Der "Gorilla" bessert nach

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Ausreißer im Pech - Greipel erneut im Freudentaumel

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Andre Greipel hat erneut zugeschlagen.

Der Deutsche - Spitzname "Gorilla" - holte sich am Donnerstag im Sprint in St. Quentin seinen zweiten Tour-de-France-Etappensieg in Folge.

Der am Vortag wie sein österreichischer Sky-Teamkollege Bernhard Eisel gestürzte Weltmeister Mark Cavendish kam nicht über Platz fünf hinaus.

Gesamtführender ist weiterhin der Schweizer Fabian Cancellara.

Wieder ein Sturz kurz vor dem Ziel

Auch auf der 196,5 km langen fünften Etappe brachte ein Sturz innerhalb der Drei-Kilometer-Marke Unruhe ins Feld.

US-Sprinter Tyler Farrar ging zu Boden, auch der zweifache Etappensieger Peter Sagan war betroffen. Der Slowake konnte nicht mehr in die Entscheidung eingreifen.

Greipel im Bergaufsprint souverän

Greipel entschied den Bergaufsprint souverän vor dem Australier Matthew Goss und dem Argentinier Juan Jose Haedo für sich. "Dabei war ich sogar hinter dem Sturz", erinnerte der 29-Jähriger.

"Ich hatte aber die beste Mannschaft, sie haben mich wieder herangeführt." Erst 150 Meter vor dem Ziel stellte der Sprint-Zug von Lotto-Belisol die Protagonisten des Tages - Matthieu Ladagnous, Pablo Urtasun, Jan Ghyselinck und Julien Simon bildeten die Ausreißergruppe.

Härtester Sprint der Karriere?

"Das war ein extrem harter Sprint, vielleicht der härteste, den ich jemals gefahren bin", meinte Greipel, der sich schon am Vortag in Rouen durchgesetzt hatte.

Für den Spurt-Dominator der Österreich-Rundfahrten 2009 und 2010 war es der insgesamt dritte Tour-Etappensieg seiner Karriere. Seine Premiere hatte er im Vorjahr in Carmaux gefeiert.

Eisel musste genäht werden

Eisel musste am Dienstag wegen eines Cuts über dem Auge genäht werden. Der Steirer konsultierte auch am Donnerstag den Rennarzt, kann aber weiterfahren.

In der Entscheidung war Cavendish allerdings auf sich allein gestellt, verpasste seinen zweiten Etappensieg in diesem Jahr.

Cancellara weiter in Gelb

Am Freitag in Metz dürfte er eine weitere Chance erhalten, ehe es am Samstag erstmals in die Berge geht. Die erste Bergankunft steht in La Planche des Belles Filles in den Vogesen auf dem Programm. In der Gesamtwertung blieb vorerst alles beim Alten.

Prologsieger Cancellara führt weiterhin sieben Sekunden vor dem britischen Topfavoriten Bradley Wiggins und dem Franzosen Sylvain Chavanel.

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