Ab in die Zukunft des Air Race

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"Die Rennen in Amerika sind super"

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Hallo liebe Flug-Fans von LAOLA1,

Was soll ich sagen? Jetzt hat sich zu meinem technischen Pech in Ascot auch noch „Wetter-Pech“ in Spielberg dazugesellt.

So war das wirklich nicht geplant, gerade der Kurs in meiner Heimat liegt mir extrem und so viele Fans vor Ort zu sehen und einem zujubeln, da wäre es echt das Größte gewesen zu gewinnen. Aber es hat nicht sein sollen, nach super Trainingszeiten hat mich gleich in der Round of 14 eine Windböe regelrecht in den Startgate hineingeblasen, und in dem Moment war mir klar – die drei Straf-Sekunden, die ich dafür kassiert hätte, würde ich nie mehr aufholen, vor allem nicht gegen Kirby, der ja auch super geflogen ist. Und deshalb, aber auch weil mir der Wind in dem Moment zu gefährlich war, bin ich ausgestiegen.

Das ist eben Sport, vor allem gegen die äußeren Einflüsse kann man halt oft nichts machen. Und natürlich hat es mir leid getan – für mich als Sportler, aber vor allem für alle Fans, die extra nach Spielberg gekommen waren, um mich anzufeuern und ein tolles Rennen zu sehen. Und das war's dann auch mit der Aussicht auf den WM Titel – der Zug ist abgefahren. Aber nichtsdestoweniger, die Saison ist noch nicht vorbei, zwei Rennen in den USA warten noch, weshalb der gesamte Red-Bull-Air-Race-Tross nun nach Fort Worth/Texas übersiedelt ist.

Die Rennen in Amerika sind super, die Menschen sind total enthusiastisch, lieben die Rennen und das Fliegen. Und ich bin mir sicher, dass die USA die Zukunft des Red Bull Air Race sein werden. Die amerikanischen Wetter-Verhältnisse sind hingegen meist nicht so optimal, es ist oft recht windig, da wird das ganze Rennen zur Lotterie...

Hannes Arch und Pete McLeod sind in die USA geflogen

Abgesehen davon ist der Kurs in Fort Worth insofern eine Herausforderung, da die Bestimmungen bezüglich der Crowdline sehr streng sind, das heißt einerseits, dass sehr genaue Markierungen ungemein wichtig sind, damit wir das Beste rausholen und schnell fliegen können, aber andererseits auch, dass ein exaktes und faires Judging unumgänglich ist.

Aber ich gehe ohne Druck ins Rennen, für mich heißt es jetzt einfach nur fliegen, denn jetzt kann ich mich voll und ganz aufs schnell sein konzentrieren, muss nicht taktieren oder habe den WM-Titel im Hinterkopf.

Also mal sehen, ich hätte auf alle Fälle fix vor, aus mir und meinem Flieger noch einmal das Beste rauszuholen und zum Abschluss noch einmal so richtig Gas geben!

 

Smoke on, Euer Hannes

 

Hannes Arch ist einer von 14 Piloten in der Master Class des Red Bull Air Race 2015. Der 47-jährige Steirer, der in Salzburg lebt, gewann 2008 als erster und bislang einziger Österreicher die Weltmeisterschaft und wurde 2009 und 2014 Vizeweltmeister.

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