Wer sich für die 2. Liga bewirbt

Wer sich für die 2. Liga bewirbt
 

Noch sind in der Bundesliga und der HPYBET 2. Liga einige Entscheidungen offen, doch schon startet die Vorlaufzeit auf die Saison 2019/20.

Am Montag endete offiziell die Einreichfrist des Zulassungsverfahrens für die 2. Liga. Bis dahin konnten alle, die sich sportlich als auch wirtschaftlich bereit fühlten, den Aufstieg von der Regionalliga in die zweithöchste Spielklasse zu schaffen, anmelden.

Drei Aufsteiger könnten ab kommendem Jahr neu in der 2. Liga spielen, sofern sich so viele finden, welche die Bestimmungen erfüllen. Diese Anwärter haben sich beworben:


GAK:

Der Grazer AK steht vor einem weiteren großen Schritt. In der Regionalliga Mitte führen die Rotjacken bereits mit sieben Zählern Vorsprung vor dem Deutschlandsberger SC und haben sich auch abseits des Sportlichen dem Zulassungsverfahren für den Aufstieg in die 2. Liga gestellt. Der GAK ist "guter Dinge", Obmann Harald Ranegger erklärt in der "Kleinen Zeitung" den Aufwand, alle benötigten Unterlagen zusammenzutragen: "Fünf bis sechs Personen haben bei uns im Verein sehr intensiv daran gearbeitet und sicher eine dreistellige Stundenzahl investiert. Wir haben drei Ordner eingereicht." Der GAK würde für den Fall der Fälle das Stadion Weinzödl adaptieren und das Personal aufstocken.

FC Mauerwerk:

Die Geschichte des FC Mauerwerk ist bekannt! Nach dem verpassten Aufstieg in die 2. Liga war der FC Karabakh mit dem aserischen Geldgeber Orxan Valiyev Geschichte. Der gebürtige Ägypter Mustafa Elnimr übernahm und machte aus Karabakh den FC Mauerwerk, der den Platz in der Regionalliga einnahm. Gleichzeitig war dieser schon Sponsor beim Stadtligisten Mauerwerk Sport Admira, der Talente an die erste Mannschaft liefern sollte. Diesen trat er jedoch ab, seitdem spielt der Klub unter dem Namen FV Wien Floridsdorf gegen den Abstieg. Nun steht Mauerwerk nach dem ersten Jahr bereits vor dem nächsten großen Coup. Zumindest um die Lizenz für die 2. Liga wurde bereits angesucht. Sportlich liegt man zwei Punkte vor Ebreichsdorf, das (noch) nicht in die 2. Liga will, sechs Punkte vor Leobendorf und zehn vor Rapid II. Wie realistisch die Chancen stehen, ist schwer zu sagen. Den eigenen Trainingsplatz in Kaiserebersdorf konnte man nicht adaptieren, deshalb trägt man die Heimspiele im Schwechater Rudolf-Tonn-Stadion aus.

FC Dornbirn:

Im Westen herrscht eine ähnliche Situation wie im Osten. Auch hier gibt es nur einen möglichen Anwärter auf einem Platz in der 2. Liga für die Saison 2019/20: Den FC Dornbirn! Die Vorarlberger haben in der Regionalliga West alles im Griff und liegen vier Punkte vor dem FC Kitzbühel und acht vor dem USK Anif. Die Dornbirner nahmen auch schon im Herbst wie die oben Genannten bei einem Workshop zum Lizenzierungsverfahren für die 2. Liga teil, wo Informationen über den organisatorischen Ablauf mitgeteilt wurden. Schon damals war für das Team aus dem Ländle der Aufstieg das Ziel, allerdings wolle man kein Risiko eingehen. Auch die Mannschaft solle ein Wort mitreden, ob man überhaupt aufsteigen will, meinte damals Geschäftsführer Peter Handle. Nun soll alles im Laufen sein.

SK Sturm Graz Amateure:

Auch von den Amateur-Teams wollen noch zumindest zwei Teams nach oben - sofern sie die sportliche Qualifikation schaffen. Drei Amateur-Teams sind ja in der 2. Liga erlaubt, bisher sind nur die Young Violets Austria Wien und FC Wacker Innsbruck II in ebendieser. Die Sturm Amateure könnten sich den Aufstieg gut vorstellen. Die Jung-Blackies liegen in der Regionalliga Mitte derzeit nur auf Rang acht, 13 Punkte hinter Tabellenführer GAK.

SK Rapid Wien II:

Im Vorjahr hat man es nicht geschafft, sich sportlich für die Teilnahme in der neuen 2. Liga zu qualifizieren. Auch diesmal musste erst die Absicht erklärt werden, mit dem Amateurteam eine Liga höher spielen zu wollen. Die Grün-Weißen wollen in die zweithöchste Liga, liegen aber sportlich noch nicht im Soll. Das Team von Muhammet Akagündüz ist in der Regionalliga Ost immerhin Vierter, der Rückstand auf den FC Mauerwerk beträgt aber bereits zehn Punkte. Wie für Sturm gilt auch für Rapid, dass sich aber möglicherweise ein Türchen öffnet, sollten andere Teams in ihrer Liga nicht die Lizenz erhalten.

Weiterer Ablauf des Lizenzierungs- und Zulassungsverfahrens laut Bundesliga

Die Lizenz ist Voraussetzung für die Teilnahme an der höchsten Spielklasse und berechtigt ebenso zur Teilnahme an der HPYBET 2. Liga. Die Zulassung berechtigt bei sportlicher Qualifikation zu der Teilnahme an der HPYBET 2. Liga.

Im Rahmen der Vollständigkeitsprüfung werden etwaig fehlende Unterlagen mit Nachfrist 08.03.2019 urgiert, womit diese erste Phase abgeschlossen sein wird. In den folgenden Wochen erfolgt die Überprüfung der Unterlagen durch die Bundesliga-Lizenzadministration und dem unabhängigen Senat 5, wonach etwaig weitere Aufforderungen zu Stellungnahmen und zusätzlichen Nachweisen erfolgen können. Eine Entscheidung des Senates 5 in erster Instanz ist bis spätestens 12. April 2019 zu erwarten.

Sollte einem Antragsteller in erster Instanz die Lizenz bzw. Zulassung nicht erteilt werden können, so kann dieser innerhalb von zehn Tagen ab Beschlusszustellung Protest beim Protestkomitee einbringen. Dabei besteht die Möglichkeit, neue Nachweise der (wirtschaftlichen) Leistungsfähigkeit vorzubringen. Die Entscheidung des Protestkomitees fällt bis 28. April 2019. Sollte die Lizenz bzw. Zulassung auch vom Protestkomitee verweigert werden, hat der Bewerber noch die Möglichkeit, beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht zu klagen. Das Schiedsgericht ist kein Gremium der Österreichischen Fußball-Bundesliga, und entscheidet – endgültig – anstelle eines ordentlichen Gerichts bis voraussichtlich Mitte Mai 2019, das erste Spiel im Europa League-Play-off findet am 28. Mai 2019 statt. Abgeschlossen wird das Lizenzierungs- und Zulassungsverfahren mit der Meldung der lizenzierten Klubs an die UEFA bis 31. Mai 2019.

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Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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