Die Formel 1 gastiert an diesem Wochenende zum letzten Mal für dieses Jahr in Europa.
In Monza geht zugleich der Transferpoker vieler Fahrer und Teams in die heiße Phase.
Jede Menge Gerüchte kochten in den letzten Wochen hoch. Kein Wunder, sind doch erst neun der 24 Cockpits für 2013 fix vergeben.
Lewis Hamilton und Michael Schumacher ziehen die größte Aufmerksamkeit auf sich. Daneben sind aber auch attraktive Jobs bei Ferrari, Lotus oder Sauber noch zu besetzen.
LAOLA1 mit einem Transfergeflüster-Update:
RED BULL RACING
McLAREN
Jenson Button ist gesetzt. Lewis Hamilton sorgt durch seinen Flirt mit Mercedes für jede Menge Trubel. Von einem Angebot von bis zu 60 Millionen Pfund (rund 75 Mio. Euro) für drei Jahre ist in diversen Gerüchten die Rede, Hamilton selbst stellte sich vor den TV-Kameras in Spa in den Trainings mehrfach medienwirksam vor die Mercedes-Box, um die Boliden zu inspizieren.
Ob das alles nur Poker in den Verhandlungen mit McLaren ist? Das Traditions-Team hatte dem Ex-Champion bereits im Frühsommer klar gemacht, dass eine Vertragsverlängerung mit finanziellen Einbußen einhergehen müsste.
McLarens Plan B? "Ich habe keinen Plan B, weil ich wirklich davon ausgehe, dass Lewis bleibt", erklärt Teamchef Martin Whitmarsh in der aktuellen Ausgabe der "Sport Bild".
LOTUS
Derzeit voll im WM-Rennen, ist Kimi Räikkönen auch 2013 die Nummer eins bei Lotus. Romain Grosjean hingegen hat noch nichts Handfestes für kommende Saison. Zwar zeigt er immer wieder mit guten Resultaten auf (drei Podestplätze), sorgt aber häufig auch für Negativ-Schlagzeilen (z.B. Spa-Crash inkl. Sperre für Monza). Dass der Franzose dennoch einigermaßen fest im Sattel sitzen dürfte, zeigt der Umstand, dass man keine Gerüchte über einen potenziellen Nachfolger liest oder hört. Sollte Lotus allerdings finanziell so desaströs dastehen, wie mehrfach kolportiert, könnte durchaus ein "Pay Driver" Grosjean ablösen. Ein Comeback von Robert Kubica ist indes endgültig vom Tisch.
FERRARI
Die Nummer eins der Scuderia ist und bleibt Fernando Alonso. 2013 dürfte es aber eine neue Nummer zwei geben. Kaum jemand geht noch davon aus, dass Felipe Massa eine achte Saison in Rot bestreiten wird. Aktuell in Pole Position auf seine Nachfolge: Nico Hülkenberg. Der Deutsche bewies sein Talent zuletzt in Spa mit dem zweitbesten Resultat in der Geschichte Force Indias (Rang 4). Zudem gilt er als pflegeleicht - eine Eigenschaft, die ein Alonso-Teamkollege wohl benötigt.
Rund um Sergio Perez, nach seinen tollen Resultaten im Frühjahr als Kronprinz gehandelt, ist es in den letzten Wochen still geworden. Ob das nur die Ruhe vor dem Sturm ist?
MERCEDES
Bleibt er, oder bleibt er nicht? Die Fahrerfrage bei Mercedes steht und fällt mit Michael Schumacher. Diese lässt aber noch ein wenig auf sich warten: "Wir haben schon mehrfach betont, dass wir uns im Oktober äußern werden", sagte der siebenfache Weltmeister zuletzt.
Klar ist nur, dass Nico Rosberg 2013 weiter in Silber seine Runden drehen wird. Sollte Schumacher aufhören, könnte Lewis Hamilton aufrücken (siehe bei McLaren). Paul di Resta stünde ebenfalls Gewehr bei Fuß, wenn weder Schumacher noch Hamilton das Cockpit in Beschlag nehmen.
SAUBER
Bei den Schweizern ist alles offen. Weder Kamui Kobayashi, noch Sergio Perez wurden bislang bestätigt. Zweiterer wurde vor einigen Monaten mit Ferrari in Verbindung gebracht, dürfte aber eher noch ein Jahr bei Sauber bleiben.
Für Kobayashis Cockpit gibt es einige Interessenten: Allen voran Heikki Kovalainen, der bei Caterham nicht mehr glücklich ist, aber auch Adrian Sutil (derzeit arbeitslos) oder Pirelli-Testpilot Jaime Alguersuari. "Wir werden uns demnächst festlegen", verparach Monisha Kaltenborn bereits in Spa.
FORCE INDIA
WILLIAMS
TORO ROSSO
CATERHAM
MARUSSIA
HISPANIA RACING TEAM
Unglaublich, aber wahr: Pedro de la Rosa wird auch im Alter von 42 Jahren im HRT sitzen. Ob Narain Karthikeyan erneut sein Teamkollege sein wird, entscheidet wohl der Vorstand von Tata Motors (wichtigster Karthikeyan-Sponsor). Sollte jemand mehr Geld auf den Tisch legen als der Inder, fährt derjenige. Der im 1. Training eingesetzte Chinese Qinghua Ma lässt Schlimmes befürchten.
Michael Höller
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