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Sportsponsoring bei modernen Unternehmen beliebt

Sportsponsoring bei modernen Unternehmen beliebt Foto: © getty

Wer kennt sie nicht, die digitalen Big-Player unserer Zeit. Ob Streaming-Dienste wie Spotify, Social Media Plattformen wie TikTok oder FinTech-Unternehmen wie Bitpanda und Coinbase.

Obwohl sich diese Unternehmen in unterschiedlichen Branchen bewegen, vereinen sie zumindest einige Attribute und Handlungsweisen: Sie sind modern, verfügen über ein großes Budget, werden immer populärer und haben das Sportsponsoring für sich entdeckt.

Großes Interesse für die große Bühne

Wer es sich leisten kann, investiert in die größten Sportveranstaltungen mit den höchsten Einschaltquoten. So weit, so logisch. Erst im Februar sahen Football-Fans einen rund einminütigen Coinbase-Spot während der Super Bowl LVI – und was für einen. Zu sehen war nichts anderes als ein QR-Code, der im nostalgischen DVD-Look farbwechselnd durch das Bild flog.

20 Millionen Menschen scannten den Code, was die App schlussendlich zum Absturz brachte, aber damit einen enormen Werbewert generierte. Bei Kosten von bis zu 200.000 US-Dollar pro Werbesekunde hat sich Coinbase diesen PR-Stunt einiges kosten lassen.

Auch Crypto.com und FTX nutzten das größte Einzelsportevent der Welt für ihre Botschaften.

"König Fußball" weiterhin beliebt

In Europa ist es selbstredend vor allem der Fußball, der für Unternehmen interessant ist. Kurz vor der UEFA EURO 2020 trat die chinesische Social Media Plattform TikTok als globaler Partner des Turniers in Erscheinung.

Um gegen die US-Konkurrenz Meta mit Facebook und Instagram zu bestehen, nutzte TikTok das europäische Sportevent des Jahres, um die Bekanntheit der relativ neuen App zu steigern. Neben reinen Werbeflächen im TV und im Stadion setzte TikTok auf eigene EURO-2020-Features in der App und machte sich so als interaktiver Partner beliebt bei den Usern.

Der Streaming-Gigant Spotify hat sich mit dem FC Barcelona für die kommende Saison einen Fußball-Riesen angelacht. Das schwedische Unternehmen wird aber nicht nur Hauptsponsor der Katalanen, sondern auch das berühmte Camp Nou wird erstmals mit einem Beinamen versehen, dem von Spotify.

Über die Sponsorensumme wurde Stillschweigen vereinbart. Die Zeitung "Mundo Deportivo" berichtet allerdings von über 400 Millionen Euro bis 2034.

Es kommt nicht nur auf die Größe an

Das österreichische Investment-Unternehmen Bitpanda stieg erst heuer in das Sportsponsoring ein, nachdem man bis dahin vor allem auf digitale Werbung gesetzt hatte. Bitpanda tritt als offizieller Partner der italienischen Rugby-Nationalmannschaft in Erscheinung.

Ein sehr kluges und vergleichsweise wohl günstiges Investment, spielt Italien doch jährlich beim prestigeträchtigen Six-Nations-Turnier sowie bei den Weltmeisterschaften. Die nächste WM steht schon wieder im Jahr 2023 auf dem Programm.

Sport wirtschaftlich weiterhin interessant

Unterschiedlichste Gründe führen dazu, dass Unternehmen in den Sport investieren. Für die Big-Player ist die enorme und oft weltweite Reichweite ein wichtiger Faktor, den der Sport abseits der digitalen Welt bieten kann.

Doch auch lokal ist Sport ein Investment wert, wie Win2Day und LAOLA1 erst vor Kurzem erläuterten.

Egal, ob große Welt- und Europameisterschaften oder regionaler Ligabetrieb, was den Sport so einzigartig macht, sind die Emotionen und die Fanbindung, von der jede Marke profitieren kann.

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