Fuglsang kann Sekt kaltstellen

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Fuglsang vor Gesamtsieg, Rohregger fällt zurück

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Jakob Fuglsang steht als erster dänischer Gewinner der Österreich-Rundfahrt praktisch fest.

Der 27-Jährige aus dem Team RadioShack baute im Einzelzeitfahren am Samstag in Podersdorf am Neusiedlersee seine Führung auf 1:24 Minuten aus, nur noch ein arges Missgeschick auf den letzten 122 Kilometern nach Wien kann ihn den Sieg kosten.

Die 24,1-km-Prüfung gegen die Uhr brachte Verschiebungen im Vorderfeld, Thomas Rohregger fiel als bester Österreicher vom vierten auf den siebenten Rang zurück.

Der Tagessieg ging an den Italiener Marco Pinotti. Der BMC-Profi ist als ausgewiesener Zeitfahr-Spezialist bekannt und setzt es sich 32 Sekunden vor Kristof Vandewalle (OPQ) durch.

Fuglsang ungefährdet

Fuglsang führt nach dem zwölften Tagesrang im Zeitfahren vor dem auf Platz zwei vorgestoßenen Schweizer Steve Morabito (Team BMC) und 1:52 vor Robert Vrecer, dem Slowenen im Trikot des Teams Vorarlberg.

"Auf der zweiten Hälfte der Strecke musste ich kämpfen, aber mit dem Sieg in Österreich bin ich sehr zufrieden", erklärte der frühere Mountainbiker. "Das war ein echtes Rennen diese Woche, mein Team hat super gearbeitet", erklärte der in Genf geborene Däne.

"Ich wollte unbedingt gewinnen, nach den Problemen im Vorfeld wollte ich mir selbst und dem Team beweisen, dass ich stark fahren kann." Sein Karriere-Ziel ist es, das Gelbe Trikot auch bei der Tour de France zu tragen.

Schwaches Zeitfahren von Rohregger

Rohregger hatte als Kollege zum Erfolg Fuglsangs beigetragen, natürlich hätte er sich lieber selbst zum zweiten Mal nach 2008 in dieser Position gesehen.

Er büßte jedoch im Zeitfahren (Rang 33/+2:09) drei Plätze ein und lag als Siebenter eine Sekunde hinter Tagessieger Marco Pinotti (ITA) und am Ende 50 Sekunden hinter dem Gesamtdritten Vrecer. Der 29-jährige Tiroler wirkte enttäuscht, hob aber das für ihn Positive hervor.

"Ich habe in letzter Zeit großes Augenmerk auf die Berge gelegt, dort war ich auch stark, und weniger auf das Zeitfahren. Die Endplatzierung ist sekundär", erklärte Rohregger.

Er vermutete, den möglichen Spitzenplatz am Kitzbüheler Horn (3.) vergeben zu haben. "Wenn ich dort taktisch klüger gefahren wäre und das Gelbe Trikot gehabt hätte, hätte es anders aussehen können."

"Nie wirklich in Schwierigkeiten"

So aber durften seine dort schlechter platzierten Kollegen den damaligen Spitzenreiter Danilo di Luca (der Ex-Giro-Sieger fiel am Samstag auf den 4. Rang zurück) attackieren.

Fuglsang nützte dies zum Sieg auf der Glockneretappe und der Übernahme der Gesamtführung, die er sicher nach Wien bringen wird. Der Däne gab sich selbstbewusst: "An den letzten drei Tagen war ich nie wirklich in Schwierigkeiten."

Zoidl als 14. bester Österreicher

Die Prüfung gegen die Uhr auf dem flachen Kurs zwischen Podersdorf und Illmitz offenbarte einmal mehr die Schwäche der Österreicher in dieser Disziplin. Stark präsentierte sich allerdings Riccardo Zoidl am Tag nach seiner langen Flucht auf der NÖ-Etappe.

Der Oberösterreicher, der sich für ausländische Teams interessant machen will, landete nur 0,55 Sekunden hinter Fuglsang (WM-10. 2011) und noch vor dem slowenischen Meister Vrecer an der 14. Stelle.

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