Thomas Hinum begründet Amstetten-Wechsel

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"Es ist immer sehr reizvoll, wenn man in der Nähe von seinem Zuhause spielt. Zu meinem Heimatort sind es genau 20 Minuten. Ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe", erklärt Thomas Hinum – seines Zeichens prominenter Neuzugang von SKU Amstetten.

Die Niederösterreicher haben sich als Dritter der Regionalliga Ost für die neue 2. Liga qualifiziert. Der Transfer des Blau-Weiß-Linz-Kapitäns fällt in die Kategorie kurzfristig, schließlich befinden sich fast nur Amateure im Kader der Mostviertler.

"Es war eine schnelle Geschichte, hat sich eigentlich zufällig ergeben. Ich möchte ja später ins Berufsleben einsteigen und da hat mir Amstetten eine sehr gute Möglichkeit geboten. Schlussendlich ist der Deal ganz easy über die Bühne gegangen. Zudem habe ich mich natürlich mit dem Klub beschäftigt und habe nur gutes gehört", berichtet der 30-Jährige.


Kein Karriere-Ausklang

Als Karriere-Ausklang würde er den Schritt definitiv nicht beschreiben. "Ich habe keinen Plan, die Fußballschuhe in nächster Zeit an den Nagel zu hängen, aber man schaut natürlich, wo man nachher im Berufsleben einsteigen kann. Ich möchte dem Sport erhalten bleiben, habe auch die UEFA-B-Lizenz absolviert. Daher ist es immer gut, mit einem Auge auf die Karriere danach zu blicken."

Amstetten ist sein dritter Verein in den letzten vier Jahren – dies sei reiner Zufall. "Ich hätte nach den drei Jahren in Ried eigentlich dort bleiben sollen. Doch damals hat sich die Chance mit dem LASK geboten – sie sind damals gerade in die Erste Liga aufgestiegen und als gebürtiger Linzer wollte ich am Projekt beteiligt sein. Dann ging es zu Blau-Weiß und jetzt eben nach Niederösterreich. Ich hoffe, dass ich hier länger bleiben werde."

Für die Mannschaft von Trainer Robert Weinstabl beginnt mit der 2. Liga eine neue Ära. Denn der Klub war noch nie Mitglied einer so hohen Spielklasse. Zum Auftakt wartet das Heimspiel gegen den FAC (So., 10:30 Uhr kostenlos im LAOLA1-LIVE-VIDEO).

Vorfreude auf neue 2. Liga

Und Hinum will unbedingt helfen, dass es eine erfolgreiche Premiere wird: "So etwas ist immer etwas Schönes. In Amstetten ist jeder begeistert und hilft mit. Auch ich möchte mithelfen, wo es geht – ob jung oder alt: Ich gebe gerne Tipps, wenn sie sie annehmen wollen", verweist der Blondschopf, der sich als Antreiber und Kurbler im Mittelfeld sieht, auf seine Erfahrung von 156 Bundesliga- und 147 Erste-Liga-Einsätzen.

Die neue Liga mit 16 Klubs findet er gut: "Es ist eine interessante Liga, die wir in dieser Art und Weise schon lange nicht mehr in Österreich hatten. Ich denke, es wird nur positiv. Es sind sehr viele Klubs aus Ober- und Niederösterreich dabei. Daher wird es viele "kleine Derbys" geben. Ich denke, die Zuschauerzahlen werden im Gegensatz zu den vorigen Jahren steigen", denkt er an Duelle mit Steyr, Blau Weiß, Ried, Juniors OÖ, Horn, FAC oder Wr. Neustadt.


Die Veränderung des Formats sei notwendig gewesen – wenngleich auch ein wenig Kritik an der Umsetzung herauszuhören ist: "Vielleicht war man am Anfang aber noch etwas zu hektisch, da hätte man nachdenken sollen, wie man alles strukturiert – gerade in Hinblick auf Regionlliga und den unteren Ligen und ihrer Zukunft. Die Verantwortlichen hätte sich bessere Variationen einfallen lassen können."

Rückblick auf Karriere

Rückblickend auf seine Karriere bereut Hinum nichts. "Natürlich kann man das eine oder andere besser machen. Menschen machen Fehler. Doch aus diesen lernt man. Und das eine oder andere würde ich schon anders machen. Ich war halt auch ein Sturkopf. In Ried hätte ich verlängern sollen, dann wäre ich heute vielleicht noch dort. Ich habe aber bis jetzt ein schönes Leben geführt, habe viele Freunde durch den Fußball kennengelernt."

Der U20-WM-Teilnehmer von 2007 gibt aber zu, dass ihn der Werdegang von manchen Teamkollegen von damals im Vergleich zu seinem nachdenklich stimmt.

Denn während Spieler wie Zlatko Junuzovic, Martin Harnik oder Sebastian Prödl auch international den Durchbruch schafften, blieb Hinum hinter den Erwartungen.

"Darüber denkt man natürlich nach. Ich habe dann aber mit Austria Kärnten auch Bundesliga gespielt, leider hat es den Klub nach 2 Jahren nicht mehr gegeben. Dann bin ich zu Rapid. Dort hätte den Durchbruch schaffen müssen, aber das ist mir verwehrt geblieben. Und deswegen ist es so gekommen, wie es ist."

Textquelle: © LAOLA1.at

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