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LAOLA1-Einzelkritik zu Österreich-Schweden

LAOLA1 Foto: ©

Österreich macht einen ganz wichtigen Schritt am Weg zur WM-Endrunde 2014 in Brasilien.

Die ÖFB-Elf feiert im ausverkauften Happel-Stadion nach einer starken Lesitung einen 2:1-Sieg gegen Schweden und verteidigt damit den zweiten Tabellenplatz in der WM-Quali-Gruppe C.

Triple-Sieger David Alaba bringt die rot-weiß-rote Auswahl per Elfmeter in Führung (26.), Marc Janko sorgt noch vor der Pause für das 2:0 (32.).

Der Anschluss-Treffer durch Elmander (82.) ist schlussendlich bedeutungslos.

LAOLA1 nimmt die ÖFB-Spieler genau unter die Lupe.

ROBERT ALMER (8 Spiele/0 Tore)

Erhielt doch ein wenig überraschend den Vorzug gegenüber Heinz Lindner. Dem 29-Jährigen merkte man seine fehlende Spielpraxis zu Beginn deutlich an. Nach vier Minuten missglückte ihm ein Abstoß, doch Elmander konnte das Zuspiel von Kacaniklic nicht nutzen. Selten geprüft, wurde der scheidende Düsseldorf-Reservist erst spät zum geforderten Ruhepol. Konnte sich bei einem Ibrahimovic-Kopfball und einem Larsson-Weitschuss auszeichnen.

 

GYÖRGY GARICS (33/2)

Bewahrte in der stürmischen Anfangsphase der Schweden kühlen Kopf und machte seine rechte Seite zu. Gegenspieler Kacaniklic konnte sich nur einmal in Szene setzen, profitierte dabei aber vom bereits erwähnten Almer-Fehler. Beflügelt von der Führung traute sich der Bologna-Legionär im Laufe der Partie immer mehr nach vorne. Nach der Pause vor allem in der Defensive eine Bank, hob allerdings beim Gegentreffer möglicherweise das Abseits auf.

 

ALEKSANDAR DRAGOVIC (21/0)

Trotz seiner erst 22 Jahre eine abgebrühte Leistung. Dirigierte nicht nur die Abwehr, sondern entpuppte sich als ständiger Schatten von Superstar Zlatan Ibrahimovic und zog dem PSG-Akteur regelrecht den Nerv. Wechselte nach dem Pogatetz-Aus auf die linke Innenverteidiger-Seite und sah nach einem Foul an Granqvist Gelb. Musste beim 1:2 Elmander passieren lassen. Stark in der Luft und mit der nötigen Ruhe am Ball bewies der frischgebackene Schweizer Meister, warum er aktuell zu den gefragtesten Innenverteidigern Europas gehört.

 

EMANUEL POGATETZ (56/2)

Bekam es mit Johan Elmander zu tun und hatte den Galatasaray-Angreifer abgesehen von einer kleinen Unachtsamkeit in der siebenten Minute gut im Griff. Erlitt kurz vor dem 1:0 bei einem Kopfball ein tiefes Cut unter dem Auge und wurde durch Sebastian Prödl ersetzt (28.).



CHRISTIAN FUCHS (54/1)

Musste zu Beginn der ersten Hälfte sehr viel Defensivarbeit leisten. Kam auch zunächst offensiv kaum zur Geltung, weil das Spiel der Österreicher sehr rechtslastig ausgelegt war. Dies änderte sich jedoch nach der Führung. Wirbelte gemeinsam mit Marko Arnautovic am linken Flügel, verlor dabei aber seinen direkten Kontrahenten Sebastian Larsson nie aus den Augen.

 

 JULIAN BAUMGARTLINGER (27/0)

Der defensive Gegenpart zu Alaba störte die Kreise der schwedischen Offensivspieler schon im Ansatz. Präsentierte sich zweikampfstark, laufstark und hielt seinen Vorderleuten den Rücken frei. In einigen Duellen zu forsch unterwegs. Kassierte nach einem harmlosen Kopfballduell mit Elmander die Gelbe Karte (45.) und ist somit für das Duell in Deutschland gesperrt.

 

DAVID ALABA (25/4)

Gesucht und fast immer gefunden. Der Triple-Sieger mit Bayern forderte die Bälle und war Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld der Hausherren. Übernahm die Verantwortung beim Elfmeter und brachte die ÖFB-Elf mit 1:0 in Führung (26.). Auch danach mit Schüssen aus der zweiten Reihe gefährlich und in Zweikämpfen – auch defensiv – immer einen Schritt schneller als sein Gegenspieler. Wusste nach einer intensiven, dafür durchaus erfolgreichen Saison, auch im Nationalteam zu überzeugen.

 

MARTIN HARNIK (36/9)

Kam erst langsam ins Spiel, eine abgerissene Flanke sorgte nicht gerade für Selbstvertrauen. Holte bei seiner bis dato einzigen Aktion im Strafraum den Elfmeter, der zum 1:0 führte, heraus, als er von Isaakson gelegt wurde (26.). Setzte wenig später einen Kopfball knapp neben das Tor, ehe er das 2:0 durch Janko mustergültig vorbereitete. Danach stets ein Aktivposten auf der rechten Außenbahn und wenn er in die Mitte zog. Bereitete seinen Gegenspielern über 90 Minuten Kopfzerbrechen, war kaum zu stoppen.



ZLATKO JUNUZOVIC (27/4)

Sorgte für den ersten Jubelschrei als er zum Fallrückzieher ansetzte, jedoch im Strafraum scheiterte. Von Beginn an gewohnt viel unterwegs und stieß in die Räume vor. Blieb im ersten Durchgang eher im Hintergrund, war in der zweiten Hälfte mehr eingebunden. Arbeitete sehr viel nach hinten und unterstützte somit seine Kollegen. Wurde nach einem Kraftakt in der 75. Minute für Franz Schiemer ausgewechselt.

 

MARKO ARNAUTOVIC (27/7)

Trat zu Beginn im rechtslastigen Spiel der Österreicher nur selten in Erscheinung und winkte oft vergeblich. Mit zunehmenden Angriffen über links mehr eingebunden, traf bei Triple-Chance das Außennetz und baute auch seine obligatorischen Ferserln erfolgreich ein. Steigerte sich vor allem im zweiten Durchgang, als der Ball besser lief. Nützte die Schussmöglichkeiten, die sich ihm boten, war aber bei seinen zahlreichen Versuchen – vorwiegend aus der Distanz – nicht vom Glück verfolgt.

 

MARC JANKO (34/15)

Zuletzt bei Trabzonspor nicht einmal mehr im Mannschaftstraining, überraschte Teamchef Marcel Koller mit der Aufstellung von Marc Janko als Solospitze. Nach vereinzelten Pfiffen bei der Verkündung im Stadion warf sich der Stürmer ins Zeug. Nach zwei Fehlpässen in der ersten Minute, erkämpfte er mit viel Laufarbeit viele Bälle und setzte einen Schuss ans Außennetz. Rechtfertigte seine Aufstellung spätestens mit seinem sehenswerten Flugkopfball zum 2:0 nach Harnik-Flanke (32.). Nach dem letzten Zweikampf vor der Pause angeschlagen und für Weimann ausgewechselt (46.).

 

  SEBASTIAN PRÖDL (40/3)

Kam in der 28. Minute für den verletzten Pogatetz ins Spiel. In dieser Phase kippte das Spiel zugunsten der rot-weiß-roten Auswahl. Schwedische Angriffe bekamen immer mehr Seltenheitswert, wodurch der Bremen-Legionär leichtes Spiel hatte. Nach der Pause gegen Ibrahimovic wesentlich mehr gefordert.

 

ANDREAS WEIMANN (6/0)

Kam in der 46. Minute für den verletzten Janko ins Spiel und startete mit einem Missverständis mit Harnik. Fing sich aber schnell und wurde gut ins Kombinationsspiel eingebunden. Hatte in der 63. Minute bei einem geblockten Schuss und in der 74. Minute bei einem gehaltenen Kopfball sein erstes Team-Tor auf dem Fuß.


FRANZ SCHIEMER (25/4)– zu kurz eingesetzt

 

- Sehr Gut

- Gut

- Befriedigend

- Genügend

- Nicht Genügend

 

Martin Wechtl/Alexander Karper

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