. Angesichts der Stürmer-Bilanz des SK Rapid stellt sich eine Frage: Was ist das Gegenteil von treffsicher?

Die Vertragsverlängerung: Philipp Schobesberger

Angesichts der fast täglichen Wasserstandsmeldungen war es fast schon verwunderlich, dass die finalen Verhandlungen nicht öffentlich übertragen wurden. Am 21. November war es dann soweit: Philipp Schobesberger hat einen neuen Rapid-Vertrag bis 2022 unterschrieben.

Die Arbeitsverweigerung: Larry Kayode

Nicht weniger als acht Pflichtspiele hätte Larry Kayode in dieser Saison noch für die Austria absolvieren können. Er wollte aber nicht. Die Austria hielt öffentlich die Füße still und verkaufte den Nigerianer an Manchester City. Als Leihspieler bei Girona hat er keinen Stammplatz und kein Tor am Konto.

Die Andeutung: Goran Djuricins Spucke

Wir haben nach Rapids Auswärtsspiel bei der Admira etwas über Gesten gelernt, die in dem Kulturkreis, in dem Goran Djuricin seine Wurzeln hat, verbreitet sind. Und auch der Rapid-Trainer hat etwas gelernt, nämlich seine Emotionen zu zügeln.

Die graue Maus: SV Mattersburg

Wir wollten ja jedes Team der Liga zumindest einmal nennen. Aber zu Mattersburg ist uns beim besten Willen wirklich nichts Spektakuläres eingefallen. Sie haben in diesem Herbst mitgespielt, mehr aber auch nicht. Um doch noch etwas Positives zu schreiben: Es gibt ein klares Zuschauerplus im Burgenland!

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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