"Man muss erst alles richtig formen, um sicherzustellen, dass alles reibungslos verläuft", hat Ron Dennis unlängst gesagt.
Schön langsam sollte man die Vase McLaren-Honda aber so weit haben, dass man auch aufblühende Fahrer hineinstecken kann.
In etwa sechs Monaten steht das erste Rennen einer neuen Ära an. Dann werden 23 Jahre seit dem letzten Antreten unter diesem Namen vergangen sein.
Zwischen 1988 und 1992 holten Ayrton Senna, Alain Prost und Gerhard Berger vier Fahrer- und vier Konstrukteurstitel. Allein 1988 siegte man in 15 von 16 Rennen.
Es gilt also große Erwartungen zu erfüllen. Aber von wem? Angefangen vom Teamchef, über die Fahrer bis hin zu einem Großsponsor ist nichts bekannt.
Das sind die Baustellen des einstigen Erfolgsprojekts:
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Er wird doch nicht! Oder doch? Fernando Alonso steht schon seit Beginn der diesjährigen "Silly Season" im Zentrum der Aufmerksamkeit. Gerücht folgte auf Dementi folgte auf Gerücht folgte auf Dementi. Nun wird es wieder unruhig um den Asturier. Denn: Nicht nur das Gesagte überrascht, sondern auch die Art und Weise. Zum ersten Mal bekennt sich Alonso nicht mehr zu Ferrari. Im Rahmen seines ersten Pressetermins in Suzuka lässt er seine Abwanderungsgelüste immer mehr durchklingen. Zwar gibt er die Entscheidung an das Team ab, wenn er sagt: "Wenn es etwas Besseres für Ferrari gibt, dann werde ich mich danach richten." Gleichzeitig schiebt er den Gerüchten, wonach von Red Bull über McLaren bis Lotus alle Teams an ihm interessiert seien, nicht im Geringsten einen Riegel vor. Auch nicht, wenn er von einem Journalisten darauf hingewiesen wird, dass er den Spekulationen mit einer klaren Ansage ein Ende bereiten könnte. "Unterm Strich hat man immer eine Idee, was man tun will. Das ist bei mir der Fall. Ich bin froh, dass ich es mir in der Formel 1 aussuchen kann. Das kann nicht jeder Fahrer von sich behaupten", gibt er - gewohnt selbstbewusst - von sich. Auch mit seinem Ex-Arbeitgeber McLaren habe er keine Probleme mehr - trotz eines unrühmlichen Endes vor Vertragsende und einer Flucht zu Renault. "Ich hatte dort mit niemandem einen Krieg." Na dann.
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Man sollte meinen, dass sich ein ehemaliges Erfolgsprodukt wie McLaren-Honda gut verkaufen ließe. Es scheint aber nicht so. Lange vor der aktuellen Saison war klar, dass sich der langjährige Titelsponsor "Vodafone" verabschiedet. Lange wurden Fans und die Öffentlichkeit damit vertröstet, dass bald ein neues Logo auf dem Seitenkasten des Boliden auftauchen wird. Letztlich war es in der Testphase die Typenbezeichnung "MP4-29" und später sich ständig wechselnde, kleinere Geldgeber. Gleichzeitig springen weitere Partner ab. Bei "Hugo Boss" ist dies bereits passiert und auch die Whiskey-Marke "Johnnie Walker" soll sich laut "Mirror" verabschieden, da dessen Mutterkonzern Diageo künftig die Formel 1 als Serie sponsern wird. Das Team dementiert diesen Bericht allerdings und behauptet, dass das Engagement der Marke bei der Formel 1 jenes bei McLaren nicht beeinflussen würde. So bleibt derzeit nur darauf zu hoffen, dass Honda genügend Geld mitbringt. Kolportiert werden 127 Millionen Euro, welche die Japaner ins Team pumpen. In punkto Sponsoren befindet man sich wohl in einem Teufelskreis. Denn erst müssen einmal sportliche Erfolge her.
Andreas Terler