Marquez mit Geduld zum Sieg

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Marquez beweist im Kampf um den Sieg Geduld

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Zweiter Sieg in Serie für Marc Marquez! Der amtierende Weltmeister gewann nach dem Deutschland-Grand-Prix auch in Indianapolis.

Jorge Lorenzo hatte das Rennen lange angeführt, musste sich am Ende aber mit Rang zwei begnügen.

Valentino Rossi holte sich in einem sehenswerten Zweikampf gegen Dani Pedrosa die dritte Position auf dem Podium.

Lorenzo schoss am Start vorbei

Bei dunklen Wolken über dem Indianapolis Motor Speedway, aber trockenen Bedingungen starteten die MotoGP-Piloten in ihr zehntes Saisonrennen.

Der große Reifenpoker war ausgeblieben. Alle Spitzenpiloten wählten ihre härtesten Mischungen an beiden Rädern.

Von Startplatz drei aus kam Jorge Lorenzo am besten Weg und bog vor dem Repsol-Honda-Duo Marc Marquez und Dani Pedrosa in Kurve eins ein. Dahinter reihte sich Andrea Iannone vor Bradley Smith und Valentino Rossi ein, der von Startplatz acht bereits zwei Ränge gut gemacht hatte.

Rossi arbeitete sich vor

Schon in Runde eins schnappte sich Rossi auch seinen Yamaha-Kollegen Smith. Der Brite verschätzte sich beim Anbremsen von Kurve zehn am Ende der Gegengeraden und Rossi schlüpfte innen durch.

Am Anfang von Runde zwei ging der Altmeister dann auch an seinem italienischen Landsmann Andrea Iannone vorbei, der ebenfalls einen Fehler gemacht hatte. Rossi war somit nun erster Verfolger des spanischen Spitzentrios Lorenzo-Marquez-Pedrosa, wobei ihm gut eine Sekunde auf den drittplatzierten Pedrosa fehlte.

Lorenzo und Marquez hatten ihrerseits ein paar Zehntel Vorsprung auf Rang drei.

Rossi konnte zunächst keinen Boden auf Pedrosa gutmachen. Erst in Runde acht verkleinerte er erstmals den Abstand auf den Katalanen, der seinerseits Zeit gegenüber dem Duo an der Spitze verlor.

Doch auch hier tat sich in den folgenden Umläufen eine kleine Lücke auf, nachdem Marquez einen heftigen Rutscher nur mit Mühe abfangen konnte.

In Runde zehn fuhr Lorenzo erstmals mehr als eine halbe Sekunde vor Polesitter Marquez, der aber schon bald wieder am Hinterrad seines Rivalen hing.

Noch einmal Regengefahr

Rossi drehte nun so richtig auf und fuhr die schnellsten Runden im gesamten Feld, teilweise über drei Zehntel schneller als sein Teamkollege und WM-Gegner Lorenzo an der Spitze.

In Runde 18 war es schließlich so weit und Rossi drückte sich in Kurve zwei innen an Pedrosa vorbei. Der Rückstand auf das Spitzenduo war inzwischen aber auf über drei Sekunden angewachsen.

Acht Runden vor Ende mischte sich aber auch der Wettergott in den Kampf um den Sieg ein. Es begann leicht zu regnen und die Flaggen zur Warnung der Piloten wurden geschwenkt. Allzu stark fiel der Niederschlag aber nicht aus und die Zeiten wurden praktisch nicht langsamer.

Sogar schneller wurde Dani Pedrosa, der sich wieder an Rossi herantastete und bald wieder den Anschluss gefunden hatte.

Fünf Runden vor Ende holte sich der Spanier auf der Start-Ziel-Geraden noch vor Kurve eins wieder den dritten Rang zurück. Der Konter des Doktors folgte aber umgehend, nachdem Pedrosa in Kurve zehn eine weite Linie gehen musste.

Marquez fand die Lücke

Nun wurde es auch an der Spitze ernst. Marquez fuhr einen neuen Rundenrekord und machte mächtig Druck auf Lorenzo. Drei Runden vor Ende ging er schließlich in Kurve eins an Lorenzo vorbei.

Der Mallorquiner versuchte im nächsten Umlauf an derselben Stelle einen Konter, musste aber zurückstecken. Lorenzo versuchte bis zur Zielflagge alles, doch Marquez war an diesem Tag nicht zu schlagen und sicherte sich seinen dritten Saisonsieg, den zweiten in Serie. Lorenzo wurde Zweiter.

Der Kampf um Platz drei blieb ebenfalls bis zum Ende spannend. Dani Pedrosa hatte beim letzten Durchfahren von Kurve eins noch einmal Rossi überholt, doch der WM-Leader konnte ein letztes in Kurve zwei zurückschlagen und fuhr so als Dritter auch im zehnten Saisonrennen auf das Podium und führt in der Weltmeisterschaft nun neun Punkte vor Lorenzo.

Pedrosa musste sich mit Platz vier begnügen.

Iannone Best of the Rest

Andrea Iannone fuhr auf den fünften Platz vor dem Tech3-Duo Bradley Smith und Pol Espargaro. Cal Crutchlow wurde Achter.

Andrea Dovizioso kam nach einem Ausrutscher in der Startphase immerhin noch auf Rang neun vor Danilo Petrucci.

Maverick Vinales war als Elfter der bessere der beiden Suzuki-Piloten. Yonny Hernandez wurde Zwölfter vor Scott Redding. Aleix Espargaro kam nicht über die 14. Position hinaus.

Hector Barbera holte sich den Sieg in der Open-Klasse und sammelte als 15. den letzten WM-Punkt.

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