WSG Wattens: Die Bundesliga-Planungen beginnen

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Die WSG Wattens ist nach 49 Jahren zurück in der höchsten Spielklasse und sorgt dafür, dass Tirol auch kommende Saison in der Bundesliga vertreten ist.

Von 1968 bis 1971 waren die Wattener eigenständig Teilnehmer in der damaligen Nationalliga, ehe mit Wacker Innsbruck eine Spielgemeinschaft eingegangen und mit den Meistertiteln in den Jahren 1972, 1973, 1975 und 1977 sogar die erfolgreichste Ära im Tiroler Fußball eingeleitet wurde.

Ob sich der Verein wie berichtet (HIER nachlesen>>>) in WSG Svarowski Tirol umbenennen wird, ist noch nicht offiziell bestätigt. Aber klar ist, dass für die WSG - wie für jeden Aufsteiger - ein Sommer der Planungen für den Sprung nach oben ansteht.

16 Spieler weiterhin dabei

Manager Stefan Köck bestätigte bereits im Halbzeit-Interview im ORF während des 3:1 in Horn, dass ein Großteil der Mannschaft erhalten bleibt. 16 Spieler stehen weiterhin unter Vertrag. "Bei den anderen Spielern werden noch Gespräche geführt, beim einen oder anderen ist es schon klar, dass man sich trennt. Mit zwei bis drei Spielern ist die Sache noch offen, es wird Gespräche geben. Aber als wir vor drei Jahren in die 2. Liga aufgestiegen sind, haben wir mehr Baustellen gehabt."

Auch um Neuzugänge müsse sich Wattens keine Sorgen machen: "Es gibt ein großes Reportoire an Spielern, die zu uns kommen wollen oder die wir wollen."

Ob es sich dabei, wie zuletzt von der "Tiroler Tageszeitung" geschrieben, auch um die vier Wacker-Innsbruck-Spieler Zlatko Dedic, Florian Rieder, Lukas Hupfauf und Kapitän Christoph Freitag handelt, wollte Köck nicht bestätigen: "Ich werde mich zu den Namen nicht äußern. Es sind sehr gute Spieler, aber ich kenne ihre Vertragssituationen nicht."

Rund sechs Millionen Euro soll das Bundesliga-Budget betragen, der Kader wird in Zusammenarbeit zwischen dem Manager und Thomas Silberberger erstellt, wie Köck sagt: "Wir schätzen uns sehr und treffen gemeinsame Entscheidungen."

Ohne Dober, was passiert mit Kurt?

Er ist noch nicht so eingeschlagen, wie wir uns das gewünscht hätten. Aber er hat eine Vorgeschichte. Wenn ein Spieler aus der deutschen Bundesliga zu uns kommt, muss davor was gewesen sein, das ist Fakt.

Manager Köck über Sinan Kurt

Nicht mehr mit dabei sein wird Andreas Dober, der seine Profi-Karriere mit 33 Jahren beendet und in den Amateur-Fußball wechselt (HIER nachlesen>>>). Besonders in Sachen Motivator ein Verlust, so Köck: "Er hat in den letzten vier, fünf Wochen so viel positive Stimmung von der Bank übertragen. Ich habe oft gehört, was für ein schwieriger Spieler und Mensch Andreas Dober ist, besonders, wenn er nicht spielt. Das kann ich ganz klar dementieren."

Angesichts der unkommunizierten Vertragssituation ist noch nicht klar, ob Sinan Kurt mit in die Bundesliga geht. Die Transfer-Bombe des Winters hat nach 13 Einsätzen - keiner davon über die ganze Spieldauer - erst einen Treffer zu Buche stehen.

"Er ist noch nicht so eingeschlagen, wie wir uns das gewünscht hätten. Aber er hat eine Vorgeschichte. Wenn ein Spieler aus der deutschen Bundesliga zu uns kommt, muss davor was gewesen sein, das ist Fakt. Ich will gar nicht eruieren, was alles war. Er hat sich vom ersten Tag super in die Mannschaft integriert, zeigt im Training hervorragende Sachen", sagt Manager Köck.

"Ich erinnere zum Beispiel an den Elfmeter in der 90. Minute gegen die Young Violets, wo er die Verantwortung übernimmt. Alleine da hat sich der Transfer schon bezahlt gemacht. Ich kann nur das Beste über Sinan sagen, ein super Fußballer, ein super Typ. Vielleicht braucht er auch seine Zeit, sich an die Liga zu gewöhnen."

Zeit, die das ehemalige Bayern-München-Talent jetzt - zumindest in der HPYBET 2. Liga - nicht mehr bekommen wird.

Wattens im Ausnahmezustand

Bevor die Planungen konkreter werden, gibt es erst einmal jeden Grund zu Feierlichkeiten. Wattens setzte sich gegen Ried durch, obwohl die Innviertler im Frühjahr ohne einzige Niederlage blieben.

Mit sechs Siegen zum Saison-Abschluss - vier davon mit nur einem Tor Unterschied - holte Wattens den entscheidenden Vorteil auf seine Seite. Ried ließ zweimal aus, fuhr nur Unentschieden ein - wäre auch nur eines dieser beiden Spiele mit einem Sieg zu Ende gegangen, gäbe es den Aufstiegs-Jubel im Innkreis.

"Ich glaube, dass der Bus relativ laut auf der Autobahn nach Hause rollen wird", kündigte Kapitän Benjamin Pranter an, der mit zwölf Toren bester Schütze seines Teams wurde.

"Morgen wird richtig gefeiert, da wird ganz Wattens im Ausnahmezustand sein", versprach auch Präsidentin Diana Langes-Swarovski, die nach Brigitte Annerl beim TSV Hartberg die zweite starke Frau an der Spitze eines Bundesliga-Vereins sein wird.

Vermutlich ein vorerst letztes Mal, dass der Ausnahmezustand in Wattens Einzug hält, denn zumindest in der kommenden Saison wird der neue Bundesligist - unter welchem Namen auch immer - ins Innsbrucker Tivoli-Stadion übersiedeln müssen.

Wattens' Meisterstück im VIDEO:

Textquelle: © LAOLA1.at

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