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Hirscher hauchdünn am ersten Saisonsieg vorbei

LAOLA1 Foto: ©

Zweites Rennen, zweites Podest! Marcel Hirscher darf sich über einen gelungenen Saisonauftakt freuen.

Der Salzburger verpasst beim Slalom in Levi nur hauchdünn den ersten Saisonsieg.

Spielverderber war Andre Myhrer. Der Schwede, Führender nach dem 1. Durchgang, rettete 0,06 Sekunden seines Vorsprungs ins Ziel und feierte saisonübergreifend seinen dritten Slalom-Sieg in Serie.

Hirscher überrascht im ungeliebten Flachen

Hirscher überraschte beim Premiereneinsatz der von ihm mitentwickelten Slalom-Ski mit einer starken Performance im Flachstück.

"Supercool, dass meine eigenen Ski im Flachen auch noch funktionieren", sagte der Salzburger, der als bisher bestes Ergebnis in Levi einen 26. Platz (2009) zu Buche stehen hatte.

"Großartig! Von dem Hang habe ich in der Vergangenheit ja eine g'scheite Watschn bekommen", sagte Hirscher, der sich auf dem Heimflug freute und vom nasskalten Wetter genug hatte.

Myhrer freut sich über "schönen Start"

Myhrer wird im Kampf um die kleine Kristallkugel für die Disziplinwertung auch heuer wieder ein harter Brocken, der Titelverteidiger freute sich über den fünften Weltcupsieg und einen "schönen Start".

Nach überstandenen Rückenproblemen hatte er ein sichtlich gutes Sommertraining absolviert. Als weitere Österreicher klassierten sich Manfred Pranger an 12. und Benjamin Raich an 20. Stelle.

Herbst nutzt unverhoffte Chance

Reinfried Herbst profitierte vom Missgeschick des Mario Matt. Der Tiroler war im ersten Durchgang an die achte Stelle gekommen, aber wegen minimal zu hoher Bindungsplatte disqualifiziert worden.

Somit rutschte Herbst als 30. noch in den zweiten Durchgang. Der Salzburger lag als 31. ursprünglich 1/100 Sekunde hinter jenem Rang, der die Finalteilnahme bedeutete.

"Man kann keine Trainingstage herzaubern. Leider habe ich hier im ersten Durchgang den letzten Übergang verpasst", sagte der Sieger von 2009, der dann im Finale im Kurs des Schweden-Coaches Marko Pfeifer und mit optimaler Startnummer aufdrehte.

Herbst fühlt mit Matt

"Ich war mit dem Kopf schon bei der Heimreise. Das fühlt sich an wie ein Stockerlplatz", sagte Herbst, den es für Matt und dessen Servicemann leidtat.

"Das ist brutal bitter. Aber es war Glück für mich. Wäre ich nicht dabei gewesen, hätte ich es mir aber selbst vorwerfen müssen. Im ersten Lauf ist die Sicherheit mitgefahren. Der zweite war der beste Lauf, den ich bisher hatte. Und ich habe ja erst 14 Trainingstage in den Beinen", meinte Herbst, der im Sommer Operationen an Schulter und Knie über sich ergehen lassen musste.

Enger erster Durchgang

Im von ÖSV-Trainer Michael Pircher flüssig gesteckten ersten Durchgang lagen die ersten 30 innerhalb von 1,59 Sekunden, auch mit hoher Startnummer war noch alles möglich.

Die bei der Präparierung mit dem Balken vereiste Piste hielt den über Nacht gekommenen Plusgraden und dem Nieselregen stand.

Rainer Schönfelder konnte die Chance nicht nützen, der Kärntner landete nur an 52. Stelle. Ebenfalls nicht qualifiziert hatten sich Wolfgang Hörl (35.), Manuel Feller (40.) und Manuel Wieser (55.).

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