Ein kurzes Vergnügen

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Der Red Bull Ring - ein kurzes Vergnügen

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Der eine schlendert gemütlich, der andere tastet sich vorsichtig über jeden Randstein.

Beim Begehen der Rennstrecke hat jeder Fahrer seine eigenen Gewohnheiten.

Bevor der Red Bull Ring von den Formel-1-Piloten mit ihren Boliden in Angriff genommen wird, haben die Fahrer mit ihrer Crew, wie auf jeder Strecke, die Möglichkeit, einen Spaziergang über die Piste vorzunehmen.

Viele waren diesmal besonders sorgfältig – stellt die Strecke in Spielberg für die meisten des Fahrerfeldes doch völliges Formel-1-Neuland dar.

Vier Fahrer von 2003 noch dabei

Nur Kimi Räikkönen, Felipe Massa, Fernando Alonso und Jenson Button sind schon 2003 beim letzten Grand Prix von Österreich auf der 4,3 Kilometer langen Strecke unterwegs gewesen.

Andere wiederum, wie zum Beispiel Sebastian Vettel, kennen den Ring noch von anderen Rennserien. 2003 belegte der Heppenheimer in der Formel-BMW die Plätze sechs und acht in den beiden Rennen.

Ich war 13 Jahre alt, als ich zum ersten Mal hier gefahren bin. Es ist eine kurze Strecke mit nur wenigen Kurven, aber eine ziemlich herausfordernde. Besonders die Aufwärts- und Abwärtspassagen machen richtig Spaß“, erklärt der vierfache Weltmeister das Heimrennen seines Teams.

"Jede Runde ein Adrenalin-Rausch"

Die frischesten Erinnerungen bringen Daniil Kvyat und Kevin Magnussen mit in die Steiermark. Erst im Vorjahr waren die beiden in der Formel Renault am Red Bull Ring unterwegs.

Magnussen überzeugte im Vorjahr mit zwei dritten Plätzen. Der Däne unterstreicht besonders die physische Herausforderung für die Piloten: „Als Fahrer muss man hier richtig hart arbeiten. Jede Runde ist ein neuer Adrenalin-Rausch. Die Kurven hören einfach nicht auf."

Strecken-Eigenschaften, von denen Kvyat glaubt, dass sie ihm entgegenkommen: "Es ist meine Art von Strecke mit harten Bremspunkten und schnellen und mittelschnellen Kurven - genau so, wie ich es mag."

Eines ist aber garantiert für alle neu: Nämlich die Tatsache, mit einem Turbo-Motor im Heck über den Ring zu brettern. "Das wird ganz anders sein als früher, so fängt jeder mehr oder weniger von null an", meint WM-Leader Nico Rosberg, der 2003 mit der Formel-BMW Spielberg zuletzt beehrte. 

Hülkenberg setzt auf Youtube

Jene Fahrer ohne Rennerfahrung, aber mit genug Teambudget, nutzten die Zeit für ausgiebige Simulator-Tests.

So auch Montreal-Sieger Daniel Ricciardo. "Es bleibt uns nicht viel Zeit, unser Setup zu finden und uns daran zu gewöhnen. Es ist eine kurze Strecke, daher wird es im Qualifying richtig eng zur Sache gehen. Fehler werden also beinhart bestraft werden", ist der Australier gewarnt. 

Weniger dramatisch sieht die Sache Nico Hülkenberg, der noch überhaupt keine Erfahrungen am Red Bull Ring sammeln konnte und daher voll auf seine Lernfähigkeit setzt. "Ich habe mir die Strecke vorab auf Youtube angesehen. Die hab' ich schnell drauf. In fünf oder sechs Runden vielleicht..."

Am Freitag ab zehn Uhr kann der Force-India-Pilot dann den Beweis antreten.


Andreas Terler

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