Innovationsprozesse kann man lernen!

Aufmacherbild Foto: © Daniel Widner
 

Durch Testen von Produkt- oder Dienstleistungsideen verringert sich das Risiko, einen Marktflopp zu erleiden. Gerade Produkte und Ausrüstungen im Sport peilen eine junge, für Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit besonders sensibilisierte Zielgruppe an! Da gilt es zweierlei Aspekte zu beachten: Wie testet man Innovationen, sodass sie nicht floppen? Wie erkennt man rechtzeitig Trends.

Getestet wird heute in schnellen Experimenten, denn die wichtigste Aufgabe eines Gründers oder Innovators ist es, Risiko und Ungewissheit maximal zu verringern. Das Marktrisiko besteht darin, das ein Produkt keine attraktiven Erträge erzielt, dass die Kunden nicht willens sind (genügend) zu bezahlen oder dass die Kosten zu hoch sind. Die Ideen durchlaufen also einen so genannten Innovationsfunnel und aus hunderten von Ideen kommen dann zwei, drei auf den Markt.

Damit beschäftigen sich zum Beispiel die Studierenden des MBA-Fernstudiums Business Administration & Sport der FH Burgenland (www.fokus-zukunft.at). Zunächst lernen sie die Grundlagen des Innovationsmanagements und dann geht es ran an die eigene Masterarbeit. Denn diese soll ihren Ideen eine fundierte Basis für ihre eigenen Geschäftsideen liefern. Wie bei 2 Minuten 2 Millionen müssen sie zahlreiche, kritische Expertenmeinungen überstehen, bis die Masterarbeit dann für in Ordnung eingestuft wird.

Diese Studierenden lernen in 3 Semestern berufsbegleitend, Trends frühzeitig aufzugreifen: Sustainability, Umweltschutz, Inklusion, Regionalität, Back-to-nature, Produkte aus Recycling-Materialien, Rückzug in die Heimatgegend und in das Zuhause (der aktuelle Hygge-Trend), lokale Lieferanten, Tauschgeschäfte und Sharing sind für Neuproduktentwicklungen und für das Image von Unternehmen fast schon ein Muss.

Die Initiative Together-for-Glaciers von Mammut, giftstofffreie und biologisch abbaubare Sporttextilien, die zu Biomasse und Biogas werden, Textilfärbemittel aus natürlichen Stoffen wie beispielsweise Nussschalen oder die Produktion von Outdoor-Sportbekleidung aus PET-Plastik, Plastikabfälle aus dem Meer, Wolle oder ausrangierten Textilien – alles musste durch einen Innovationsfunnel, innerhalb dessen von Beginn weg immer k.o.-Fragen gestellt werden, immer und immer wieder.

Klar ist, das kann man lernen, am besten studieren. Denn wer es schafft, Trends frühzeitig aufzugreifen und dabei auch noch weiß, wie man Produktideen bis zur Markteinführung harten Tests unterzieht, dessen Startups oder Produkte werden nicht so leicht floppen! Gut durchdacht ist schon der halbe Markterfolg! Und die „Zielgruppe Junge sportliche Menschen“ will alles: Nachhaltigkeit UND Funktionalität und das zu niedrigem Preis.

(Info: www.fokus-zukunft.at , nächster Jahrgangsstart: April 2021)

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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