Team Schwaiger zieht Reißleine

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"Erfolgreiche Olympia-Qualifikation nicht realistisch"

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Der ehemalige Beach-Volleyball-Europameisterin Stefanie Schwaiger hat die Zusammenarbeit mit Lisa Chukwuma bereits nach zwei Monaten wieder beendet.

Die Niederösterreicherin spielt ab sofort mit der routinierten Barbara Hansel, die bei ihrer vorangegangenen Partnerinwahl im Juli noch nicht zum Zug gekommen war.

Zusammenarbeit bis 2016 geplant

Damals hatte sich die 28-Jährige Schwaiger den Beach-Neuling Chukwuma als Mitspielerin ausgesucht, nachdem ihre Schwester Doris während der Saison überraschend den Rücktritt verkündet hatte.

Die eigentlich bis Olympia 2016 geplante Zusammenarbeit mit Chukwuma endet nun aber schon nach einigen Wochen und sieben wenig erfolgreichen Turnieren. Am Freitag schied das Duo beim CEV-Masters in Baku in der ersten K.o.-Runde aus.

Gemeinsam mit den Betreuern sei man zur Einsicht gekommen, dass die 22-jährige Vorarlbergerin doch nicht die Richtige sei.

"Lisas Talent ist unumstritten. Sie ist jung, sehr ehrgeizig und talentiert, hat im Training und bei den Turnieren innerhalb der kurzen Zeit große Fortschritte gemacht", so Schwaiger zuerst.

"Die Trainer und ich mussten aber einsehen, dass zwischen Hallen- und Beachvolleyball einfach zu große Unterschiede liegen, sodass eine erfolgreiche Olympiaqualifikation nicht realistisch ist. Rio kommt für uns zu früh", erklärte die Waldviertlerin und bedankte sich bei Chukwuma für die Anstrengungen.

Hansel als erfahrener Ersatz

Mit der 30-jährigen Hansel holte sie sich eine sehr erfahrene World-Tour-Spielerin an ihre Seite. Die 1,86 m große Salzburgerin wollte nach dieser Saison ihre Karriere eigentlich beenden, jetzt steht aber ab Montag Training für den Grand Slam in Sao Paulo ab 23. September auf dem Programm.

"Babsi ist ein Vollprofi. Ich bin sehr dankbar, dass sie trotz der schwierigen Situation sofort ja gesagt hat. Uns fehlt natürlich eine gemeinsame Vorbereitung, aber wir machen jetzt einfach das Beste daraus", so Schwaiger.

Die Entscheidung dürfte auch im Hinblick auf die demnächst anstehende Neubewertung der Olympia-Förderkader gefallen sein. Hansel nahm die unerwartete Herausforderung jedenfalls gerne an.

"Für mich ist das eine sehr erfreuliche Überraschung. Mein Rücktritt vom Spitzensport stand fest, da ich keine sportlichen Perspektiven mehr gesehen habe", meinte Hansel. Nun sei die Qualifikation für Olympia in zwei Jahren ein realistisches Ziel.

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