Ohne Japan! Das ist Horn „neu“

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Die erste Runde der HPYBET 2. Liga hatte bereits einige Überraschungen zu bieten.

Am positivsten überrascht hat dabei wohl der SV Horn. Die Niederösterreicher beendeten die vergangene Saison am vorletzten Platz und stiegen nur aufgrund der Lizenz-Affäre von Wiener Neustadt und dem Bundesliga-Abstieg Wacker Innsbrucks nicht in die Regionalliga ab.

Zur neuen Spielzeit dann allerdings gleich ein Ausrufezeichen: Mit 5:1 fertigte man auswärts die Young Violets Austria Wien ab.

Das Ergebnis zeigt schnell, dass vom SV Horn des letzten Jahres ausgesprochen wenig übrig geblieben ist.

„Man muss sagen, dass es bei uns eine komplette Neuausrichtung gibt. Mit Thomas Kronsteiner an der Spitze gibt es ein Comeback im Funktionärsteam, dazu mit Sportdirektor Reinhard Vyhnalek gibt es einen Total-Umbruch“, erklärt Trainer Markus Karner, der ebenfalls erst seit Juni diesen Jahres auf der Betreuerbank sitzt, im Gespräch mit LAOLA1.

Ehrenpräsident Kronsteiner war bereits langjähriger Obmann bei den Waldviertlern, ehe er 2015 den Verein an das japanische Unternehmen „Honda Estilo“ rund um Superstar Keisuke Honda verkaufte. Nun ist der 53-jährige wieder zurück und soll im Hintergrund die Fäden ziehen.

Apropos Honda: Der japanische Einfluss auf Horn scheint nun endgültig beendet zu sein, wie Karner bestätigt: „Ich bin seit Mitte Juni im Amt und es gibt keinen Einfluss mehr aus Japan. Ich habe auch in diese Richtung keine Erfahrung gemacht.“



So soll Horn spielen

Nicht nur auf der Funktionärsebene hat es einen großen Umbruch in der Sommerpause, auch am Spielfeld. Karner, zuvor unter anderem Co-Trainer unter Ivica Vastic beim SV Mattersburg, möchte auch die Spielphilosophie der Niederösterreicher revolutionieren.

„Grundsätzlich wollen wir uns über Positionsspiel definieren, über Ballbesitzspiel. Da soll es darum gehen, Raumgewinn vor Ballbesitz zu stellen. Des Weiteren wollen wir hoch attackieren und offensiv verteidigen“, kündigt der 40-Jährige an.

Doch nicht nur im eigenen Spiel gibt es Änderungen: „Wir werden auch in der Gegneranalyse sehr akribisch sein, dementsprechend unterschiedlich werden auch die Spielanlagen in der Offensive und Defensive ausgerichtet sein.“

Dass dieses neue System bereits am ersten Spieltag funktioniert, war nicht zwingend vorhersehbar: „Das Offensivspiel zu implementieren ist eine Herausforderung, wir sind aber sehr zufrieden mit dem aktuellen Stand. Wir konnten in den Vorbereitungsspielen unsere Ideen schon unter Beweis stellen.“

Kein Gedanken an das Scheitern

„Wir werden unsere Spielidee festhalten und wir sind davon überzeugt, dass wir gut reinstarten in die Meisterschaft und relativ kontinuierlich punkten werden“, will Karner nach einer möglichen Negativ-Serie in Zukunft nicht alles über den Haufen werfen.

Zumal der SV Horn ohnehin nicht mehr die große Zielsetzung hat wie noch einst unter japanischer Führung, Stichwort Champions League.

„Wir definieren uns über Prozessziele. Das heißt, wir wollen Spielanlagen implementieren, die für Unterhaltung sorgen. Wir wollen die Zuschauer zurückgewinnen, wir wollen attraktiven Fußball bieten. Das sind die Prozessziele, die wir uns gesteckt haben“, so der Coach.

Auch Aufstiegsgedanken werden im Waldviertel keine mehr gehegt: „Es geht in erster Linie darum, sich zu konsolidieren. Ich denke, dass der SV Horn in der HPYBET 2. Liga sehr gut aufgehoben ist.“

Spannender Kader

Da ein Total-Umbruch natürlich auch am Kader nicht spurlos vorübergeht, wurden in der Sommer-Transferzeit bislang 13 Neuverpflichtungen getätigt.

Dabei konnten durchaus Ausrufezeichen gesetzt werden, beispielsweise bei der Verpflichtung von Thomas Salomon. Der Linksverteidiger spielt bis zuletzt bei Austria Wien und wechselte nun nach Ende seines Vertrags nach Horn.

„Wir sind relativ jung in der Altersstruktur. Daher waren die Transfers, nicht nur Thomas Salomon, auch Florian Sittsam (von Hartberg, Anm.), für uns sehr, sehr wichtige Transfers, um Routiniers in der Mannschaft zu haben. Des Weiteren haben wir noch weitere sehr spannende Spieler, von denen wir uns sehr viel erwarten“, zieht Karner zufrieden Bilanz.

„Es war eine großartige Leistung von Sportdirektor Reini Vyhnalek den Total-Umbruch voranzubringen. Es sind sechs Spieler vom Kader des letzten Jahres noch bei uns, der Rest wurde in diesem Transferfenster verpflichtet und wir sind, Stand jetzt, mit der Kaderzusammenstellung sehr, sehr zufrieden“, lobt der Trainer den sportlichen Leiter.

Neben den Routiniers Salomon und Sittsam schwärmt Karner noch von einem weiteren Spieler: „Michael Cheukoua. Er ist ein Spieler in der Offensive, den Geschwindigkeit und technische Fertigkeiten auszeichnen. Spieler mit diesen Profil sind die meistgesuchten Spieler.“ Der 22-jährige Offensivspieler aus Kamerun kam vom SCR Altach und glänzte beim Auftakt gleich mit zwei Toren.

Es wird spannend zu sehen sein, ob der SV Horn auch weiterhin die positive Überraschung der Liga sein kann.


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Textquelle: © LAOLA1.at

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