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Egelseder: "So fertig war ich noch nie"

LAOLA1 Foto: ©

Von seiner schönsten Seite zeigte sich der Sommer am Samstag in Tauplitz/Bad Mitterndorf bei der zweiten Auflage von Red Bull 400.

Red Bull 400 – das ist der Bergsprint auf den Kulm, bei dem es jeder einzelne der 400 Meter wirklich in sich hat:

Extreme Steigungen von bis zu 72 Prozent, 198 Meter Höhendifferenz, keine Passage zum Durchatmen, ein international hochkarätig besetztes Starterfeld.

Premiere begeisterte 3.000 Zuschauer 

Gestartet wurde im Full Distance Einzelbewerb sowie in 4 mal 100 Meter Staffeln, jeweils für Damen und Herren.

Heuer nahmen den Kulm nicht nur über 400 Laufsportler in den Einzel- und Staffelwertungen in Angriff: Zur Begeisterung der über 3.000 Zuschauer bezwangen erstmals auch Feuerwehrteams die Skiflugschanze von unten nach oben.

Die heimischen Adler Andi Goldberger und Thomas Morgenstern machten es zur Abwechslung den Gämsen gleich und holten sich den 6. Platz in der Staffelwertung.

"Alles tut weh"

Bei den Herren nicht zu schlagen war an diesem Tag Piotr Lobodzinski mit einer Zeit von 5:16,05 Minuten.

An die Vorjahres-Bestmarke des türkischen Bergläufers Ahmed Arslan (5:04,58 Minuten) kam der Pole bis auf 11 Sekunden heran:

„Ich habe während des gesamten Rennens nur zwei Mal nach oben geschaut. Wenn du das zu oft machst, siehst du nur, wie viel noch vor dir liegt. Ich bin einfach gelaufen. Alles tut weh“, strahlte der Pole im Ziel.

Bei den Damen dominierte Margit Egelseder in 6:23,50 Minuten: „Wahnsinn, das ist mit einem normalen Berglauf nicht vergleichbar, so fertig war ich noch nie. Aber dafür ist es auch am schnellsten vorbei“, freute sich die Athletin über ihren Sieg.

Prominente Unterstützung

Sämtliche Teilnehmer traten ihren „Gipfelsturm“ teilweise auf allen Vieren an und waren im Ziel mit ihren Kräften total am Ende.

Trotz dieser unglaublichen Strapazen begegnete die Skisprunglegende Andreas Goldberger seinem ehemaligen Arbeitsplatz bereits zum zweiten Mal als Einzelkämpfer in der für ihn unüblichen Gegenrichtung.

Für seinen Start in der Staffelwertung mit insgesamt 22 Teams hatte der Oberösterreicher prominente Unterstützung mit an Bord: Thomas Morgenstern, seinen Trainer Heinz Kuttin und Manager Hans Gschwendtner.

"Die Hax'n brennen"

„Dieses Rennen ist echt zach, die Hax’n brennen. Ich konzentriere mich aber lieber wieder auf‘s Runterspringen“, schmunzelte der Überflieger, der als Schlussläufer den 6. Platz für die „Superadler“ locker ins Ziel brachte.

Die Salomon-Staffel erreichte den 9. Rang. Klarer Sieger wurde das Team LCAV Doubrava in sensationellen 3:18,18 Minuten.

Der Kulm brannte

Heiß her ging es auf der größten Naturflugschanze der Welt, als die 14 Feuerwehr-Teams zu je vier Mann hoch antraten. In einem heiß umkämpften Zielsprint erkämpften sich die Mannen der FF Kitzbühel den Sieg.

Knapp dahinter platzierten sich die Teams der FF Lembach und der FF Pichla bei Radkersburg.

Hochkarätig besetzt

Auch im zweiten Jahr konnte sich das Starterfeld von Red Bull 400 sehen lassen.

Elf Nationen (Österreich, Deutschland, Polen, Slowenien, Italien, Tschechien, Slowakei Bosnien, Großbritannien, Mazedonien und Ungarn) waren vertreten und prominente Teilnehmer mit dabei, wie beispielsweise Judoka Sabrina Filzmoser, die in der Damen-Einzelwertung unter knapp 20 Teilnehmerinnen den hervorragenden 4. Platz belegte.

RangNameNationZeitRückstand
1LOBODZINSKI PiotrPOL5:16.05
2MIKLOSA MatjazSLO5:19.363.31
3TOCKNER AndreasAUT5:26.8310.78
4CELKO TomasSVK5:37.6721.62
5MORGENBESSER ThomasAUT5:42.1626.11
6MEYER HansAUT5:45.0929.04
7SZMYT PiotrPOL5:45.6729.62
8ROTTMOSER SeppiGER5:47.7831.73
9SCHROTTMAYER PeterAUT5:48.6332.58
10PICHLMAYR MarcoAUT5:54.0037.95
RangNameNationZeitRückstand
1EGELSEDER MargitAUT6:23.50
2KUBICKA IrmiAUT6:30.867.36
3WAIß AnitaAUT7:12.1448.64
4FILZMOSER SabrinaAUT7:45.971:22.47
5PUCHNER UlliAUT7:49.911:26.41
6MANDLBAUER MichaelaAUT8:24.602:01.10
7MEIßL LisiAUT8:35.512:12.01
8OBCZOVSKY NinaAUT8:40.362:16.86
9PACHLER KatjaAUT8:44.142:20.64
10MITTERER ManuelaAUT9:13.782:50.28

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