Siegeslauf in Singapur hält an

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Gegen Vettel war aber kein Kraut gewachsen. "Er war das ganze Wochenende zu schnell für uns", gestand Alonso. In der entscheidenden Phase vor seinem zweiten Stopp fuhr der Deutsche fast zwei Sekunden pro Runde heraus.

Räikkönen trotz Handicap stark

"Normalerweise müssen wir ihn sogar etwas kontrollieren, diesmal haben wir ihn einfach von der Leine gelassen", erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Er war zwei Sekunden schneller als alle anderen, das war phänomenal."

Mit dem 33. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere zog Vettel in der ewigen Bestenliste an seinem Dauerrivalen Alonso (32) vorbei. Der Ausnahmekönner ist damit auch in dieser Wertung der erfolgreichste aktive Formel-1-Pilot.

Räikkönen vermochte in seinem ersten Rennen nach Feststehen seines Wechsels zu Ferrari trotz Rückenproblemen zu überzeugen. Der finnische Ex-Weltmeister wurde dank kluger Strategie trotz Startplatz 13 noch Dritter.

Ricciardo sorgt für Safety-Car-Einsatz

Ricciardo machte ausgerechnet im zweiten Rennen nach Bekanntgabe seiner Beförderung vom Zweitteam Toro Rosso ab der kommenden Saison einen folgenschweren Fehler.

Der Australier bremste in Runde 25 zu spät, krachte in die Streckenbegrenzung. In der folgenden, für Singapur obligatorischen Safety-Car-Phase zogen mit Ausnahme von Red Bull und Mercedes alle Spitzenteams ihren zweiten Boxenstopp vor.

Für Mercedes erwies sich die Entscheidung als die falsche. Der bis dahin zweitplatzierte Nico Rosberg und Lewis Hamilton kamen am Ende nicht mehr über die Plätze vier und fünf hinaus.

Mercedes verspekuliert sich, Webbers Auto brennt

"Das war ein klarer Strategiefehler", kritisierte Team-Aufsichtsratsschef Niki Lauda. "Das darf nicht mehr passieren." Weil einige Fahrer Probleme mit ihren Reifen bekamen, spitzte sich das Rennen hinter Vettel, Alonso und Räikkönen im Finish aber noch einmal dramatisch zu.

Die McLarens von Jenson Button und Sergio Perez etwa fielen hinter die beiden Silberpfeile und Felipe Massa im Ferrari auf die Ränge sieben und acht zurück.

Webber verabschiedete sich mit Defekt, sein Auto fing in der letzten Runde sogar Feuer. Der Australier suchte daraufhin eine Mitfahrgelegenheit zu den Boxen - und fand sie auf dem Boliden seines Freundes Alonso.

Das nächste Rennen steigt am 6. Oktober in Südkorea.

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