Neuer Streaming-Support aus Österreich

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Die heutige E-Sport-Szene wäre ohne Streaming-Plattformen wie Twitch.tv einfach undenkbar. Der Vergleich mit der Gaming-Szene vor dem Streaming-Durchbruch zeigt, dass wenig Turniere ausreichend Reichweite erzeugten, um große Sponsorengelder lukrieren zu können. Zudem fiel die Entscheidung, ein Vollzeit-Spieler zu werden, um einiges schwerer.

Erst mit Twitch konnten sich Gamer eine verlässliche, regelmäßige Einkommensquelle schaffen, um sich ohne finanziellen Druck auf die großen Turniere vorzubereiten. Diese wichtige Rolle des Streaming erkannte der österreichische Jungunternehmer Thomas Rafelsberger mit seinem Team aus 11 Gaming-Enthusiasten und relaunchte die Plattform own3d.tv. Mit einem völlig neuen Look und einer frischen Philosophie soll dem Support von E-Sport ein österreichisches Gesicht gegeben werden.

Erfahrene Beobachter der Gaming-Szene dürften die genannte Domain sogar wiedererkennen. Unter dieser Adresse arbeitete im Jahr 2011 und 2012 einer der ersten Hauptkonkurrenten von Twitch.tv – leider nicht immer mit ganz einwandfreien Business-Ansätzen. So folgte schnell der Absturz der Streaming-Plattform. Während viele der ehemaligen Mitarbeiter eine eher zweifelhafte Odyssee antraten, landete die Domain selbst in einem sicheren Hafen, wo sie reifte, bis der E-Sport auch in Österreich einen ansehnlichen Stellenwert für sich beanspruchte.

Nun mit dem Start der eBundesliga, der A1 E-Sports-Ligen und der regelmäßigen Berichterstattung über den elektronischen Sport, ortete Thomas Rafelsberger das richtige Timing, um die österreichische, die deutschsprachige und die internationale Gaming-Szene auf eine ganz neue Weise zu unterstützen. Deshalb startete die Plattform im September 2017 mit einem tatsächlich internationalen Anspruch als Streaming-Support-Seite.

Der Wunsch nach einer Gaming-Karriere zeigt sich bei der Jugend vielfach. YouTuber und Streamer werden als die Top-Vorbilder bei Millennials angesehen. Nur geht es vielen Jung-Gamern in erster Linie um die Perfektion ihrer Gaming-Skills, damit auch der professionelle E-Sport in greifbare Nähe rückt.

Die grafischen Anforderungen des Online-Auftritts werden dabei sträflich missachtet. An dieser Stelle will das Start-up aus Österreich helfend einspringen. Mit vorgefertigten Overlays, Twitch-Panels und einem Avatar-Maker stellt sich der eigene Gaming-Kanal schnell attraktiv dar. Das Angebot soll in naher Zukunft aber sogar noch darüber hinaus gehen.

In Österreich wird also nicht nur elektronisch gekickt und neue Organisationen wie Arcticus erheben, wie berichtet, ihre Ansprüche. Ebenso scheinen E-Sport Themen den Unternehmergeist in Österreich zu inspirieren.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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