Astralis gewinnt Faceit Major Playoffs

Aufmacherbild Foto: © FACEIT London Major
 

Astralis dominierte die Playoffs des Faceit Majors: London 2018 in allen Belangen und holte sich völlig verdient den Major-Titel in einem schnellen Finale nach zwei Maps gegen Natus Vincere.

Favoritensiege in Viertelfinale

Die ersten Duelle vor Publikum in der Wembley-Arena fanden bereits am Donnerstag in den ersten beiden Viertelfinal-Spielen statt. Die deutsche Hoffnung BIG musste dabei bereits früh gegen einen ganz großen Favoriten auf den Turniersieg ran – Natus Vincere. BIG wählte dabei als erste Map de_dust2, eine Map auf der sie in der Legends Stage etwa FaZe mit 16:5 besiegen konnte und daher eine gute Wahl schien. Doch „s1mple“ ließ den Deutschen mit einer überragenden Leistung keine Chance, der 16:2-Sieg war ein klares Statement des späteren Finalteilnehmers. „NaVi“ wählte als zweite Map de_nuke, ein Pick der wohl überraschend kam, auch hier ließ man BIG mit 16:6 keine Chance.

Die überraschende Truppe von compLexity musste gegen die gemischte amerikanische Auswahl von MIBR ran. Auch hier verlief das Viertelfinale sehr einseitig, MIBR setzte sich in zwei Maps durch. Spannender wurde es an Tag Zwei zwischen Team Liquid und den HellRaisers. Hier ging das Duell über drei Maps, de_mirage ging an die Nordamerikaner, de_dust2 sicherte sich HellRaisers, die Entscheidungsmap ging mit 16:8 klar an Team Liquid, die ihrem Status als Mitfavorit auf den Turniersieg damit gerecht wurden.

Der große Kracher des Viertelfinales war jedoch das Aufeinandertreffen zwischen Astralis und dem FaZe Clan. Das Duell der beiden europäischen Top-Teams wurde den Erwartungen dabei mehr als gerecht. Auf de_mirage konnte sich Astralis nur knapp mit 16:14 den Sieg sichern und auch auf de_inferno wurde es spannend, die Dänen sicherten sich am Ende jedoch mit einem 16:12-Sieg den Einzug in das Halbfinale.

Die Weltspitze marschiert durch

In den beiden Semifinal-Begegnungen gab es dann zwar keine „Underdogs“ mehr, doch trotzdem konnten die zwei Top-Teams der Weltrangliste Astralis und Natus Vincere ihre Finaltickets in ziemlich eindrucksvoller Weise lösen. Die russisch-ukrainische Truppe musste gegen MIBR ran, die mit „Stewie2K“ und „tarik“ immerhin zwei ehemalige Spieler des Titelverteidigers Cloud9 in der Mannschaft haben. Mit zwei klaren Siegen setzte sich der Weltranglisten-Zweite jedoch klar durch und stand damit als erster Finalteilnehmer fest. Noch deutlicher fiel das Halbfinale zwischen Astralis und Team Liquid aus. Die Dänen gewannen mit 16:8 und 16:7 beide Maps deutlich und sorgten damit für das Traumfinale der zwei momentan besten Mannschaften der Welt.

Die Astralis-Ära

Dass die Counter-Strike Szene momentan in einer regelrechten Astralis-Ära lebt, trat am Sonntag dann im Finale mehr als deutlich zu Tage. Das große Finale begann abermals auf de_nuke, die kaum gespielte Map ist für die Dänen ein sicheres Pflaster, wobei auch „NaVi“ als nuke-Spezialist gilt. Der 16:6-Sieg machte jedoch deutlich, wer momentan der König der Atomkraftanlage ist.

Auf de_overpass sollte das Spiel in Folge etwas ausgeglichener verlaufen. Die Map die für AWP-Spieler sehr viel besser geeignet ist, gilt auch für „NaVi“ mit ihrem Star-AWP-Spieler Aleksandr „s1mple“ Kostylievals als gutes Terrain. Dieser fand jedoch lange nicht wirklich ins Spiel, zudem wussten die Dänen diesen gekonnt außer Kraft zu setzen. Selbst wenn Natus Vincere mal zwei Runden in Folge gewinnen konnte, hatte In-Game-Leader Lukas „gla1ve“ Rossander immer die richtigen taktischen Antworten parat um in Front zu bleiben.

Am Ende siegte Astralis mit 16:9 und holte sich damit den zweiten Major-Titel nach dem ELEAGUE Major 2017. Die Art und Weise wie das geschafft wurde, ist besonders beeindruckend. Am Papier hatten sie den schwersten Weg in das Finale, haben in der gesamten K.-o.-Phase aber keine einzige Map-Niederlage hinnehmen müssen. Zudem haben die Dänen gezeigt, dass Counter-Strike ein Teamsport ist, nicht einzelne Star-Spieler haben das Turnier entschieden, sondern eine gemeinsame Teamleistung, die ausgeglichenen Statistiken belegen dies. Ihr Platz als unangefochtene Nummer Eins der Welt, wurde damit einmal mehr bekräftigt.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»
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