Darum steigt nun dieser Klub aus der Bundesliga ab

Darum steigt nun dieser Klub aus der Bundesliga ab Foto: © GEPA
 

Der Freitag wird zum Tag der Wahrheit!

Am 32. und letzten Spieltag der Bundesliga geht es in der Qualifikations-Gruppe noch für vier Vereine um alles oder nichts (ab 19 Uhr im LIVE-Ticker).

Diverse Konstellationen machen es möglich, dass vor dem letzten Spieltag SCR Altach, Admira, TSV Hartberg und die SV Ried innerhalb von nur zwei Punkten liegen und sich den Absteiger in die 2. Liga ausmachen.

Sahen die Vorarlberger vor zwei Runden schon wie der sichere Zweitliga-Neuling aus, ist plötzlich wieder alles offen. Doch wer hält schlussendlich die Klasse und wer muss den bitteren Gang in die 2. Liga antreten?

Vier LAOLA1-Redakteure liefern ihre Argumente ab, warum Altach, Admira, Hartberg oder Ried schlussendlich absteigen werden:


Darum steigt der SCR Altach ab:

von Markus Bariszlovich

Zwar zog der SCR Altach in den letzten zwei Runden gegen die SV Ried und die Admira stets den Kopf aus der Schlinge, doch auch am letzten Spieltag der Admiral Bundesliga sind die Vorarlberger Abstiegskandidat Nummer eins.

Die Rheindörfer brauchen einen Sieg gegen die WSG Tirol, alles andere wäre für die Rettung am letzten Spieltag ungenügend. Begünstigt wird die Mission Klassenerhalt durch den Umstand, dass die Tiroler als Erster der Qualifikationsgruppe bereits für das Europacup-Playoff qualifiziert sind, dem Trainer Thomas Silberberger alles unterordnet.

Dennoch, gegen die Wattener gab es für Altach aus den letzten fünf Spielen nur einen Sieg und auch die sonst so erfreuliche Heimbilanz ist bestenfalls zum Wegsehen. In der laufenden Saison der Admiral Bundesliga konnten die Vorarlberger nur in der vierten Runde gegen den SK Rapid einen Heimsieg einfahren. Dem stehen sechs Remis und acht Niederlagen gegenüber.

In der Qualifikationsgruppe gab es in vier Heimspielen vier Remis. Drei der insgesamt acht Heimtore kamen erst im zweiten Saisonteil bei den Unentschieden gegen die Admira (2:2) und die SV Ried (1:1).


Darum steigt die Admira ab:

von Harald Prantl

Bringen wir es gleich zu Beginn auf den Punkt: Die Admira hat die schlechteste Ausgangsposition aller vier noch abstiegsbedrohten Vereine.

Erstens: Mit dem LASK wartet das qualitativ stärkste Team der Quali-Gruppe als Gegner. Zweitens: Für den LASK geht es noch um richtig viel, die Linzer sind noch nicht fix im Europacup-Playoff.

Drittens: Die Formkurve der Südstädter zeigt klar nach unten. Seit vier Runden hat man nicht mehr gewonnen, zuletzt gab eine 0:3-Niederlage gegen Altach, als sie den Klassenerhalt zum x-ten Mal fixieren hätten können.

Viertens: Der LASK hat nur eines seiner vergangenen acht Heimspiele verloren. Fünftens: Die Admira hat die unerfahrenste Truppe aus diesem Quartett und die Nerven flattern offensichtlich schon ordentlich.


Darum steigt der TSV Hartberg ab:

von Alexander Karper

So etwas gibt es wirklich nur in der Quali-Gruppe der Bundesliga. Beim TSV Hartberg entscheidet sich am letzten Spieltag, ob es in die eine Richtung noch ins Europacup-Playoff oder in die andere Richtung in die 2. Liga geht. Das ist so, doch eine Diskussion über das Liga-Format würde hier den Rahmen sprengen.

Die Steirer spielten keinen schlechten Herbst, ritterten lange Zeit noch um die Meistergruppe, ehe vier Pflichtspielniederlagen in Folge die Verantwortlichen zur Entlassung von Kurt Russ veranlassten. Davon erholten sich die Steirer nie, der Abstiegsplatz rückte näher. Auch Klaus Schmidt konnte den Abwärtstrend nicht wirklich stoppen, zwei Siege, vier Unentschieden und drei Niederlagen - allesamt in der Quali-Gruppe - sprechen eine deutliche Sprache.

Es fehlt an Weiterentwicklung, einem Knipser nach schon wieder vier Spielen ohne Tor, an jenem Fußball, mit dem sie die Jahre zuvor begeisterten und Selbstvertrauen. Und es regiert die Angst, dass alles, was man sich aufgebaut hat, plötzlich zerbricht. Weshalb am letzten Spieltag sogar der Worst Case eintreten könnte nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg.

Ried ist nicht unbedingt ein Wunschlos für dieses Alles-oder-Nichts-Spiel. Siegt Altach weiter und punktet Admira gegen den LASK, wären die Steirer bei einer Niederlage nach fünf Jahren in der Bundesliga plötzlich zweitklassig - trotz Stadion-Neubau-Plänen und neuer Akademie. Aber auch Klubs wie Wacker, Ried, Mattersburg oder LASK legten nach guter Aufbauarbeit einen Zwischenstopp ein, ehe sie wieder erstklassig wurden. Vor dem, was Hartberg bisher aus dem Hut gezaubert hat, muss man nämlich ebendiesen ziehen.


Darum steigt die SV Ried ab:

von Maximilian Girschele

Die Innviertler gehen mit der vermeintlich besten Ausgangsposition in die letzte Quali-Runde. Bereits ein Punktgewinn in Hartberg reicht dem Cupfinalisten, der sich jedoch selbst in die brenzlige Lage brachte.

Die Meistergruppe wurde um lediglich einen Zähler verpasst, davon haben sich die "Wikinger" jedoch offenbar nie erholt und mit Fortdauer die Nerven verloren. Die plötzliche Entlassung von Robert Ibertsberger stellt sich letztendlich als großer Fehler heraus.

Unter Vorgänger und Nachfolger Christian Heinle sind die Rieder noch sieglos, mit sieben Punkten holte man die wenigsten aller Qualigruppen-Teams. Das Selbstvertrauen fehlt, zudem wird der eine oder andere an die Saison 2012/13 zurückdenken.

Damals hatte der SV Mattersburg vor dem letzten Spieltag als Siebtplatzierter einen Drei-Punkte-Polster auf Schlusslicht Admira, das Heimspiel gegen die Südstädter wurde jedoch zum Desaster.

Nicht nur, dass die Burgenländer die Partie 0:1 verloren, machten die Konkurrenten Wiener Neustadt und Wacker Innsbruck ihren Rückstand mit Siegen in Graz und Wolfsberg ebenfalls wett. Somit trat ausgerechnet die unwahrscheinlichste Kombination ein und Mattersburg stand als Absteiger fest.


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