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Start-Ziel-Sieg von Baumschlager im Schneebergland

LAOLA1 Foto: ©

Start-Ziel-Sieg für Raimund Baumschlager (Skoda Fabia S2000) bei der Schneebergland-Rallye. Der Oberösterreicher siegt nach 15 Sonderprüfungen 26,3 Sekunden vor Meister Beppo Harrach (Mitsubishi Evo IX) und feiert seinen 4. Saisonerfolg.

Vorjahressieger im Pech

Vorjahressieger Manfred Stohl (Erdgas-Mitsubishi) kämpft am zweiten Tag mit Problemen und belegt mit 5:48 Minuten Rückstand hinter Lokalmatador Gerwald Grössing und Kris Rosenberger Rang fünf.

In der Meisterschaft baut Baumschlager den Vorsprung auf die punktegleichen Stohl und Harrach aus.

Schwierigste Rallye 2012?

Die 3. Auflage der Schneebergland-Rallye im niederösterreichischen Rohr im Gebirge ist ein echter Härtetest für Mensch und Material. Im Gegensatz zu den ersten beiden Jahren wird die Streckenführung verändert. Die gefürchtete Sonderprüfung Haraseben wird aus dem Programm genommen und durch andere Prüfungen ersetzt. Zudem wird der Schotteranteil wesentlich erhöht. Viele Piloten sprechen von der derzeit schwierigsten aber auch schönsten Rallye Österreichs.

Gerwald Grössing, der als "Vater" der Schneebergland-Rallye gilt, ist maßgeblich am Gelingen der Rallye beteiligt. Dies nicht nur als Fahrer, sondern auch als Förster und Jäger.

"Mundl" greift nach 10. Meistertitel

Mit dem vierten Sieg im fünften Saisonrennen gelingt Raimund Baumschlager einen vorentscheidender Schritt in Richtung Meistertitel. Der neunfache österreichische Champion dominiert die Rallye vom ersten Kilometer weg. Der Skoda Fabia S2000 des Oberösterreichers fühlt sich auf den durchwegs WM-würdigen neuen Sonderprüfungen rund um Rohr im Gebirge genauso wohl wie sein "Herrl".

Die Strecken erweisen sich als derart anspruchsvoll, dass die letzte SP wegen heftigen Regens von der Rallyeleitung sogar aus Sicherheitsgründen abgesagt werden muss. Baumschlager: "Das war mein wahrscheinlich schönster Sieg heuer. Ich war jederzeit in der Lage, einen Speed zu fahren, der der Konkurrenz wenig Chance gelassen hat."

Harrach: "Unser Auto war zu lang und zu schwer!"

Dem Sieger am nächsten kommt "Noch-Meister" Beppo Harrach, der mit dem Schicksal hadert: "Leider haben wir hier mit unserem schweren, großen Mitsubishi gegen den kleinen, wendigen Skoda von Baumschlager von Anfang an keine Chance gehabt. Die Prüfungen sind uns nicht so entgegengekommen wie ihm. Das soll aber Baumschlagers Sieg keineswegs schmälern. Der war absolut verdient."

Hausher fahrt wieder aufs Podest

Platz drei sichert sich Gerwald Grössing, der nach dem zweiten Platz im Vorjahr wiederum aufs Podest fährt. "Ich habe bei dieser Rallye Höhen und Tiefen durchlebt. Die Höhen lagen in absolut guten Sonderprüfungszeiten, die Tiefen in immer wieder ungewollten Ausritten."

Stohl reißt sich ein Rad ab

Seinen Stockerlplatz hat Grössing auch dem Pech von Manfred Stohl zu verdanken. Auf SP 12 touchiert der Vorjahressieger einen Gegenstand, reißt sich an seinem Mitsubishi ein Rad aus und lässt dadurch zwei Minuten liegen. Stohl erklärt: "Das war insgesamt kein guter Tag für uns. Abgesehen vom Pech mit dem Rad ist auch so nicht viel von dem aufgegangen, was ich mir vorgenommen habe." Am Ende reichte es trotzdem noch zu Platz fünf hinter dem im Lauf der Rallye immer stärker werdenden Kris Rosenberger.

Nächster 2-WD-Sieg für Michael Böhm

Die 2-WD-Wertung holt sich Suzuki-Pilot Michael Böhm, der bereits  bei der Bosch-Rallye siegte. "Dieser Erfolg bedeutet mir unheimlich viel. Ich gewöhne mich von Mal zu Mal besser an mein Auto", freut sich Böhm. Den Suzuki-Doppelsieg komplettiert Max Zellhofer, der damit die alleinige Führung in der 2-WD-Wertung übernehmen kann.

Danzinger fällt aus

Profitiert hat er dabei vom Ausfall des lange Zeit führenden Hannes Danzinger. Dieser stellt seinen VW Scirocco mit defekter Antriebswelle in SP 7 ab.

Klemens Haingartner schnappt sich den Schneebergland-Sieg in der Division III. Der Steirer gewinnt vor seinem Suzuki-Kollegen Damian Izdebski. Beide Piloten genießen ihren Erfolg, weil gerade sie in den letzten Läufen nicht vom Glück verfolgt waren. Diesmal erwischt es Rene Rieder, der mit technischem Defekt am Suzuki ausfiel. 

Wagner und Göttlicher gewinnen bei den Historischen

Historischer Sieger wird einmal mehr Karl Wagner, der mit seinem Porsche 911 Oskar Hebenstreit im Ford Escort klar auf Platz zwei verwies. Kurt Göttlicher gewinnt den OSK-Pokal der Historischen.

Endstand der Schneebergland-Rallye 2012 nach 14 Sonderprüfungen:

  1. Raimund Baumschlager/Klaus Wicha (Skoda Fabia S2000)      1:13:11,1 Std
  2. Beppo Harrach/Andreas Schindlbacher (Mitsubishi Evo IX R4) + 26,3 Sek
  3. Gerwald Grössing/Sigi Schwarz*)  (Mitsubishi Evo VII) +3:15,4 Min
  4. Kris Rosenberger/Tina Maria Monego (VW Polo S2000) +4:44,6 Min
  5. Manfred Stohl/Ilka Minor  (Mitsubishi Evo IX CNG) +5:48,8 Min
  6. Willi Stengg/Jürgen Klinger (Subaru Impreza WRX) +6:32,4 Min
  7. Mario Saibel/Ursula Mayrhofer (Mitsubishi Evo X R4) +7:02,1 Min
  8. Hermann Neubauer/Jürgen Rausch (Subaru Impreza R4) +7:34,6 Min
  9. Michael Böhm/Katrin Becker**)  (Suzuki Swift 1600) +8:34,5 Min
10. Manfr. Pfeiffenberger/C. Pfeiffenberger (Mitsubishi Evo IX)          +9:52,3 Min
14. Karl Wagner/Gerda Zauner***)   (Porsche 911) +16:43,2 Min
15. Eugen Friedl/Peter Treybal****)   (Mitsubishi Evo IX) +16:48,4 Min
17. Klemens Haingartner/Anja Blazek*****)  (Suzuki Swift Sport) + 17:47,0 Min
21. Kurt Göttlicher/Silvia Dolezal******) (Ford Sierra) +21:30,5 Min
       *) 1. in der Division V
      **) 1. in der 2-WD-Wertung
     ***) 1. in der Historischen Staatsmeisterschaft
   ****) 1. im Schottercup
  *****) 1. in der Division III
******) 1. im Historischen OSK-Pokal

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